Zum Fest der Taufe des Herrn

20. Januar 2022

Erzpriester Andrej Lemeschonok

Zum Fest der Taufe des Herrn

Ich gratuliere allen zum Fest der Taufe des Herrn, zum Theophaniefest!

Dieser Feiertag verrät uns, welchen Weg jeder von uns gehen soll. Dies ist der Weg zur Heiligkeit. Der Herr kam nicht nur auf die Erde, um das Wasser des Jordan zu heiligen, sondern um den Menschen zu heiligen, um ihn heilig zu machen. Der Herr kam auf diese Welt, um Seine Liebe zu geben und damit den Tod zu überwinden.

Das ganze Leben eines Christen ist ein Kampf um die Heiligung: um die Heiligung seiner Wohnung, seiner Taten, seines Körpers, seiner Gedanken, seiner Worte. Aber die Sünde lebt in einem Menschen, die ihn ständig beschmutzt und ihn stört, heilig zu leben, ihm Werte auferlegt, die leicht zu prüfen, zu kontrollieren sind, die in dieser Welt erworben werden können. Dies sind die Schweineschoten, mit denen man leben kann, wenn der Mensch nicht weiß, dass er die Möglichkeit hat, himmlische Nahrung zu sich zu nehmen. Und wenn die Seele Gott berührt, dann werden diese Schoten unerträglich; der Mensch sucht, wie seine Seele die Liebe Christi berühren kann. Ein Mensch sucht und findet in dieser Welt keine Gelegenheit, seine unsterbliche Seele glücklich zu machen. Es freue sich meine Seele im Herrn  (Jes 61,10). Deshalb ist dieser Feiertag für uns natürlich ein Zeugnis dafür, dass die Kirche ein lebendiger Organismus und Christus in dieser Kirche lebendig ist und der Heilige Geist alles und jeden heiligt, der in die Kirche kommt, nicht nur wie in ein Museum, an einen Ort, an dem man stehen und dem Gesang lauschen, die Ikonen bewundern kann, sondern wie in einer Wiege, wo wir für ein neues Leben, für das Leben mit Gott, für das ewige Leben geboren werden.

Wir werden heute Nacht beten und werden wieder Zeuge für das Wunder Gottes werden, das das Wasser heiligt, und mit diesem Wasser werden wir uns selbst besprengen, unsere Häuser, unsere Nächsten, wir werden Weihwasser trinken. Dies ist für einen Menschen notwendig, denn die Ökologie des Geistes ist viel wichtiger als die Ökologie von Natur, Luft, Erde. Wir machen uns Sorgen und sagen: "Hier gibt es Strahlung, dort sind Mikroben, es gibt Emissionen, oje, wie verhindern wir, dass wir uns nicht anstecken, dass wir nicht krank werden ..." Aber wir fürchten uns nicht, wenn um uns herum Ausschweifung, Schmutz, sogar zu Hause, wenn wir den Fernseher einschalten. Das alles durchströmt und verschmutzt uns und macht uns abstoßend. Wir absorbieren es. Aber wir bedürfen der Reinigung, brauchen Heilung, wir brauchen das Licht der Liebe, wir brauchen Heiligkeit, die es uns ermöglicht, uns wenigstens für eine Minute im Herrn zu erfreuen und Frieden in unseren Herzen zu fühlen und zu erleben.

Auf dem Klosterhof werden wir nach der Liturgie des Hl. Basilios des Großen unsere Tauchstelle weihen, damit es die Möglichkeit gibt, zu sühnen im Tauchbad und so für dieses

Jahr in Schwung zu bringen.

Der Herr erlöse uns!

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