Dienstag der dreiunddreißigsten Woche nach Pfingsten 2026

20 Januar 2026

Dienstag der 33. Woche nach Pfingsten

Tageslesungen

Lesung aus dem Brief des Hl. Apostels Jakobus 3,1-10:

Nicht so viele von euch sollen Lehrer werden, meine Brüder. Ihr wisst, dass wir im Gericht strenger beurteilt werden. Denn wir alle verfehlen uns in vielen Dingen. Wer sich in seinen Worten nicht verfehlt, ist ein vollkommener Mann und kann auch seinen Körper völlig im Zaum halten.

Wenn wir den Pferden den Zaum anlegen, damit sie uns gehorchen, lenken wir damit das ganze Tier. Oder denkt an die Schiffe: Sie sind groß und werden von starken Winden getrieben und doch lenkt sie der Steuermann mit einem ganz kleinen Steuer, wohin er will. So ist auch die Zunge nur ein kleines Körperglied und rühmt sich doch großer Dinge. Und wie klein kann ein Feuer sein, das einen großen Wald in Brand steckt. Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt. Denn jede Art von Tieren, auf dem Land und in der Luft, was am Boden kriecht und was im Meer schwimmt, lässt sich zähmen und ist vom Menschen auch gezähmt worden; doch die Zunge kann kein Mensch zähmen, dieses ruhelose Übel, voll von tödlichem Gift.

Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind. Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.

Aus dem Hl. Evangelium nach Markus 11,11-23:

Und er zog nach Jerusalem hinein, in den Tempel; nachdem er sich alles angesehen hatte, ging er spät am Abend mit den Zwölf nach Betanien hinaus.

Als sie am nächsten Tag Betanien verließen, hatte er Hunger. Da sah er von weitem einen Feigenbaum mit Blättern und ging hin, um nach Früchten zu suchen. Aber er fand an dem Baum nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit der Feigenernte.

Da sagte er zu ihm: In Ewigkeit soll niemand mehr eine Frucht von dir essen. Und seine Jünger hörten es.

Dann kamen sie nach Jerusalem. Jesus ging in den Tempel und begann, die Händler und Käufer aus dem Tempel hinauszutreiben; er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und ließ nicht zu, dass jemand irgendetwas durch den Tempelbezirk trug. Er belehrte sie und sagte: Heißt es nicht in der Schrift: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein? Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.

Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten davon und suchten nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen. Denn sie fürchteten ihn, weil alle Leute von seiner Lehre sehr beeindruckt waren. Als es Abend wurde, verließ Jesus mit seinen Jüngern die Stadt.

Als sie am nächsten Morgen an dem Feigenbaum vorbeikamen, sahen sie, dass er bis zu den Wurzeln verdorrt war. Da erinnerte sich Petrus und sagte zu Jesus: Rabbi, sieh doch, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.

Jesus sagte zu ihnen: Ihr müsst Glauben an Gott haben. Amen, das sage ich euch: Wenn jemand zu diesem Berg sagt: Heb dich empor und stürz dich ins Meer!, und wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen.

Synaxis des heiligen Propheten und Täufers Johannes

In der Kirche feiern wir heute die Synaxis des heiligen ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes.

Troparion, 2. Ton:

Mit Lobpreis gedenken wir des Gerechten, * doch dir, o Vorläufer, genügt das Zeugnis des Herrn. * Denn du wurdest als der Propheten Verehrungswürdigster ausgezeichnet; * warst du doch würdig, * den Vorherverkündeten im Flusse zu taufen. * Daher warst du auch Kämpfer für die Wahrheit: * mit Freuden brachtest du selbst denen in der Unterwelt * frohe Kunde von dem im Fleische erschienenen Gott, * der hinwegnimmt die Sünde der Welt ** und uns gewährt das große Erbarmen.

Kondakion, 6. Ton:

Der Jordan wandte voll Furcht den Lauf zurück * da er vor Deiner Ankunft im Fleische erschrak * und Johannes wollte zitternd sich verbergen * da sein prophetisch Amt er ausüben sollte: * die Engelchöre aber entsetzten sich * da sie Dich in den Fluten im Fleische getauft werden sahn * alle in der Finsternis Sitzenden aber wurden erleuchtet * und lobsingen Dir, dem Erschienenen ** der alle Wesen erleuchtet.

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