Dienstag der ersten Fastenwoche 2026

24 Februar 2026

Dienstag der 1. Fastenwoche

Tageslesungen

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 1,19 - 2,3:

Wenn ihr bereit seid zu hören, sollt ihr den Ertrag des Landes genießen. Wenn ihr aber trotzig seid und euch weigert, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Ach, sie ist zur Dirne geworden, die treue Stadt. Einst war dort das Recht in voller Geltung,die Gerechtigkeit war dort zu Hause, jetzt aber herrschen die Mörder.

Dein Silber wurde zu Schlacke, dein Wein ist verwässert. Deine Fürsten sind Aufrührer und eine Bande von Dieben, alle lassen sich gerne bestechen und jagen Geschenken nach. Sie verschaffen den Waisen kein Recht, die Sache der Witwen gelangt nicht vor sie.

Darum - Spruch Gottes, des Herrn der Heere, des Starken Israels: Weh meinen Gegnern, ich will Rache nehmen an ihnen, mich rächen an meinen Feinden. Ich will meine Hand gegen dich wenden, deine Schlacken will ich mit Lauge ausschmelzen, all dein Blei schmelze ich aus. Ich will dir wieder Richter geben wie am Anfang und Ratsherrn wie zu Beginn. Dann wird man dich die Burg der Gerechtigkeit nennen, die treue Stadt. Zion wird durch das Recht gerettet, wer dort umkehrt, durch die Gerechtigkeit. Doch alle Abtrünnigen und Sünder werden zerschmettert. Wer den Herrn verlässt, wird vernichtet.

Ihr werdet in Schande stürzen wegen der Eichen, die euch gefallen, und werdet euch schämen wegen der (heiligen) Haine, die ihr so gern habt. Ihr werdet wie eine Eiche, deren Blätter verwelken, und wie ein Garten, dessen Wasser versiegt ist.

Dann wird der Starke zu Werg und sein Tun zum zündenden Funken; beide verbrennen zusammen und niemand kann löschen.

Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, in einer Vision über Juda und Jerusalem gehört hat. Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt alle Hügel. Zu ihm strömen alle Völker.

Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem sein Wort.

Lesung aus dem Buch Genesis 1,14-23:

Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen; sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es. Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.

Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten, über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag.

Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahin fliegen. Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln. Gott sah, dass es gut war. Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch und bevölkert das Wasser im Meer und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren. Es wurde Abend und es wurde Morgen: fünfter Tag.

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 1,20-33:

Die Weisheit ruft laut auf der Straße, auf den Plätzen erhebt sie ihre Stimme. Am Anfang der Mauern predigt sie, an den Stadttoren hält sie ihre Reden: Wie lang noch, ihr Törichten, liebt ihr Betörung, gefällt den Zuchtlosen ihr dreistes Gerede, hassen die Toren Erkenntnis? Wendet euch meiner Mahnung zu! Dann will ich auf euch meinen Geist ausgießen und meine Worte euch kundtun.

Als ich rief, habt ihr euch geweigert, meine drohende Hand hat keiner beachtet; jeden Rat, den ich gab, habt ihr ausgeschlagen, meine Mahnung gefiel euch nicht.Darum werde auch ich lachen, wenn euch Unglück trifft, werde spotten, wenn Schrecken über euch kommt, wenn der Schrecken euch wie ein Unwetter naht und wie ein Sturm euer Unglück hereinbricht, wenn Not und Drangsal euch überfallen. Dann werden sie nach mir rufen, doch ich höre nicht; sie werden mich suchen, aber nicht finden. Weil sie die Einsicht hassten und nicht die Gottesfurcht wählten, meinen Rat nicht wollten, meine ganze Mahnung missachteten, sollen sie nun essen von der Frucht ihres Tuns und von ihren Plänen sich sättigen. Denn die Abtrünnigkeit der Haltlosen ist ihr Tod, die Sorglosigkeit der Toren ist ihr Verderben. Wer aber auf mich hört, wohnt in Sicherheit, ihn stört kein böser Schrecken.

Hl. Martyrer Blasios, Erzbischof von Sebaste

Am heutigen Tag begehen wir in der Kirche das Gedächtnis des Hl. Martyrers Blasios, Erzbischofs von Sebaste.

Troparion, 4. Ton:

Als Jünger der Apostel* und Nachfolger auf ihrem Thron * hast Gottbegeisterter du * die Lebensweise gefunden zur ewigen Schau * das Wort der Wahrheit hast du getreulich ausgeteilt * und im Glauben gekämpft bis aufs Blut; * Martyrerbischof Blasios, * tritt ein bei Christus, unserm Gott ** dass Er unsere Seelen errette.

Kondakion, 2. Ton, nach: Das Höhere suchend:

Göttlicher Sprössling; * unverwelkliche Blüte; * vielleidende Rebe am Weinstock Christi: * gotttragender Blasius: * erfülle alle, * die gläubig dein Gedächtnis begehn * mit deiner Fröhlichkeit ** und bete unaufhörlich für uns alle!

Aufrufe: 18
Ratings: 0/5
Votes: 0
Mehr zum thema
Artikel zum Thema
Comment