Sie meinen wohl, dass wir Bänke wie in der katholischen oder evangelischen Kirche aufstellen sollen? Wir haben, bitte schön, Bänke und Stühle, wenn jemand krank ist. Aber manchmal muss der Mensch stehen. Das ist unsere Tradition in der Orthodoxie. Wir sitzen eher bei Konzerten oder im Kino.
Jetzt zum Beispiel sitzen wir bei der Versammlung, denn nach diesem Arbeitstag sind wir ermüdet, haben uns die Hacken abgelaufen. Aber wenn wir anfangen zu beten, dann stehen wir auf. Wenn wir sitzend beten, ist das nicht dasselbe. Hat jemand nicht die Kraft zu stehen, bitte, setzen Sie sich auf die Bänkchen.
Der Gottesdienst in der orthodoxen Kirche ist lang und schwer verständlich. Und es gibt in diesem Gottesdienst den Kampf mit dem Leib, mit der Müdigkeit. Wir kämpfen mit unserer gefallenen Natur, wir gewinnen unseren Geist, unser Herz für das Gebet zurück. Es läuft ein Kampf auf Leben und Tod. Wir sollen vor Gott ausharren.
Es sind auch Mikrophone nötig, damit man den Gottesdienst hören kann. Wir danken Gott für die Möglichkeit, das Gebet zu verkünden. Wenn man in irgendeiner Gemeinde den Wunsch hat, mehr Bänkchen aufzustellen, dann entscheidet das der Vorsteher, der Gemeinderat. Ich denke, so etwas ist möglich. Aber es ist besser, zu lernen vor Gott zu stehen.