Die Alttestamentlichen Lesungen am Großen und Heiligen Samstag

4. Mai 2024

Die Lesungen aus dem Alten Testament

1. Gen 1, 1-13

1 Am Anfang machte Gott den Himmel und die Erde.
2 Die Erde aber war unsichtbar und ungestalten und Finsternis war über der Tiefe und Gotteshauch wehte über dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war, und Gott trennte zwischen dem Licht und der Finsternis.
5 Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein Tag.
6 Und Gott sprach: Es werde ein fester Körper inmitten des Wassers, und er soll zwischen Wasser und Wasser trennen. Und so geschah es.
7 Und Gott machte den festen Körper und Gott trennte zwischen dem Wasser, das unter dem festen Körper war, und zwischen dem Wasser über dem Körper.
8 Und Gott nannte den festen Körper Himmel und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend und es wurde Morgen, zweiter Tag.
9 Und Gott sprach: Das Wasser unter dem Himmel sammle sich in einen einzigen Sammelraum und das trockene Land werde sichtbar. Und so geschah es, und das Wasser unter dem Himmel sammelte sich in seine Sammelräume und das trockene Land wurde sichtbar.
10 Und Gott nannte das trockene Land Erde und die Ansammlungen der Wasser nannte er Meere und Gott sah, dass es gut war.
11 Und Gott sprach: Die Erde lasse eine Weide von Grünpflanzen wachsen, Samen säendes je nach Art und nach Ähnlichkeit, und fruchttragendes Holz, Frucht hervorbringendes, deren Same in ihr ist je nach Art, auf der Erde. Und so geschah es.
12 Und die Erde brachte eine Weide von Grünpflanzen hervor, Samen säendes, je nach Art und nach Ähnlichkeit, und fruchttragendes Holz, Frucht hervorbringendes, deren Same in ihr ist, je nach Art, auf der Erde; und Gott sah, dass es gut war.
13 Und es wurde Abend und es wurde Morgen, dritter Tag.

2. Jes 60, 1-16

1 Leuchte, leuchte, Jerusalem, denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen!
2 Siehe, Finsternis und Dunkel werden die Erde verhüllen über die Völkerschaften hin; über dir aber wird der Herr erscheinen, und seine Herrlichkeit wird über dir sichtbar sein.
3 Und Könige werden zu deinem Licht ziehen und Völkerschaften zu deinem Glanz.
4 Erhebe deine Augen ringsum und sieh: Versammelt sind deine Kinder! Siehe, es kommen alle deine Söhne von weit her, und deine Töchter werden auf Schultern getragen werden.
5 Dann wirst du sehen und dich fürchten und außer dir sein in deinem Herzen, weil der Reichtum des Meeres und der Völkerschaften und Völker dir zufließen wird. Und es werden zu dir kommen
6 Herden von Kamelen, und die Kamele von Madiam und Gaiphar werden dich überziehen; sie alle werden von Saba kommen mit Gold und werden Weihrauch bringen und das Heil des Herrn froh verkünden.
7 Und alles Kleinvieh von Kedar wird man dir zusammentreiben, und die Widder von Nabajoth werden zu dir kommen und als willkommenes Opfer dargebracht werden auf meinem Altar, und das Haus meiner Anbetung wird verherrlicht werden.
8 Wer sind diese, die wie Wolken fliegen und wie Tauben mit ihren Jungen?
9 Auf mich haben die Inseln geharrt und die Tharsis-Schiffe voran, um deine Kinder von weit herzubringen und ihr Silber und Gold mit ihnen um des heiligen Namens des Herrn willen und weil der Heilige Israels hoch in Ansehen steht.
l0 Und Fremdstämmige werden deine Mauern aufbauen, und ihre Könige werden dir zur Seite treten; denn wegen meines Zorns habe ich dich geschlagen, und aus Barmherzigkeit habe ich dich lieb gewonnen.
11 Und deine Tore werden stets offen sein, Tag und Nachtwerden sie nicht verschlossen werden, um zu dir einzulassen die Macht der Völkerschaften und die Könige, die man gefangen führt.
12 Denn die Völkerschaften und die Könige, die dir nicht dienen wollen, werden zugrunde gehen, und die Völkerschaften werden völlig veröden.
13 Und die Herrlichkeit des Libanon wird zu dir kommen in Gestalt von Zypresse und Kiefer und Zeder zugleich, um meine heilige Stätte zu verherrlichen.
14 Und es werden zu dir ziehen voll Furcht die Söhne derer, die dich gedemütigt und dich herausgefordert haben, und man wird dich nennen »Stadt des Herrn«, »Sion des Heiligen Israels«.
15 Weil du verlassen und gehasst gewesen bist und es keinen Helfer gab, so will ich dich zu einer ewigen Pracht gestalten, zu einer Freude Geschlecht für Geschlecht.
16 Und saugen wirst du die Milch der Völkerschaften und den Reichtum der Könige verzehren; und du wirst erkennen, dass ich der Herr bin, der dich rettet, und dein Erlöser, der Gott Israels.

3. Ex 12, 1-11

1 Der Herr aber sagte zu Mose und Aaron im Land Ägypten:
2 Dieser Monat ist für euch der Anfang der Monate, der erste ist er für euch unter den Monaten des Jahres.
3 Sprich zur ganzen Gemeinschaft der Israeliten: Am Zehnten dieses Monats sollen sie ein Schaf nehmen, jeder nach Vaterhäusern ein Schaf pro Haus.
4 Wenn aber die, die in dem Haus wohnen, sehr wenige sind, sodass sie nicht genug sind für ein Schaf, dann soll man seinen nächsten Nachbarn zu sich dazunehmen, entsprechend der Anzahl der Menschen. Jeder soll das für ihn Ausreichende zusammenrechnen auf das Schaf.
5 Ein vollkommenes männliches einjähriges Schaf soll es für euch sein. Von den Lämmern und den Kitzen sollt ihr es nehmen.
6 Und es soll für euch aufbewahrt sein bis zum vierzehnten Tag dieses Monats, und die ganze Menge der Gemeinschaft der Israeliten: Sie sollen es gegen Abend schlachten.
7 Und sie sollen etwas von dem Blut nehmen und es anbringen an die beiden Pfosten und am Türsturz in den Häusern. in denen sie es essen wollen.
8 Und sie sollen die Fleischstücke in dieser Nacht verzehren. Am Feuer Geröstetes und ungesäuerte Brote auf Bitterkräutern sollen sie essen.
9 Ihr sollt davon nichts Rohes und in Wasser Gekochtes essen, sondern nur am Feuer geröstete Stücke, den Kopf mitsamt den Füßen und den Eingeweiden.
10 Ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum Morgen, und keinen Knochen von ihm sollt ihr zerbrechen. Was aber bis zum Morgen von ihm übrig bleibt, sollt ihr im Feuer verbrennen.
11 So aber sollt ihr es verzehren: Eure Lenden sollen dabei gegürtet sein und die Schuhe an euren Füßen und die Stäbe in euren Händen. Und ihr sollt es in Eile essen: Es ist ein Pascha für den Herrn.

