Das menschliche Herz kann zur Krippe werden,in der Christus leben wird

8. Januar 2022

Worte des Geistlichen Vaters

Worte des Geistlichen Vaters

Zunächst möchte ich allen ganz herzlich zum Weihnachtsfest gratulieren!

In der Geschichte der Kirche gab es Asketen, die ihr ganzes Leben Gott hingaben und sich selbst dazu nötigten, mit seinem von der Erde genommenen Leib und mit den Sünden um der Liebe willen zu kämpfen. Wir sind keine Asketen, aber heute haben wir Gott diese Nacht geschenkt und wissen, dass der Herr hundertfach zurückzahlt. Er nahm das Opfer der Witwe an. Auch wir werden wie die Witwe nicht viel bringen können. Aber in dieser Nacht haben wir aus den Federn erhoben und kamen in die Kirche des Herrn, um dem Herrn zu seinem Geburtstag zu gratulieren. Nicht wir geben Ihm Geschenke, sondern Er gibt uns Seine himmlische Liebe. Und was bringen wir Ihm? Das müssen die Priester fragen, die die Beichte hören. Aber was hat er uns zu geben? Die Liebe Gottes ist grenzenlos, sie kann nicht mit menschlichen Maßstäben gemessen werden, sie wird immer um uns sein. Und solange ein Mensch lebt, in welcher Situation, unter welcher Lage er sich auch immer befindet, so wird er doch immer die Gelegenheit haben, von dieser Liebe berührt zu werden und selbst unter den traurigsten und düstersten Umständen sich zu reinigen und zu heiligen und von Freude erfüllt zu werden.

Viele Menschen kommen mit Aufregung, in Angst: Was sollen wir tun, das Kind, der Ehemann, die Ehefrau, Nachbarn gehen zugrunde; Was soll man lesen, wohin soll man gehen, wonach soll man suchen? Und der Ehrwürdige Seraphim von Sarow hat gesagt: "Erwirb Frieden in dir selbst und Tausende von Menschen werden um dich herum gerettet." Daher müssen Sie bei sich selbst schauen, das Reich Gottes beginnt im Menschen. Und das menschliche Herz kann auch eine Krippe werden, eine Krippe, in der Christus leben wird. Und Gott bewahre, dass wir kein Stück unseres Herzens Gott vorenthalten, weil Er auch nichts für unsere Rettung zurückgehalten hat. Und wenn diese alles besiegende und heiligende Liebe nicht gewesen wäre, hätten wir dann die ganze Nacht hier gestanden? Natürlich nicht. Aber wir wissen, dass wir zu dem Einen gehen, in dessen Händen unser ganzes Leben liegt, und nicht nur das zeitliche, sondern auch das ewige. Deshalb wünsche ich mir, dass wir an diesen Weihnachtsfeiertagen, in der ganzen heiligen Weihnachtszeit, Danksagungen für Gott darbringen, Weihnachtslieder singen, Gott loben, nicht in Trostlosigkeit und Verzweiflung verfallen, sondern um die himmlische Freude kämpfen.

Der Herr hat uns heute gewährt, Gott zu loben, und gäbe es Gott, dass dies in Ewigkeit so sei. Und die Ewigkeit ist nicht etwas Abstraktes und Fernes, sondern heute Nacht; denn Christus lebt bereits in uns, es gibt keinen Tod in uns und keine Sünde, sondern nur die Liebe Gottes. Lasst uns daher Gott danken und nach vorne schauen, in dem Wissen, dass ich alles in Jesus Christus tun kann, der mich stärkt (Phil 4,13).

Möge Gott uns schenken, dass Christus in unseren Herzen siegt. Ich danke allen für die Mühen des Gebets, für die Anstrengung dieses nächtlichen Gottesdienstes und wünsche allen Gottes Segen! Auf viele Jahre!

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