Über den Serbischen Patriarch Pawel (Teil 2)

16. Oktober 2021

Serbischen Patriarch Pawel

“Eure Helligkeit”

Einer der bekanntesten serbischen Fotojournalisten, Vitzan Vitzanovic, kam, um den Patriarchen für sein Magazin zu fotografieren. Aber als Atheist wusste er nicht genau, wie er den Patriarchen ansprechen sollte. Während der Dreharbeiten wollte er erklären, wie man sich richtig hinstellt, um ein gutes Bild zu bekommen, und sagte: "Eure Helligkeit ..." Worauf der Patriarch antwortete: "Wenn ich “Eure Helligkeit” bin, wozu brauchst du dann einen Blitz?"

"Wartburg-Peugeot"

Patriarch Pawel vermied es lange Zeit, ein Auto zu kaufen, sowohl für den eigenen Bedarf als auch für den Bedarf der Diözese. Er sagte: "Bis nicht jedes serbische Haus im Kosovo ein Auto hat, werde ich es auch keins haben." Aber am Ende stimmte er doch zu, einen "Wartburg" zu kaufen, da er billig und für den Transport von Gütern für die Kirche und andere Dinge geeignet war. Bischof Paul fuhr selten damit, denn meistens ging er zu Fuß. Von Kloster zu Kloster, von Kirche zu Kirche, durch die Diözese auf und ab ... und er wusste nicht, was es für Autos gibt.

Als ihn eines Tages Bischof Stefan von Schitsch besuchte, mit dem er seit den gemeinsamen Jahren am theologischen Seminar sehr eng verbunden war, und sie im Peugeot von Vladyka Stefan durch die Diözese fuhren, rief Vladyka Pawel begeistert aus: “Ach, Bruder Stefan, wie gut ist doch dein "Wartburg”!

Einfallsreichtum

Eine Frau kam zum Patriarchat mit der Bitte, mit dem Patriarchen in einer dringenden Angelegenheit zu sprechen, die sie ihm nur persönlich mitteilen kann. Eine solche Bitte war ungewöhnlich, und sie hatten es nicht eilig, die Besucherin vorzulassen, aber trug ihre Beharrlichkeit Früchte, und die Audienz fand statt.

Als die Frau den Patriarchen sah, sagte sie in großer Aufregung, dass sie in dieser Nacht von der Gottesmutter träumte, die befahl, dem Patriarchen Geld zu bringen, damit er sich neue Schuhe kaufen konnte. Und mit diesen Worten hielt die Besucherin einen Umschlag mit Geld hin.

Patriarch Pawel fragte, ohne den Umschlag zu nehmen, sanft: "Und zu welcher Stunde bist du ins Bett gegangen?" Die Frau antwortete überrascht: "Nun ... gegen elf." „Wissen Sie, ich bin später, gegen vier Uhr morgens, zu Bett gegangen“, sagt der Patriarch, „und ich habe auch von der Muttergottes geträumt und die hat mich gebeten, Ihnen zu sagen, dass Sie dieses Geld nehmen und denen geben sollen, die es wirklich brauchen." Und so hat er ihr Geld nicht genommen.

Quelle: Kurzgeschichten über das Wesentliche. Orthodoxer Kalender, 2017 -- Minsk: Kloster St. Elisabeth

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