Darstellung des Propheten Jona

4. Jona 1,1-4,11

1 Und es geschah das Wort des Herrn an Jona, den Sohn des Amathi:
2 Mach dich auf und reise nach Ninive, der großen Stadt, und verkünde in ihr, dass der Lärm ihrer Schlechtigkeit zu mir heraufgestiegen ist.
3 Und Jona machte sich auf, um nach Tharsis zu gehen, weg vom Angesicht des Herrn, und ging hinab nach Joppe und fand ein Schiff, das nach Tharsis auslaufen sollte, und gab seinen Fahrpreis und ging hinein, um mit ihnen die Schiffsreise anzutreten nach Tharsis, weg vom Angesicht des Herrn.
4 Und der Herr erweckte einen Wind auf dem Meer, und es entstand hoher Wellengang auf dem Meer, und das Schiff drohte zu zerbrechen.
5 Und die Seeleute fürchteten sich und schrien auf, ein jeder zu seinem Gott, und sie warfen die Geräte über Bord, die in dem Schiff waren, um das Schiff von ihnen zu erleichtern. Jona aber stieg hinab in den Bauch des Schiffes und schlief und schnarchte.
6 Und es kam zu ihm der Untersteuermann und sagte zu ihm: Was schnarchst du? Steh auf, rufe deinen Gott an, damit Gott uns hindurchrette und wir nicht vernichtet werden.
7 Und sie sprachen ein jeder zu seinem Nächsten: Auf, lasst uns Lose werfen und erkennen, weshalb dieses Unheil unter uns geschieht! Und sie warfen Lose, und das Los fiel auf Jona.
8 Und sie sagten zu ihm: Berichte uns, weshalb dieses Unheil unter uns geschieht! Was ist deine Beschäftigung? Und woher kommst du, und aus welchem Gebiet und aus welchem Volk bist du?
9 Und er sprach zu ihnen: Ein Knecht des Herrn bin ich und den Herrn, den Gott des Himmels, verehre ich, der das Meer machte und das Trockene.
10 Und die Männer fürchteten sich mit großer Furcht und sagten zu ihm: Was hast du da getan? Die Männer wussten nämlich, dass er vor dem Angesicht des Herrn auf der Flucht war, weil er es ihnen berichtet hatte.
11 Und sie sprachen zu ihm: Was sollen wir mit dir machen, damit das Meer von uns ablassen wird? Denn das Meer legte los und ließ den Wellengang noch mehr aufleben.
12 Und Jona sprach zu ihnen: Ergreift mich und werft mich ins Meer hinein und das Meer wird ablassen von euch. Denn ich weiß, dass meinetwegen dieser schwere Wellengang über euch gekommen ist.
13 Und die Männer versuchten mit aller Kraft, an Land zurückzukehren, und sie vermochten es nicht, weil das Meer loslegte und noch mehr gegen sie aufbrauste.
14 Und sie schrien auf zum Herrn und sagten: Keinesfalls, Herr, wollen wir wegen der Seele dieses Menschen zugrunde gehen, und erlege uns nicht gerechtes Blut auf, da du doch, Herr, gehandelt hast, wie du wolltest.
15 Und sie nahmen den Jona und warfen ihn ins Meer, und das Meer hielt inne von seinem Erbeben.
16 Und die Männer fürchteten den Herrn mit großer Furcht und sie opferten ein Opfer für den Herrn und beteten Gebete.

1 Und der Herr befahl einem großen Seetier, den Jona herunterzuschlucken. Und Jona war in dem Bauch des Seetieres für drei Tage und drei Nächte.
2 Und Jona betete zum Herrn, seinem Gott, aus dem Bauch des Seetieres.
3 Und er sprach: Ich rief in meiner Bedrängnis zum Herrn, meinem Gott, und er hörte auf mich. Aus dem Bauch des Hades mein Geschrei hörtest du, meine Stimme.
4 Du warfst mich weg in die Tiefen des Herzens des Meeres und Flüsse umschlossen mich. Alle deine Wellen und deine Wogen sind über mich hinweggegangen.
5 Und ich sprach: Ich bin verstoßen vor deinen Augen. Werde ich wohl noch einmal hinblicken auf deinen heiligen Tempel?
6 Wasser stand mir bis zur Seele, der äußerste Abgrund umschloss mich, mein Kopf versank in den Grundspalten der Berge.
7 Ich stieg herab in ein Land, dessen Riegel ewig fest sind, und was an meinem Leben verdorben ist, soll heraufsteigen, Herr, mein Gott.
8 Als mich meine Seele verlassen wollte, gedachte ich des Herrn; und zu dir möge mein Gebet kommen in deinen heiligen Tempel.
9 Die auf vergängliche und falsche Dinge achten, sie gaben das Erbarmen mit ihnen dahin.
10 Ich aber will für dich opfern mit lobender und preisender Stimme: Alles was ich gelobte, will ich für mein Heil dem Herrn hingeben.
11 Und es wurde dem Seetier befohlen und es warf den Jona auf das Trockene heraus.

1 Und es geschah ein Wort des Herrn an Jona zum zweiten Mal: 2 Mache dich auf, reise hinein nach Ninive, in die große Stadt und verkünde in ihr gemäß der früheren Botschaft, die ich zu dir gesprochen habe.
3 Und Jona machte sich auf und reiste hinein nach Ninive, wie der Herr gesprochen hatte. Ninive aber war für Gott eine große Stadt, ungefähr drei Tagesetappen zum Durchmessen.
4 Und Jona fing an, hereinzugehen in die Stadt ungefähr eine Tagesetappe, und verkündete und sprach: Noch drei Tage und Ninive wird niedergerissen werden.
5 Und die Männer Ninives vertrauten Gott und riefen ein Fasten aus und sie zogen Trauergewänder an, der große von ihnen bis zum kleinen von ihnen.
6 Und die Kunde erreichte den König Ninives und er erhob sich von seinem Thron und er entfernte seinen Umhang von sich und bekleidete sich mit einem Trauergewand und setzte sich in Asche.
7 Und es wurde verkündet und gesagt in Ninive auf Veranlassung des Königs und seiner Vornehmen: Die Menschen und die Tiere und die Rinder und die Schafe dürfen nichts zu sich nehmen, weder dürfen sie weiden noch dürfen sie Wasser trinken.
8 Und die Menschen und Tiere bekleideten sich mit Trauergewändern und schrien inbrünstig zu Gott und ein jeder wandte sich ab von seinem schlechten Weg und von der Ungerechtigkeit seiner Hände, indem sie sagten:
9 Wer weiß, ob Gott anderen Sinnes wird und er sich abwenden wird von seinem Zornesgrollen, sodass wir nicht vernichtet werden?
10 Und Gott sah ihre Werke, dass sie sich abgewandt haben von ihren schlechten Wegen und Gott wurde anderen Sinnes gegenüber dem Schlechten, das er ihnen zu tun angesagt hatte, und er tat es nicht.

