Über den Hl. Paisios vom Heiligen Berg

30. Juni 2021

Hl Paisios vom Heiligen Berg

Beziehungen eines Funkers

Starez Paisios erzählt: „Ich erinnere mich, dass ich vor meiner Abreise zur Armee zur heiligen Barbara gebetet und um ihre Hilfe gebeten habe. Ich habe diese Heilige verehrt, weil ich von Kindheit an in der Kirche der heiligen Großmärtyrerin Barbara gebetet habe. "Lass mich im Krieg in Gefahr kommen, solange ich keinen Menschen töte", bat ich. Und wie hat der gute Gott alles arrangiert! Diejenigen, die besser ausgebildet waren als ich, wurden als gewöhnliche Soldaten an die Front geschickt, und ich mit meiner Grundschulbildung kam zu den Funkern! Da sagten sie zu mir: "Sie haben mächtige Gönner." "Ja, welche Art von Gönnern habe ich", antwortete ich, "ich habe hier keine Bekannten." "Okay, hör auf zu scherzen. Antworte, wen kennst Du im Generalstab?" Als die Leute weiter darauf bestanden, antwortete ich ihnen: "Ich habe Christus in meinem Generalstab." Und so kam es, dass ich nie die Waffen ergriffen habe. "

Wem Gott hilft

„In einer Schlacht“, sagte der Starez, „habe ich mir ein kleines Erdloch gegraben. Ein Soldat kroch auf mich zu und fragte mich. Ich machte Platz, und mit Mühe saßen wir in diesem engen Graben. Als ein weiterer Soldat angekrabbelt kam, stieg ich aus dem Graben und gab ihm die Gelegenheit, in Deckung zu gehen. Plötzlich traf mich ein Splitter am Kopf! Ich hatte keinen Helm auf, nur eine Kapuze. Ich untersuchte meinen Kopf mit meiner Hand und fühlte kein Blut. Ich tastete nochmals, wieder nichts! Der Splitter hatte die Haare vom Kopf abrasiert und hinterließ einen kahlen Streifen von sechs Zentimetern Breite. Aber sonst hatte ich keinen Kratzer abbekommen.

Als ich Platz für die Jungs im Graben machte, tat ich es von Herzen. Ich dachte damals: „Besser wenn sie mich jetzt ein für alle Mal töten, als jemand anderen. Denn dann wird mich mein Gewissen für den Rest meines Lebens töten. Wie könnte ich den Gedanken ertragen, dass ich ihn hätte retten können und es nicht tat?“ „Natürlich kommt Gott jenen zu Hilfe, die sich für andere opfern.“

"Wir werden unseren eigenen Weg finden"

Starez Paisios erzählte: „Es kamen einmal Leute aus einer christlichen Bruderschaft in meine Einsiedelei. Selbstbewusst redeten sie sich die Köpfe heiß: Wir brauchen niemanden! Wir finden selbst unseren Weg!"

Wer weiß schon, warum sie so wurden? Anscheinend standen sie unter großem Druck und rebellierten deshalb. Als sie gehen wollten, fragten sie mich, wie man auf die Hauptstraße zum Iweron-Kloster gelangt. „Wohin sollen wir gehen?“ „Nun, Brüder“, antwortete ich ihnen, „ihr habt gesagt, dass ihr den Weg selbst finden würdet, dass ihr niemanden braucht. War es nicht das, was ihr gerade gesagt habt? Nun, was diesen Weg betrifft, ist es in Ordnung: wenn ihr euch verirrt. Nachdem ihr ein wenig gelitten habt, werdet ihr etwas weiter jemanden treffen, der euch sagen wird, wie ihr weiter kommt. Aber wie könnt ihr selbst ohne Führer jenen anderen Weg finden, der euch hinauf führt, zum Himmel erhebt?“

Darauf sagt einer von ihnen nachdenklich: "Brüder, der Vater hat Recht."

(Quelle: Kurzgeschichten über das Wesentliche. Orthodoxer Kalender 2017 Minsk: Kloster der Hl. Elisabeth, 2016)

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