
Dank sei Gott für alles! Wie viele Milliarden Menschen leben auf dieser Erde? Aber wie leben sie, ohne Christus zu kennen? Nun irgendwie leben sie… Wir wissen bereits alles – was war, was ist und was sein wird. Der Herr hat uns schon alles gesagt. Selbst Taube und Blinde werden erkennen, hören und sehen. Was brauchen wir mehr? Alles ist da – hier ist das Glück, hier ist es! Christus ist in uns! Wo gibt es da Probleme? Wo ist ein Wortführer dieser Welt? (1 Kor 1,20) Wo sind die unlösbaren Aufgaben? Alles vermag ich durch Christus, Der mir Kraft gibt (vgl. Phil 4,13).
Doch unsere Natur ist verdorben. Sie weigert sich, sich zu demütigen, weigert sich zu sagen: „Das ist alles! Ich habe bereits alles empfangen, was möglich ist, in dieser und in der zukünftigen Welt! Denn Christus ist in mir und ich bin in Ihm.“ Welch eine Geduld, welch eine Liebe Gottes zum gefallenen Menschen! Ich staune darüber. Wir leben in einer wunderbaren Zeit: Geht in die Kirche, wachst im Glauben – niemand wird euch dafür umbringen. Lernt Demut. Jeder hat seine Nächsten um sich. Lernt, euren Kindern zuzuhören und sie zu verstehen. Lernt, einander zu gehorchen. Lernt, ein erfülltes Leben zu führen…
Jedem bleibt nur noch ein Augenblick – für manche ein langer, für andere ein kurzer. Aber es ist nur ein Augenblick, eine Sekunde. Und dann – das ewige Leben. Wie werden wir in diese Ewigkeit eingehen? „Ich bin an irdische Dinge gewöhnt… Ich habe das Gefühl, ich kann nicht ohne sie leben.“ Natürlich müssen wir transzendieren und uns über diese vergängliche Welt erheben. Wehe unseren Herzen! Warum „Wehe“? Weil wir in den Sorgen des Alltags gefangen sind und uns nicht über sie erheben können, wie Kranke… Aber der Herr kam zu den Kranken, um sie zu heilen. Unsere Herzen müssen erfüllt sein von Gedanken ans Paradies, Frieden und Liebe. Unser Verstand muss uns beständig zu Christus führen.
Was können wir in dieser Welt kaufen? Gott hat uns bereits alles geschenkt: „Hier ist meine Liebe, nehmt sie an!“ Und wir nehmen sie voller Furcht an, weil wir unwürdig sind. Wir sind unfähig, diese Liebe zu fassen und zu bewahren. Wir müssen uns vor unseren Nächsten verneigen und nicht auf ihre Krankheiten und ihre Dornen achten …
Christus wurde in diese Welt geboren! Die gesamte Menschheit hat jahrhundertelang auf diesen Moment gewartet. Und nun wurde er geboren! Worüber sollen wir denn noch reden? „Deins und meins“? Teilen, streiten? Kämpfen? Es gibt keinen Krieg mehr. Christus hat Frieden gebracht. Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens (Lk 2,14)! Doch die Menschen nahmen diese Liebe nicht an – und das ist das Beängstigende. Sie sagten: „Wir brauchen sie nicht! Wir haben unser eigenes Leben. Wir brauchen keine Veränderungen oder Umbrüche. Wir leben weiter wie bisher.“ Aber der Christ sagt: „Nein! Ich will mit Gott leben, koste es, was es wolle.“ Und es kostet viel – das Fleisch mit seinen Leidenschaften und Begierden zu kreuzigen (Gal 5,24). Aber so werden heilige Menschen geboren.

Natürlich sehnt sich der alte Mensch nicht nach Heiligkeit. Ich verrate euch ein Geheimnis: Ich bin im Moment kaum noch am Leben. Aber wäre das, was ich heute erlebe, vor zwanzig Jahren passiert, wäre ich zu Staub zerfallen. Doch jetzt werde ich bis zum Ende kämpfen! Auch wenn ich nichts will, werde ich Gott so gut wie möglich dienen. Und das wird der Sieg sein! Es ist töricht, sich auf seine Gefühle und Emotionen zu verlassen, auf die Vorstellung, man würde etwas wollen, und erst dann würde man Gott „wahrhaftig“ dienen. Unsere Natur begehrt nichts als Sünde. Wir müssen unsere „natürliche Ordnung“ überwinden und in Ewigkeit bei Gott bleiben. Ich wünsche jeder Seele, dass wir im neuen Jahr alles in unserem Leben ändern. Alles! Man kann nicht einfach einen Flicken auf einen alten Stoff nähen, sonst reißt alles. Wir müssen ein neues Leben beginnen!
„Heute, o Sohn Gottes, nimm mich zu deinem geheimnisvollen Abendmahl auf. Denn ich werde das Geheimnis deinen Feinden nicht offenbaren, noch dich wie Judas küssen, sondern wie der Schächer bekenne ich dich: Gedenke meiner, o Herr, in deinem Reich.“ Wie den Schächer nimmt der Herr uns alle in seine heilige Umarmung auf. Und davor brauchen wir uns nicht zu fürchten. Diese Welt wird euch nicht verstehen. Und selbst viele eurer Nächsten werden euch nicht verstehen. Aber wir beten für unsere Nächsten, dass sie ihre Augen öffnen und Gott in ihrem Leben sehen. Dafür müssen wir arbeiten. Ihr Frauen, betet für eure Männer! Ihr Männer, betet für eure Frauen und Kinder! Wir dürfen nicht nachgeben. Will der Feind uns wirklich für eine lächerliche Summe kaufen? Sie ist wertlos. Vor vielen Jahren las ich, dass eine Zeit kommen würde, da das Geld auf den Straßen liegen und niemand es aufheben würde. Denn eines wird nötig sein (vgl. Lukas 10,42): Liebe, Glaube und Hoffnung. Hoffen wir, dass wir diese Schätze noch erlangen können, damit wir ewig leben!