1 Und Jona befiel eine große Traurigkeit und er geriet in Verwirrung.
2 Und er betete zum Herrn und sprach: O Herr, waren dies nicht meine Worte, als ich in meinem Lande war? Deshalb zog ich es vor, nach Tharsis zu fliehen, weil ich erkannte, dass du barmherzig und mitleidig, langmütig und voll Erbarmen und anderen Sinnes wirst über die Misslichkeiten.
3 Und nun, Gebieter, Herr, nimm meine Seele von mir, weil zu sterben für mich besser erscheint, als zu leben.
4 Und der Herr sprach zu Jona: Bist du etwa sehr betrübt?
5 Und Jona ging heraus aus der Stadt und setzte sich gegenüber der Stadt und bereitete sich dort eine Hütte und blieb unter ihr im Schatten sitzen, bis er sähe, was mit der Stadt geschehe.
6 Und Gott, der Herr, befahl einer Kürbisstaude und sie wuchs empor über den Kopf des Jona, damit Schatten sei über seinem Kopf, ihn zu schirmen vor seinen Misslichkeiten; und Jona erfreute sich an der Kürbisstaude mit großer Freude.
7 Und Gott befahl einem Wurm frühmorgens am nächsten Tag und er machte die Kürbisstaude nieder und sie wurde ausgetrocknet.
8 Und es geschah gleich zu Sonnenaufgang und Gott befahl einem heißen, sengenden Wind und die Sonne stach Jonas Kopf und er wurde kleinmütig und gab seine Seele auf und sagte: Es ist besser für mich zu sterben, als zu leben.
9 Und Gott sprach zu Jona: Bist du sehr betrübt wegen der Kürbisstaude? Und er sprach: Ich bin sehr betrübt bis zum Tod.
10 Und der Herr sprach: Du wolltest die Kürbisstaude schonen, wegen der du keine Plage hattest und die du nicht aufzogst, die in einer Nacht entstand und in einer Nacht zugrunde ging.
11 Ich aber soll Ninive nicht schonen, die große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen wohnen, welche nicht ihre Rechte oder ihre Linke erkannten, und viele Tiere?

5. Jos 5, 1-15

1 Und es geschah, als die Könige der Amorräer, die sich jenseits des Jordan befanden, und die Könige von Phönikien, die sich am Meer befanden, hörten, dass der Herr, der Gott, den Jordanfluss vor den Israeliten her ausgetrocknet hatte, als sie hindurchgingen, da zerfloss ihr Denken und sie wurden niedergeschlagen und es blieb in ihnen überhaupt kein Verstand angesichts der Israeliten.
2 Um diese Zeit sagte der Herr zu Josua: Mache dir steinerne Messer aus scharfkantigem Stein, setze dich hin und beschneide die Israeliten.
3 Und Josua machte scharfkantige steinerne Messer und beschnitt die Israeliten an dem als Hügel der Vorhäute bezeichneten Ort.
4 Auf folgende Weise machte Josua die Israeliten rein:
5 Alle, die unterwegs geboren waren, und alle, die unbeschnitten waren von denen, die aus Ägypten hinausgegangen waren, alle diese beschnitt Josua.
6 Zweiundvierzig Jahre ist Israel ja in der Madbaritis-Wüste umhergezogen; daher waren die meisten von eben den Kriegern, die aus dem Lande Ägypten hinausgezogen waren, die ungehorsam waren gegen die Gebote Gottes, unbeschnitten. Und er hatte über sie bestimmt, dass sie das Land nicht sehen sollten, von dem der Herr ihren Vätern geschworen hatte, es uns zu geben – ein Land, fließend vor Milch und Honig.
7 An ihre Stelle setzte er ihre Söhne, die Josua beschnitt, weil sie unterwegs unbeschnitten geblieben waren.
8 Nachdem sie aber beschnitten waren, hielten sie Ruhe und blieben dort im Lager, bis sie genesen waren.
9 Und der Herr sagte zu Josua, dem Sohn Naves: Am heutigen Tage habe ich die Schmach Ägyptens von euch genommen; und er gab jenem Ort den Namen Gilgal.
10 Und die Israeliten feierten am 14. Tag des Monats vom Abend an das Pascha westlich von Jericho, jenseits vom Jordan im Felde
11 und aßen von dem Getreide des Landes Ungesäuertes und Neues. An diesem Tag
12 ging das Manna zu Ende, nachdem sie von dem Getreide des Landes gegessen hatten, und es gab für die Israeliten kein Manna mehr. Sie ernteten in jenem Jahr das Land der Phöniker ab.
13 Und es geschah, als Josua in Jericho war, da schaute er auf und sah einen Mann vor sich stehen, und das Schwert war gezogen in seiner Hand. Und Josua trat hinzu und sagte zu ihm: Bist du einer von uns oder von den Gegnern?
14 Er aber sagte zu ihm: Ich bin der oberste Heerführer der Streitmacht des Herrn, jetzt bin ich herbeigekommen. Josua fiel auf sein Angesicht auf die Erde und sagte zu ihm: Gebieter, was ordnest du deinem Diener an?
15 Da sagt der oberste Heerführer des Herrn zu Josua: Löse das Schuhwerk von deinen Füßen, denn der Ort, an dem du stehst, ist heilig.

Das Volk Izrael zieht durch das Rote Meer

6. Ex 13, 20-15,1

20 Als aber die Israeliten von Sokchoth aufgebrochen waren, errichteten sie ein Lager in Othom am Rand der Wüste.
21 Gott aber geleitete sie, am Tag in einer Wolkensäule, um ihnen den Weg zu zeigen, in der Nacht aber in einer Feuersäule.
22 Nicht verschwanden die Wolkensäule am Tag und die Feuersäule in der Nacht vor dem ganzen Volk.

