Seit vielen Jahren führt Vater Andrej Lemeschonok Gesprächsabende mit Gemeindemitgliedern durch, bei denen er ihre Fragen beantwortet. Vor einigen Jahren erschienen die Fragen und Antworten in Buchform in russischer Sprache. Auf unserer neuen Webseite haben Sie nun Gelegenheit, einige dieser Fragen und Antworten auf deutsch zu lesen. Außerdem laden wir Sie ein sich daran zu beteiligen. Sie können uns Ihre Fragen gern per E-Mail schicken oder sie interessierende Themen aus den vorhandenen Rubriken auswählen. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!
Wie viele Kapitel des Hl. Evangeliums unseres Herrn Jesu Christi sollte ein orthodoxer Christ lesen, damit seine Seele gerettet wird?
Was bedeutet es, dass Du trauerst und zu weinen anfängst, während Du für die Seelenruhe der Angehörigen betest?
Weshalb braucht Gott es, dass wir Ihn die ganze Zeit loben: morgens, am Tage, abends? Weshalb muss man so oft und so lange beten?
Wie erlernt man die Achtsamkeit des Verstandes und Geduld?
Sagen Sie mir, wie ich für den trinkenden Mann und den trinkenden Sohn beten kann?
Ich bete seit 12 Jahren, aber ein lebendiger Glaube existiert nicht, alles kommt vom Verstand, alles ist tot. Hört Gott denn mein Gebet, wenn ich mich selbst nicht höre?
Wie gestalte ich auf rechte Weise den Umgang mit Gott im Gebet, worauf sollte man dabei achten?
Um beten zu lernen, muss man sich bemühen jene Worte, die Sie lesen, im Verstand und im Herzen zu hören. Man muss so oft wie möglich, Gottes gedenken, daran, dass Gott uns sieht, und für alles, was wir auch tun, Gottes Segen erbitten. Wenn wir uns zwingen, wenn wir uns ständig bemühen, dann entwickelt sich mit der Zeit, die Gewohnheit zu beten und Sie können bald nichts mehr tun, ohne zu beten. Wenn Sie die Gnade Gottes verlässt, dann werden Sie das spüren und sie werden deswegen leiden. Aber diese Leiden werden Ihnen helfen, Ihr Leben auszurichten, Fehler auszubessern. Wer sich um des Herrn willen zwingt, der wird auch in das Himmelreich eingehen
„Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan und Gewalttätige reißen es an sich.“ (Mt. 11, 12), so sagt uns das Evangelium. Wenn wir uns dem Leben der Heiligen zu wenden, deren Gedächtnis wir jeden Tag feiern, zum Beispiel des Hl. Seraphim von Sarow, dann sehen wir, dass ihr Weg kein einfacher war, aber es war der Weg zum Licht. Wie schwer und eng er auch in einigen Momenten des Lebens sein mag, die ewige Freude liegt vor uns. Und dank dieser Freude lohnt es sich, sich etwas einzuschränken und dem großen Ziel unterzuordnen – der Erlangung des Heiligen Geistes.
Was heißt es, während des Gottesdienstes zu Gott zu beten? Einfach dem Ganzen zuhören, sei es auch mit Aufmerksamkeit, was in der Kirche gesungen und gelesen wird, ist doch noch kein Gebet.
Aber genau das ist ein gemeinsames Gebet. Es wird nicht einfach als Hintergrundgeräusch gesungen und gelesen. Wir singen, wir beten, wir nehmen am Gottesdienst teil. Und das sind nicht einfach Worte, denn die gottesdienstlichen Bücher wurden alle von den Heiligen Vätern erstellt. Und der ganze Kirchenzyklus ist der Zyklus der Ewigkeit.
Aber wenn Sie nicht verstehen, nicht hören, wenn schlecht gelesen wird oder Sie sind in irgendeinem Zustand, in dem es schwer fällt, die Worte des Gottesdienstes aufzunehmen, dann beten Sie das Jesusgebet, damit sich Ihr Verstand nicht ablenken lässt.
Wenn ich in der Kirche oder zu Hause bete, dann kommen oft unzüchtige Gedanken in mir hoch. Wie kann ich mit ihnen kämpfen? Wie lernt man sie abzublocken?
Wie kann man zu Hause die Gebete lesen: sitzend oder kniend, laut oder still?
Stellen Sie dem Priester Ihre Frage