Wir müssen unser ganzes Leben umkrempeln

8. Februar 2022

Worte des Geistlichen Vaters

wir muessen unser ganzes leben umkrempeln

Gefangen von den Naturgewalten dieser Welt schwimmen wir mit dem Strom. Wir werden von der Menge ergriffen, in der wir uns hinter dem Rücken von jemandem verstecken, und verfallen in einen Zustand, in dem wir aufhören zu denken, zu suchen, zu kämpfen. Wenn uns ein Netz der Gleichgültigkeit überzieht, wenn wir anfangen zu denken, dass sich nichts ändern lässt, und wir alles dem Zufall überlassen, dann verurteilen wir uns von vornherein zum Scheitern.

Daher ist es für uns wichtig, ein anderes Leben zu berühren, wo es einen Sieg gibt, den Sieg über Blut und Fleisch, über die Sünde, die in uns lebt. Es ist der Sieg über diese Welt mit ihren völlig falschen Gesetzen und Lebensregeln, der Sieg über den Teufel, der uns vorschreibt, wie wir leben sollen und uns dorthin führt, wo es keinen Gott gibt. Nachdem wir in die Kirche gekommen sind und Gott berührt haben, einen Moment der Liebe erlebt haben, möchten wir, dass diese Minute zur Ewigkeit wird, damit sie sich nicht in der Vergangenheit verliert und die Freude, die wir empfunden haben, als wir frei waren und außer von Gott, von niemandem abhingen, ewig dauert.

Der Herr lädt uns ein, an unserem Heil teilzuhaben. Der Herr gibt uns die Wahl. Und am Scheideweg stehend müssen wir, die wir schon verschiedene Epochen erlebt haben, unseren eigenen Weg finden. Und wenn wir den Weg der Christusnachfolge wählen, sollten wir nicht zurückblicken und jenen Gedanken und Gefühlen vertrauen, die uns natürlich verwirren und aufhalten wollen. Sie werden uns täuschen diese Gedanken: aber es sind doch meine Gefühle, es ist mein Zustand, ich will es so, mir scheint es so. Und wir verstehen bereits, dass man sich selbst nicht trauen kann. Wenn wir selbst den Weg in die Ewigkeit finden und das Ende erreichen könnten, wenn wir selbst unsere sündige Natur überwinden und verwandelt werden könnten, andere Menschen werden, warum musste dann Christus in diese Welt kommen? Warum wäre es dann notwendig für uns, für unsere Sünden am Kreuz zu sterben? Warum sollten wir dieses schreckliche Opfer brauchen, das dargebracht wurde, damit wir in unserer Wahl frei wären?

Gefangen in verschiedenen Lebensperspektiven, verschiedenen unserer eigenen Ideen, Plänen, fallen wir aus dem Leben heraus, auf das wir uns eigentlich einstellen sollten. Wir werden abgelenkt, indem wir unsere Probleme, Aufgaben lösen: wie wir unser Wohlbefinden steigern, wie wir den Lebensraum vergrößern, wie wir unsere Gesundheit verbessern, wie wir uns etwas Notwendiges aneignen. Aber über all dem vergessen wir die Hauptsache. Wenn wir uns anstrengen und viel Zeit für einige sogar sehr notwendige Dinge, Anschaffungen, Taten aufwenden, verlieren wir, weil die Seele entleert wird. Deshalb müssen wir unser gesamtes Leben, unser gesamtes Begreifen umgestalten.

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