1 Und der Herr sprach zu Mose:
2 Sprich zu den Israeliten, sie sollen umkehren und ein Lager errichten vor der Siedlung mitten zwischen Magdolos und dem Meer, gegenüber von Beelsepphon; ihnen gegenüber sollst du ein Lager errichten am Meer.
3 Und Pharao wird zu seinem Volk sagen: »Diese Israeliten irren im Lande herum: denn die Wüste hat sie eingeschlossen.
4 Ich aber will das Herz Pharaos verhärten, und er wird hinter ihnen herjagen, und ich werde verherrlicht werden an Pharao und seinem ganzen Heer, und alle Ägypter werden erkennen, dass ich der Herr bin. Und sie die Israeliten taten so.
5 Und dem König der Ägypter wurde gemeldet, dass das Volk geflohen ist. Da wandelte ich das Herz Pharaos und seiner Diener gegenüber dem Volk, und sie sagten: Warum haben wir das getan, dass wir die Israeliten entließen, sodass sie uns nicht mehr dienen?
6 So schirrte Pharao seine Streitwagen an und sammelte sein ganzes Volk um sich,
7 und er nahm 600 auserlesene Streitwagen mit und die ganze Reiterei der Ägypter und Wagenkämpfer für alle Wagen.
8 Und der Herr verhärtete das Herz Pharaos, des Königs von Ägypten, und er jagte hinter den Israeliten her. Die Israeliten aber zogen mit hoch erhobener Hand hinaus.
9 Und die Ägypter jagten hinter ihnen her und fanden sie gelagert am Meer, und die ganze Reiterei und die Streitwagen Pharaos und die Reiter und seine Streitmacht waren vor der Siedlung gegenüber von Beelsepphon.
10 Und Pharao näherte sich. Und als die Israeliten mit ihren Augen aufblickten, sahen sie das, und die Ägypter lagerten sich hinter ihnen und sie gerieten in große Furcht. Die Israeliten flehten aber zum Herrn.
11 Und sie sagten zu Mose: Hast du uns etwa, weil es keine Gräber im Land Ägypten gibt, herausgeführt, um in der Wüste zu sterben? Warum hast du uns das angetan, nachdem du uns herausgeführt hast aus Ägypten?
12 War dies nicht das Wort, das wir zu dir schon in Ägypten gesprochen haben: »Lass uns, damit wir weiter den Ägyptern dienen. Denn es ist für uns besser den Ägyptern dienen, als in dieser Wüste zu sterben.«
13 Mose aber sagte zum Volk: Habt Zuversicht! Tretet heran und seht die Rettung von Gott her, die er heute an uns vollbringen wird! Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie nicht mehr sehen auf ewige Zeit.
14 Der Herr wird für euch kämpfen und ihr sollt schweigen.
15 Der Herr sagte aber zu Mose: Warum schreist du zu mir? Sprich zu den Israeliten, und sie sollen aufbrechen!
16 Und du, erhebe deinen Stock und strecke deine Hand aus über das Meer und spalte es und die Israeliten sollen hineingehen mitten ins Meer auf trockenem Grund.
17 Und siehe, ich will das Herz Pharaos und aller Ägypter verhärten, sie werden hinter ihnen ins Meer hineingehen. Und ich will an Pharao und an seinem ganzen Heer und an den Streitwagen und an seinen Pferden verherrlicht werden.
18 Und alle Ägypter werden erkennen, dass ich Herr bin, wenn ich verherrlicht werde an Pharao und an den Streitwagen und seinen Pferden.
19 Es erhob sich aber der Bote Gottes, der dem Lager der Israeliten voraus zog, und ging hinter ihnen her. Auch die Wolkensäule erhob sich vor ihnen und stellte sich hinter sie.
20 Und sie trat mitten hinein zwischen das Lager der Ägypter und das Lager Israels. Und es entstand Finsternis und Dunkelheit, und die Nacht kam, und sie konnten während der ganzen Nacht nicht aufeinandertreffen.
21 Mose aber streckte die Hand über das Meer aus, und der Herr trieb das Meer durch kräftigen Südwind während der ganzen Nacht zurück, und er machte das Meer trocken, und das Wasser wurde geteilt.
22 Und die Israeliten gingen mitten hinein in das Meer aus dem Trockenen, und das Wasser war für sie eine Mauer zur Rechten und eine Mauer zur Linken.
23 Die Ägypter aber jagten ihnen nach und gingen hinter ihnen hinein, die ganze Reiterei Pharaos und die Streitwagen und die Streitwagenlenker, mitten in das Meer.
24 Es geschah aber um die Zeit der Morgenwache, da blickte der Herr in einer Säule von Feuer und von Wolken hinab auf das Heerlager der Ägypter, und er brachte das Heerlager der Ägypter in Verwirrung,
25 und er band die Achsen ihrer Streitwagen zusammen und ließ sie nur mühsam gehen. Da sagten die Ägypter: Wir wollen vor dem Angesicht Israels fliehen. Denn der Herr kämpft für sie gegen die Ägypter.
26 Der Herr aber sagte zu Mose: Strecke deine Hand über das Meer aus, und das Wasser soll zurückkehren und die Ägypter bedecken, über die Streitwagen und die Streitwagenlenker soll es kommen.
27 Mose aber streckte die Hand über das Meer aus, und gegen Tagesanbruch .kehrte das Wasser auf die trockenen Landflächen zurück. Die Ägypter aber flohen und gerieten unter das Wasser und der Herr schüttelte die Ägypter mitten im Meer ab.
28 Und das zurückgekehrte Wasser bedeckte die Streitwagen und die Streitwagenlenker und die ganze Streitmacht Pharaos, die hinter ihnen in das Meer hineingezogen waren. Und kein Einziger von ihnen blieb übrig.
29 Die Israeliten aber zogen über trockenen Grund mitten im Meer, das Wasser aber war für sie eine Mauer zur Rechten und eine Mauer zur Linken.
30 Und der Herr rettete Israel an jenem Tag aus der Hand der Ägypter. Und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des Meeres.
31 Israel aber sah die gewaltige Hand, was der Herr an den Ägyptern getan hatte. Das Volk aber bekam Ehrfurcht vor dem Herrn und sie gewannen Vertrauen auf Gott und Mose, seinen Diener.

1 Damals sangen Mose und die Israeliten dieses Lied für Gott, und sie sagten: Lasst uns dem Herrn singen, denn herrlich ist er verherrlicht, Pferd und Reiter warf er ins Meer.

7. Zef 3, 8-15

8 Darum warte auf mich, spricht der Herr, bis zum Tag meines Aufstehens zum Zeugnis; denn mein Urteil (ergeht) an die Versammlungen der Völker, um die Könige aufzunehmen und auf sie auszugießen den ganzen Zorn meines Wütens; denn im Feuer meines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden.
9 Denn dann werde ich bei den Völkern die Sprache verwandeln für ihre (d.h. der Erde) Nachkommen, damit sie alle den Namen des Herrn anrufen, damit sie ihm dienen unter einem einzigen Joch.
10 Von den Enden der Flüsse Äthiopiens werden sie mir Opfer bringen.
11 An jenem Tag wirst du dich gewiss nicht schämen wegen deines ganzen Benehmens, mit dem du dich an mir vergangen hast; denn dann werde ich das Verachtenswerte deines Frevels von dir nehmen, und du wirst gewiss nicht mehr fortfahren, dich zu überheben gegen meinen heiligen Berg.
12 Und ich werde in dir übrig lassen ein sanftmütiges und bescheidenes Volk, und es werden Ehrfurcht haben vor dem Namen des Herrn
13 die Übriggebliebenen von Israel, und sie werden kein Unrecht tun und nichts Unwahres reden und in ihrem Mund wird man gewiss keine betrügerische Sprache finden; denn gerade sie werden weiden und ruhen, und es wird niemand sein, der sie aufschreckt.
14 Freue dich, Tochter Sion, rufe laut, Tochter Jerusalem; sei fröhlich und vergnügt von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!
15 Der Herr hat deine Verfehlungen weggenommen, er hat dich befreit aus der Hand deiner Feinde. Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte; nein, du wirst kein Unrecht mehr sehen.

