Seit vielen Jahren führt Vater Andrej Lemeschonok Gesprächsabende mit Gemeindemitgliedern durch, bei denen er ihre Fragen beantwortet. Vor einigen Jahren erschienen die Fragen und Antworten in Buchform in russischer Sprache. Auf unserer neuen Webseite haben Sie nun Gelegenheit, einige dieser Fragen und Antworten auf deutsch zu lesen. Außerdem laden wir Sie ein sich daran zu beteiligen. Sie können uns Ihre Fragen gern per E-Mail schicken oder sie interessierende Themen aus den vorhandenen Rubriken auswählen. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!
Ich habe an Sie folgende Frage. Während meiner Erkrankung (schwere Psychose) habe ich mein Kind sehr gekränkt. Ich habe sie geschlagen, meinen Mann gekränkt, ich hatte mich nicht unter Kontrolle. Es sind 7 Jahre vergangen, und jetzt sagt mir mein Kind, dass es mir nicht vergeben kann. Sie ist 23 Jahre alt, es fällt ihr schwer, sich mit mir zu unterhalten, sie kommt zu mir und sagt, dass sich viele Kinder von ihren Eltern lossagen. Was soll ich tun? Zu wem kann ich beten?
In Verbindung mit einer Erkrankung kommuniziere ich auf den Rat des Priesters hin jede Woche seit bereits drei Monaten. In letzter Zeit durchlebe ich vor der Kommunion oder danach eine sehr starke Anspannung, ich raste gegenüber meinen Mitmenschen aus, danach fühle ich Angst und Schuld vor dem Herrn. Vielleicht sollte ich seltener kommunizieren, nur dann, wenn ein solch starkes Bedürfnis besteht?
Ich bitte ums Gebet für meine Tochter Nadjeschda. Sie ist 15 Jahre alt, und hat sich übers Internet in einen Jungen verliebt, den sie noch nie gesehen hat (er wohnt weit weg), aber sie ist ihm vollständig verfallen. Sie wartet auf seine Briefe, geht nicht auf die Straße, schränkte den Kontakt mit ihren Altersgenossen im realen Leben ein. Wegen ihr schmerzt meine Seele. Väterchen, sagen Sie, welches Gebet sollte ich am besten für sie lesen!
Wenn der Mensch nicht sündigen will, auf seine Gedanken achtet, stets daran denkt, dass Gott um uns ist und uns sieht, kann man dies tun, ohne das Jesusgebet zu beten?
Was gibt eine häufige Kommunion? Der Herr kann uns durch die Kraft des Heiligen Geistes nicht nur während der Kommunion verändern. Wenn wir öfter kommunizieren, werden wir dann schneller verwandelt und lernen zu lieben?
Bereits seit 14 Jahren verstehe ich mich nicht mit meinem Sohn, der irgendwie gekränkt ist und ich weiß nicht warum. Ich habe ihn gefragt: „Sag mir, worin ich mich schuldig gemacht habe dir gegenüber?“ Die Antwort war: „Du wirst verstehen, dann werden wir uns unterhalten.“ Ich habe bei ihm um Verzeihung gebeten und gesagt: „Verzeih mir, wenn ich schuld bin.“, aber sein Ohr blieb verschlossen. Mir tut es sehr weh, dass es keinerlei Verständigung gibt, und er mich den Enkel nicht sehen lässt. Der Sohn ist getauft, geht aber nicht in die Kirche. Er hat eine Familie, das Sakrament der Ehe wurde vollzogen, seine Frau verhält sich auch so komisch zu mir. Meinerseits habe ich alles getan, was normale Eltern tun. Ich habe ihn das Laufen gelehrt, er hat eine gute Bildung erhalten (ich half beim Lernen in der Schule und am Institut), nach Beendigung des Institutes und seiner Heirat habe ich der jungen Familie in allem geholfen, auf ihre Bitte hin, ich wurde niemals der Anrufe und der Besuche bei ihnen überdrüssig. Bevor ich komme, rufe ich an und bitte um die Möglichkeit, zu kommen. Ich weiß nicht, was passiert ist. Mir als Mutter tut es sehr weh, dass sich der Sohn von mir losgesagt hat. Ich bin überall bei ihm auf der schwarzen Liste, sowohl im Telefon als auch in den sozialen Medien. Er wohnt in Russland, ich bin erst kürzlich nach Minsk gekommen (ich habe geheiratet und bin umgezogen). So sehr möchte ich aus dem Mund des Sohnes die Worte hören: „Mama, hilf mir bitte!“
Ich habe zwei Kinder (5 und 1,5 Jahre). Wir sind oft sehr müde, wenn ich abends den Kleinen schlafen lege, kann es sein, dass ich schneller einschlafe als er. Aber wenn ich mich überwinde zu beten, dann kann ich mich nicht konzentrieren, das Herz bleibt kalt. Dann tausche ich die Abendgebete mit der Regel des Hl. Seraphim von Sarow. Tue ich das Richtige?
Ich habe verstanden, dass ich ohne Gott nicht einmal Gutes wünschen kann. Ich beschloss, wenn nichts stört, jeden Sonntag zu kommunizieren. Aber in einem Buch habe ich gelesen, dass durch die häufige Kommunion die Ehrfurcht verloren geht.
Man hört oft von gläubigen Menschen, dass sie um der Kinder willen leben. Wie groß sollte das Maß der Einmischung in das Leben der Kinder, Enkel sein?
Es kommt vor, dass du morgens oder abends, nachdem du es nicht geschafft hast, die Morgen- oder Abendgebete zubeten, dich mit deinem Mann streitest, danach lässt es dein Gewissen nicht zu, die Gebete zu lesen, denn ich erlebe ein solches Gefühl, als ob der Herr böse auf mich ist und Er meine wertlosen Gebete nicht braucht. Was macht man in dieser Situation?
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