Die Auferweckung des Sohnes der Witwe von Sarepta

8. 3 Kön 17, 8-23

8 Und das Wort des Herrn geschah zu Elija:
9 Auf, geh nach Sarepta im Gebiet von Sidon! Siehe, ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu ernähren.
10 Und er machte sich auf und ging nach Sarepta durch das Stadttor, und siehe, dort sammelte eine Witwe Holz auf. Und Elija rief nach ihr und sagte zu ihr: Hol mir doch ein wenig Wasser in einem Gefäß, und ich werde es trinken.
11 Und sie ging, um es zu holen, und Elija rief hinter ihr her und sagte: Du sollst mir doch auch einen Bissen Brot mit deiner Hand bringen.
12 Und die Frau sagte: So wahr der Herr, dein Gott, lebt, ich habe keinen einzigen Brotfladen mehr, sondern nur etwa eine Handvoll Mehl im Krug und ein wenig Öl in der Flasche. Und siehe, ich sammle zwei Stückchen Holz auf und werde hingehen und es für mich und meine Kinder zubereiten und wir werden essen und dann sterben:
13 Und Elija sagte zu ihr: Sei guten Mutes, geh hin und tu deinem Wort gemäß! Aber bereite mir daraus zuerst einen kleinen Brotfladen, und du sollst ihn mir herausbringen. für dich aber und deine Kinder sollst du danach zubereiten!
14 Denn dies sagt der Herr: »Der Mehlkrug wird nicht leer werden und die Ölflasche wird nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der Herr den Regen auf die Erde gibt.«
15 Und die Frau ging und tat so . Und sie aß, sie und er und ihre Kinder.
16 Und der Mehlkrug wurde nicht leer und die Ölflasche wurde nicht weniger gemäß dem Wort des Herrn, das er durch Elija gesprochen hatte.
17 Und es geschah danach und der Sohn der Frau, der Herrin de Hauses, erkrankte, und seine Erkrankung war sehr schwer, bis kein Lebensgeist mehr in ihm übrig war.
18 Und sie sagte zu Elija: Was habe ich mit dir zu tun, Gottesmann? Du bist zu mir hereingekommen. um meine ungerechten Taten in Erinnerung zu rufen und meinen Sohn zu töten.
19 Und Elija sagte zu der Frau: Gib mir deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem Schoß und brachte ihn in das Obergemach hinauf, in welchem er dort wohnte, und legte ihn auf ein Bett.
20 Und Elija rief laut aus und sagte: Weh mir, Herr, der Zeuge der Witwe, bei der ich mit ihr zusammen wohne, du hast schlecht gehandelt, ihren Sohn sterben zu lassen.
21 Und er hauchte den Knaben dreimal an und rief den Herrn an und sagte: Herr, mein Gott, kehre doch die Seele des Knaben in ihn zurück!
22 Und es geschah so, und der Knabe schrie laut auf.
23 Und er brachte ihn vom Obergemach ins Haus hinab und gab ihn seiner Mutter. Und Elija sagte: Siehe, dein Sohn lebt!

9. Es 61, 10-62, 5

10 und dass sie sich wahrlich freuen werden über den Herrn. Es juble meine Seele über den Herrn! Denn er hat mich bekleidet mit dem Obergewand des Heils und mit dem Unterkleid der Freude; wie einem Bräutigam legte er mir einen Kopfschmuck an und wie eine Braut stattete er mich mit Schmuck aus.
11 Und wie ein Land, das seine Blumen, und wie einen Garten, der seine Samen wachsen lässt so wird der Herr Gerechtigkeit sprießen lassen und frohen Lobpreis vor allen Völkerschaften.

1 Um Sions willen will ich nicht schweigen und um Jerusalems willen nicht nachlassen, bis meine Gerechtigkeit wie Licht hervorgetreten ist, mein Heil aber wie eine Fackel brennt.
2 Und die Völkerschaften werden deine Gerechtigkeit sehen und Könige deine Herrlichkeit, und man wird dich mit deinem neuen Namen benennen, den der Herr bezeichnen wird.
3 Und du wirst eine prächtige Krone sein in der Hand des Herrn und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes.
4 Und man wird dich nicht mehr »Verlassene« nennen, und dein Land wird nicht mehr »Wüste« heißen; denn man wird dich »Mein Wunsch« nennen und dein Land »Bewohnte Erde«.
5 Und wie ein junger Mann, der mit einem Mädchen verheiratet ist, so werden deine Söhne bei dir wohnen; und es wird sein, so wie ein Bräutigam sich über seine Braut freut, so wird sich der Herr über dich freuen.

10. Gen 22, 1-18

1 Und nach diesen Ereignissen geschah es, dass Gott Abraham auf die Probe stellt und er sagte zu ihm: Abraham, Abraham. Der aber sagte: Siehe, hier bin ich.
2 Und er sagte: Nimm deinen geliebten Sohn, den du lieb gewonnen hast, Isaak, und ziehe in das hohe Land und führe ihn zum Ganzfeueropfer auf einen der Berge, die ich dir nennen werde.
3 Abraham aber stand am Morgen auf und bepackte seinen Esel; er nahm aber zwei Sklaven mit sich und Isaak, seinen Sohn, und nachdem er Holz für das Ganzfeueropfer gespaltet hatte, machte er sich auf und ging und kam an den Ort, den Gott ihm gesagt hatte, am dritten Tag.
4 Und als Abraham mit seinen Augen aufblickte, sah er den Ort aus der Ferne.
5 Und Abraham sagte zu seinen Sklaven: Lagert euch hier mit dem Esel, ich aber und der Knabe werden dorthin gehen, und nachdem wir angebetet haben, werden wir zu euch zurückkehren.
6 Abraham aber nahm das Holz für das Ganzfeueropfer und legte es seinem Sohn Isaak auf. Er nahm aber auch das Feuer in die Hand und das Messer und die zwei gingen zusammen,
7 Isaak aber sagte zu Abraham, seinem Vater, folgendermaßen: Vater! Der aber sagte: Was ist, Kind? Er sagte: Siehe das Feuer und das Holz! Wo ist das Schaf für das Ganzfeueropfer?
8 Abraham aber sagte: Gott wird sich ein Schaf für das Ganzfeueropfer ausersehen, Kind. Nachdem sie aber beide zusammen gegangen waren,
9 kamen sie an den Ort, den ihm Gott gesagt hatte. Und dort erbaute Abraham die Opferstätte und legte das Holz darauf, und nachdem er Isaak, seinen Sohn. gebunden hatte, legte er ihn auf die Opferstätte oben auf das Holz.
10 Und Abraham streckte seine Hand aus, um das Messer zu nehmen, um seinen Sohn zu schlachten.
11 Da rief ihn ein Bote des Herrn vom Himmel her und sagte zu ihm: Abraham, Abraham. Der aber sagte: Siehe, hier bin ich.
12 Und er sagte: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nicht das Geringste an! Jetzt habe ich nämlich erkannt, dass du Gott fürchtest, und du hast deinen geliebten Sohn nicht geschont, meinetwegen.
13 Und als Abraham mit seinen Augen aufblickte, sah er, und siehe, ein Widder, mit seinen Hörnern verfangen im Strauch Sabek; und Abraham ging und nahm den Widder und brachte ihn als Ganzfeueropfer anstelle seines Sohnes Isaak dar.
14 Und Abraham gab jenem Ort den Namen: Der Herr hat gesehen, damit man heute sagt: Auf dem Berg zeigte sich der Herr.
15 Und der Bote des Herrn rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel her, indem er sagte:
16 Bei mir habe ich geschworen, sagt der Herr, weil du diese Tat getan hast und deinen geliebten Sohn nicht geschont hast, meinetwegen –
17 wahrlich werde ich dich mit meinem Segen segnen und ich werde deine Nachkommenschaft zahlreichst machen, wie die Sterne des Himmels und wie den Sand am Meeresstrand, und deine Nachkommenschaft wird die Städte der Feinde als Besitz bekommen.
18 Und in deiner Nachkommenschaft werden alle Volksstämme der Erde gesegnet werden, dafür, dass du auf meine Stimme gehört hast.

Abram

11. Jes 61, 1-9

1 Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich gesalbt hat; um frohe Botschaft den Armen zu bringen, hat er mich abgesandt, um die zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, um den Gefangenen Freilassung zu verkünden und den Blinden neue Sehkraft,
2 um auszurufen ein willkommenes Jahr des Herrn und einen Tag der Vergeltung, um zu trösten alle Trauernden,
3 dass den Trauernden Sions gegeben werde Herrlichkeit statt Asche, Freudensalbung statt Trauer, Prachtgewand statt eines Geistes der Verzagtheit; und man wird sie »Generationen der Gerechtigkeit« nennen, eine »Pflanzung des Herrn zur Verherrlichung«.
4 Und sie werden ewige Einöden wieder aufbauen, die früher Verwüsteten aufrichten; und die verwüsteten Städte werden sie erneuern, die für Generationen völlig verwüstet waren.
5 Und Fremdstämmige werden kommen und dein Kleinvieh weiden, und Andersstämmige als Pflüger und Winzer;
6 ihr aber werdet Priester des Herrn genannt werden, Diener Gottes; die Kraft der Völkerschaften werdet ihr verzehren und in ihrem Reichtum bewundert werden.
7 So werden sie zum zweiten Male das Land erben, und ewige Freude wird auf ihrem Haupt sein.
8 Denn ich bin der Herr, der Gerechtigkeit liebt und ungerechten Raub hasst, und ich werde ihnen ihren Lohn in Gerechtigkeit geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen.
9 Und bekannt werden sollen unter den Völkerschaften ihr Same und ihre Sprösslinge, jeder der sie sieht, soll sie erkennen, dass sie nämlich der Same sind, der von Gott gesegnet ist,

12. 4 Kön 4, 8-37

8 Und es geschah eines Tages, da kam Elisa nach Somana, und dort lebte eine große Frau, und sie drängte ihn, Brot zu essen. Und es geschah, jedes Mal, nachdem er genügend umhergewandert war, kehrte er dort ein, um Brot zu essen.
9 Und die Frau sagte zu ihrem Mann: Siehe, ich weiß doch, dass dieser, der immer zu uns kommt, ein heiliger Mann Gottes ist.
10 Machen wir ihm doch ein kleines Obergemach und stellen ihm dort ein Bett und einen Tisch und einen Sessel und einen Leuchter hinein, und es wird so sein: Wenn er zu uns kommt, wird er dort einkehren.
11 Und es geschah eines Tages, da kommt Elisa dorthin, und er kehrte im Obergemach ein und legte sich dort schlafen.
12 Und Elisa sagte zu Giezei, seinem Diener: Ruf diese Somaniterin! Und Giezei rief sie, und sie trat vor ihn hin.
13 Und er sagte zu ihm: Sag doch zu ihr: »Siehe, du hast uns diese ganze Überraschung bereitet. Was können wir für dich tun? Gibt es etwas zwischen dir und dem König und dem Anführer der Heeresmacht zu besprechen? Sie aber sagte: Nein! Ich wohne doch inmitten meines Volkes.
14 Und Elisa sagte zu Giezei: Was soll man nur für sie tun? Und Giezei, der Diener, sagte: Ja, in der Tat, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.
15 Und Elisa sagte: Ruf sie! Und er rief sie. Und sie trat an die Tür des Hauses.
16 Und Elisa sagte zu ihr: Dies sei zum Zeugnis: Um diese Zeit, sowie diese Stunde wieder auflebt, wirst du einen Sohn umfangen halten. Sie aber sagte: Nicht doch Herr, Mann Gottes verspotte deine Dienerin nicht!
17 Und die Frau empfing und gebar einen Sohn zu dieser Zeit, wie die Stunde wiederauflebte, so wie Elisa zu ihr gesprochen hatte.
18 Und der Junge wuchs heran. Und es geschah am Tag der Ernte, da ging der Junge hinaus zu seinem Vater zu den Erntearbeitern.
19 Und er sagte zu seinem Vater: Mein Kopf, ich habe Schmerzen. Und der sagte seinem Knecht: Bring ihn zu seiner Mutter zurück!
20 Und er nahm ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter. Und seine Mutter setzte ihn auf ihre Knie bis zum Mittag, da starb er.
21 Und sie trug ihn hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes und sie schloss die Tür zu ihm und ging hinaus.
22 Und die Frau rief ihren Mann und sagte: Schick mir doch einen der Knechte und eines der Maultiere. Und ich werde zum Mann Gottes eilen und dann wieder zurückkehren.
23 Und ihr Mann sagte ihr: Warum willst du heute zu ihm gehen? Es ist nicht Neumond und nicht Sabbat? Sie aber sagte: Friede!
24 Und sie sattelte das Maultier und sagte ihrem Knecht: Treibe es an, geh los, halte mich nicht auf zu reiten, außer ich sage es dir, und mache dich auf und ziehe zum Mann Gottes auf den Berg Karmel!
25 Und sie zog los und gelangte bis zum Mann Gottes auf den Berg. Und es geschah, als sie der Mann Gottes von Ferne sah da sagte er zu Giezei, seinem Knecht. Siehe, jene Somaniterin.
26 Und nun lauf ihr entgegen und frage sie: Ist dir Friede? Ist deinem Mann Friede? Ist deinem Jungen Friede? Und er lief ihr entgegen und fragte: Ist dir Friede? Ist deinem Mann Friede? Ist deinem Jungen Friede? Sie aber sagte: Friede!
27 Sie aber ging geradewegs auf den Mann Gottes auf den Berg zu und erfasste seine Füße. Und Giezei trat hinzu, um sie wegzustoßen. Und der Mann Gottes sagte zu ihm: Lass sie, denn tief bekümmert ist ihre Seele, und der Herr hat es vor mir verborgen und es mir nicht mitgeteilt.
28 Und die Frau aber sagte: Habe ich etwa einen Sohn von meinem Herr erbeten? Hast du es nicht getan? Sagte ich nicht: »Täusche mich nicht!«?
29 Und Elisa sagte Giezei: Gürte deine Hüfte und nimm meinen Stab in deine Hand und geh! Wenn du jemanden triffst, grüße ihn nicht, und wenn dich jemand grüßt, antworte ihm nicht! Und lege meinen Stab auf das Gesicht des Jungen!
30 Und die Mutter des Jungen sagte: Beim Leben des Herrn und dem Leben deiner Seele, auf keinen Fall werde ich dich verlassen. Und Elisa stand auf und ging hinter ihr her.
31 Und Giezei war ihm vorausgegangen und legte den Stab auf das Gesicht des Jungen, aber es gab keinen Ton und nichts zu hören. Und Giezei kehrte um, Elisa entgegen, und sagte ihm und meldete ihm: Der Junge ist nicht aufgewacht.
32 Und Elisa ging in das Haus hinein, und siehe: Der Junge lag tot auf sein Bett gebettet. 33 Und Elisa ging hinein und schloss die Tür hinter ihnen beiden und betete zum Herrn.
34 Und er stieg hinauf und legte sich auf den Jungen und legte sein Gesicht auf dessen Gesicht und seine Augen auf dessen Augen und seinen Mund auf dessen Mund und seine Hände auf dessen Hände. Und er beugte sich über ihn und lag auf ihm. Und die Körperteile des Jungen wurden warm.
35 Und Elisa wandte sich und ging im Haus hin und her, und stieg wieder hinauf und beugte sich über den Jungen und hauchte ihn an und benahm sich auf dem Jungen wie ein Mann siebenmal, da bewegte sich der Junge und öffnete seine Augen.
36 Und Elisa rief den Giezei und sagte: Ruf mir diese Somaniterin! Und Giezei rief sie, und sie kam zu ihm herein. Und Elisa sagte ihr: Nimm deinen Sohn!
37 Und als sie eintrat, fiel die Frau ihm zu Füßen auf ihre Knie und beugte sich zur Erde, und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.

13. Jes 63, 11-64, 5

11Und er gedachte vergangener Tage, er, der aus dem Landes den Hirten des Kleinviehs aufsteigen ließ; wo ist er, der in sie seinen heiligen Geist legte?
12 Der mit seiner Rechten Mose leitete – der Arm der Herrlichkeit tat es? Er zerteilte das Wasser vor seinem Angesicht, um sich einen ewigen Namen zu machen.
13 Er führte sie durch den Meeresgrund wie ein Pferd durch die Wüste, und sie ermatteten nicht,
14 und wie eine Herde durch die Ebene. Der Geist stieg vom Herrn hernieder und führte sie ihren Weg so führtest du dein Volk, um dir einen herrlichen Namen zu machen!
15 Wende dich uns vom Himmel her zu und sieh aus deinem heiligen und herrlichen Haus! Wo sind dein Eifer und deine Kraft? Wo ist die Fülle deiner Barmherzigkeit und deines Erbarmens, dass du uns ertragen hast?
16 Denn du bist unser Vater, weil Abraham uns nicht kannte und Israel nicht von uns wusste, wohl aber du, o Herr, unser Vater! Rette uns, von Anfang an ist dein Name über uns!
17 Warum schicktest du uns in die Irre, o Herr, von deinem Weg, warum verstocktest du unsere Herzen, sodass wir dich nicht mehr fürchteten? Wende dich uns zu um deiner Diener willen, um der Stämme deines Erbes willen,
18 damit wir in Kürze einen Anteil an deinem heiligen Berg haben werden, wo doch unsere Feinde dein Heiligtum zertreten haben!
19 Wir sind so geworden, wie es zu Anfang war, als du noch nicht über uns die Herrschaft ergriffen hattest und dein Name noch nicht über uns genannt worden war.

1 Wenn du den Himmel öffnest, wird Zittern vor dir die Berge ergreifen. und sie werden dahinschmelzen,
2 wie Wachs vor dem Feuer dahinschmilzt. Und Feuer wird die Feinde verbrennen, und der Name des Herrn wird unter den Feinden offenbar sein; vor deinem Angesicht werden die Völkerschaften erbeben.
3 Wenn du deine berühmten Taten tust, wird Zittern vor dir die Berge ergreifen.
4 Seit Ewigkeit haben wir nicht gehört und unsere Augen nicht gesehen einen Gott außer dir und deine Werke, die du denen erweisen willst, die auf Barmherzigkeit harren.
5 Denn er wird denen begegnen, die das Gerechte tun, und sie werden deiner Wege gedenken. Siehe, du gerietest in Zorn, und wir haben gesündigt; deshalb gingen wir in die Irre.
6 Und wir alle wurden wie Unreine; wie der Lappen einer abseits sitzenden Frau ist all unsere Gerechtigkeit; und wir fielen ab wie Blätter infolge unserer Verstöße, so wird uns der Wind davontragen.

14. Jer 31, 31-34

31 Siehe, Tage kommen, sagt der Herr, da werde ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen,
32 nicht nach der Art des Bundes, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe am Tag, als ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, denn sie hielten an meinem Bund nicht fest, und ich habe mich nicht um sie gekümmert, sagt der Herr.
33 Denn dies ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, sagt der Herr: Wenn ich sie gebe, werde ich meine Gesetze in ihren Verstand geben, und auf ihre Herzen werde ich sie schreiben. Und ich werde ihr Gott ein, und sie werden mein Volk sein.
34 Und sie werden sich nicht gegenseitig belehren müssen, jeder seinen Mitbürger und jeder seinen Bruder: »Erkenne den Herrn!« Denn alle werden mich kennen, von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, denn ich werde gegen ihre Ungerechtigkeiten gnädig sein und ihrer Sünden werde ich mich nicht mehr erinnern.

Die 3 Juenglinge im Feuerofen

15. Dan 3, 1-56

1 Im 18. Jahr machte König Nebukadnezzar, der über Städte und Länder und alle Bewohner von Indien bis Äthiopien regierte, ein goldenes Standbild; seine Höhe betrug sechzig Ellen und seine Breite zwölf Ellen, und er stellte es in die Ebene des Umlandes von Babylonien.
2 Und Nebukadnezzar, der König der Könige und der Herrscher über die ganze bewohnte Erde, sandte Boten aus, um alle Völker und Stämme und Sprachen, Satrapena und Heerführer, Orts-und Gebietskommandanten, Verwalter und die jeweils in einem Land Bevollmächtigten und alle auf der bewohnten Erde zu versammeln: Sie sollten zur Einweihung des goldenen Standbildes kommen, das der König Nebukadnezzar aufgestellt hatte.
3 Und die Vorgenannten stellten sich vor das Standbild,
4 und der Herold verkündete den Volksmengen: Ich teile euch mit, Völker, Volksgruppen und Sprachen:
5 Wenn ihr den Klang von Trompete, Flöte, Leier, Harfe, Saiteninstrument und des Zusammenklangs aller Art von Musik hört, sollt ihr niederfallen und euch vor dem goldenen Standbild niederwerfen, das König Nebukadnezzar aufgestellt hat.
6 Und jeder, der nicht niederfällt und sich nicht niederwirft, – ihn werden sie in den Feuerofen hineinwerfen.
7 Und zu jenem Zeitpunkt, als alle Völker die Trompete und den ganzen Schall der Musik hörten, fielen alle Volker, Stamme und Sprachen nieder und warfen sich vor dem goldenen Standbild nieder, das Nebukadnezzar aufgestellt hatte.
8 Zu jenem Zeitpunkt traten chaldäische Männer heran und beschuldigten die Judäer.
9 Und sie ergriffen das Wort und sagten: Herr, König, bis in Ewigkeit lebe!
10 Du, König, hast angeordnet und entschieden, dass jeder Mensch, der die Trompete und den ganzen Schall der Musik hört, niederfallen und sich vor dem goldenen Standbild niederwerfen soll
11 und dass der, der sich nicht niederwirft, in den brennenden Feuerofen hineingeworfen werden wird.
12 Es gibt aber judäische Männer, die du über das Land Babylonien eingesetzt hast, Sedrach, Misach, Abdenago, jene Männer fürchteten dein Gebot nicht und dienten deinem Götzenbild nicht und warfen sich nicht vor deinem goldenen Standbild nieder, das du aufgestellt hast.
13 Darauf ordnete Nebukadnezzar wutentbrannt in Zorn an, den Sedrach, Misach, Abdenago zu ihm zu führen. Darauf wurden die Menschen zum König geführt.
14 Und der König Nebukadnezzar sah sie zusammen an und sagte zu ihnen: Sedrach, Misach, Abdenago, warum dient ihr meinen Göttern nicht und werft euch nicht vor dem goldenen Standbild nieder, das ich aufgestellt habe?
15 Und nun, wenn ihr bereit seid, beim Hören der Trompete und jeglichem Schall von Musik niederzufallen und euch vor dem goldenen Standbild niederzuwerfen, das ich aufgestellt habe, ist es gut – wenn aber nicht, dann wisset, dass ihr, weil ihr euch nicht niederwerft, zur selben Stunde in den brennenden Feuerofen hineingeworfen werden werdet. Und was für ein Gott wird euch aus meinen Händen befreien?
16 Sedrach, Misach, Abdenago aber antworteten und sagten zum König Nebukadnezzar: König, wir haben es nicht nötig, dir in Bezug auf diese Anordnung zu antworten.
17 Denn der Gott im Himmel ist unser einziger Herr, den wir fürchten, der mächtig ist, uns aus dem Feuerofen zu befreien; und aus deinen Händen, König, wird er uns befreien.
18 Und daraufhin wird dir deutlich sein, dass wir weder deinem Götzenbild dienen noch uns vor deinem goldenen Standbild, das du aufgestellt hast, niederwerfen.
19 Darauf wurde Nebukadnezzar von Wut erfüllt, und der Ausdruck seines Gesichtes veränderte sich gegen sie, und er ordnete an, den Ofen siebenfach zu heizen, mehr als nötig war, ihn zu heizen.
20 Und er ordnete an, dass die stärksten Männer von denen in der Streitmacht, die um Azarias herum an den Füßen zusammenbinden und in den brennenden Feuerofen hineinwerfen sollten.
21 Darauf wurden jene Männer, die ihre Sandalen anhatten und ihre Turbane auf ihren Köpfen, samt ihrer Kleidung an den Füßen zusammengebunden und in den Feuerofen hineingeworfen.
22 Als nun die Anordnung des Königs drängte und der Ofen über das frühere Maß hinaus siebenfach angeheizt war, da banden die ausgewählten Männer sie an den Füßen zusammen und führten sie an den Ofen heran und warfen sie in ihn hinein.
23 Die aus dem Ofen herauslodernde Flamme steckte jedoch die Männer in Brand, die die um Azarias herum an den Füßen gefesselt hatten, und tötete sie, diese aber wurden bewahrt.
24 So beteten nun Ananias und Azarias und Misael und stimmten für den Herrn Loblieder an, als der König angeordnet hatte, sie in den Ofen zu werfen.
25 Azarias aber trat hin und betete so, und er öffnete seinen Mund und bekannte den Herrn zusammen mit seinen Gefährten inmitten des Feuers, während der Ofen von den Chaldäern von unten heftig geheizt wurde, und sie sagten:
26 Gepriesen bist du Herr, Gott unserer Väter, und lobwürdig ist und verherrlicht dein Name und gerühmt bis in die Ewigkeiten.
27 Denn du bist gerecht in allem, was du an uns getan hast, und alle deine Werke sind wahr, und deine Wege sind gerade, und alle deine Beurteilungen sind wahr.
28 Und Urteile von Wahrheit hast du gemacht bei allem, was du über uns gebracht hast und über deine heilige Stadt, die Stadt unserer Väter, Jerusalem; denn mit Wahrheit und Beurteilung hast du dies alles getan wegen unserer Sünden.
29 Denn wir haben in allem gesündigt und gesetzwidrig gehandelt, indem wir uns von dir entfernten, und wir haben uns in allem versündigt.
30 Und dem Gehorsam deines Gesetzes haben wir nicht gehorcht, und haben sie nicht bewahrt und nicht getan, wie du uns geboten hast, damit es uns gut gehe.
31 Und nun, alles, was du über uns gebracht hast, hast du durch eine wahre Beurteilung getan,
32 und du hast uns in die Hände unserer gesetzlosen Feinde und ganz feindseliger Abtrünniger ausgeliefert und einem ungerechten König, dem bösesten auf der ganzen Erde.
33 Und nun steht es uns nicht zu, den Mund zu öffnen, Schande und Schmach widerfuhr deinen Dienern und denen, die dich verehren.
34 Liefere uns nicht endgültig aus wegen deines Namens, und deinen Bund löse nicht auf!
35 Und entferne deine Barmherzigkeit nicht von uns wegen Abraham, dem von dir Geliebten, und Isaak, deinem Knecht, und Israel, deinem Heiligen!
36 Wie du zu ihnen gesprochen hast, du werdest ihren Samen sehr zahlreich machen, wie die Sterne des Himmels an Menge und wie der Sand am Strand des Meeres.
37 Denn, Gebieter, wir wurden kleiner gemacht als alle Völker, und wir sind heute niedergeschlagen auf der ganzen Erde wegen unserer Sünden.
38 Und es gibt in dieser Zeit keinen Leiter und Propheten und Anführer, weder Ganzopfer noch Brandopfer noch Opfergabe noch Räucheropfer noch einen Ort, Früchte vor dir darzubringen und Barmherzigkeit zu finden.
39 Aber mit zerbrochener Seele und niedergeschlagenem Geist mögen wir angenommen werden!
40 Wie beim Ganzopfer von Widdern und Stieren und wie bei Zehntausenden von fetten Lämmern, so geschehe unser Brandopfer heute vor dir, denn keine Schande ist bei denen, die auf dich vertrauen, und hinter dir die Annahme vollenden!
41 Und nun folgen wir dir mit unserem ganzen Herzen nach und fürchten dich und suchen dein Angesicht.
42 Beschäme uns nicht, sondern tue mit uns entsprechend deiner Nachsicht und der Fülle deiner Barmherzigkeit
43 und befreie uns, deinen Wundern entsprechend, und gib deinem Namen Herrlichkeit, Herr!
44 Und alle mögen zuschanden werden, die gegenüber deinen Knechten Böses an den Tag legen, und sie mögen von jeder Herrschaft beschämt werden, und ihre Stärke möge zerbrochen werden!
45 Sie sollen erkennen, dass du allein der Herr bist und voller Herrlichkeit auf der ganzen bewohnten Erde!
46 Und während sie die drei mit einem Mal in den Ofen hineinwarfen – und der Ofen glühte seiner Hitze entsprechend siebenfach –, und als sie sie hineinwarfen, befanden sich die einen, die sie hineingeworfen hatten, über ihnen, die anderen aber heizten von unten mit Naphtaöl und Hanf und Pech und Reisig unterhalb von ihnen.
47 Und die Flamme verbreitete sich hoch über den Ofen hinaus bis zu 49 Ellen
48 und schlug hinaus und verbrannte, wen von den Chaldäern sie um den Ofen herum fand.
49 Ein Engel des Herrn aber war zusammen mit denen um Azarias in den Ofen hinabgestiegen und stieß die Feuerflamme aus dem brennenden Ofen heraus
50 und machte die Mitte des Ofens so, wie wenn ein Tauwind hindurchweht, und das Feuer berührte sie in keiner Weise und verletzte und belästigte sie nicht.
51 Die drei aber begannen wie aus einem Mund Loblieder anzustimmen und verherrlichten und priesen und erhöhten Gott im Ofen:
52 Gepriesen bist du, Herr, Gott unserer Väter, und lobwürdig und über alle Maßen erhöht bis in alle Ewigkeiten.
53 Und gepriesen ist dein heiliger, herrlicher Name und über alle Maßen lobwürdig und erhöht bis in alle Ewigkeiten.
54 Gepriesen bist du auf deinem Königsthron und über alle Maßen besungen und über alle Maßen herrlich bis in alle Ewigkeiten.
55 Gepriesen bist du, der in Abgründe blickt, während er über den Cherubim thront, und lobwürdig und verherrlicht bis in alle Ewigkeiten.
56 Gepriesen bist du am Firmament und lobwürdig und verherrlicht bis in alle Ewigkeiten.

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