
Aus dem ersten Brief des hl. Apostels Paulus an die Korinther 15, 29-38:
Wie kämen sonst einige dazu, sich für die Toten taufen zu lassen? Wenn Tote gar nicht auferweckt werden, warum lässt man sich dann taufen für sie?
Warum setzen dann auch wir uns stündlich der Gefahr aus? Täglich sehe ich dem Tod ins Auge, so wahr ihr, Brüder, mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, empfangen habe.
Was habe ich dann davon, dass ich in Ephesus, wie man so sagt, mit wilden Tieren gekämpft habe? Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot. Lasst euch nicht irreführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. Werdet nüchtern, wie es sich gehört, und sündigt nicht! Einige Leute wissen nichts von Gott; ich sage das, damit ihr euch schämt.
Nun könnte einer fragen: Wie werden die Toten auferweckt, was für einen Leib werden sie haben? Was für eine törichte Frage! Auch das, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, hat noch nicht die Gestalt, die entstehen wird; es ist nur ein nacktes Samenkorn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder ein anderes. Gott gibt ihm die Gestalt, die er vorgesehen hat, jedem Samen eine andere.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 21, 23–27:
Als er in den Tempel ging und dort lehrte, kamen die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und fragten: Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir dazu die Vollmacht gegeben?
Jesus antwortete ihnen: Auch ich will euch eine Frage stellen. Wenn ihr mir darauf antwortet, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich das tue. Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von den Menschen? Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel!, so wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? Wenn wir aber antworten: Von den Menschen!, dann müssen wir uns vor den Leuten fürchten; denn alle halten Johannes für einen Propheten.
Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Da erwiderte er: Dann sage auch ich euch nicht, mit welchem Recht ich das alles tue.

Heute begeht die Kirche das Gedächtnis der Hl. Salbenträgerin und apostelgleichen Maria Magdalena.
Troparion, 1. Ton:
Ihn, der für uns aus der Jungfrau geboren, * Christus folgtest du nach, * ehrwürdige Maria Magdalena; * Seine Gebote und Satzungen hast du gehalten. * Heute, da wir dein heiliges Gedächtnis feiern, * loben wir dich im Glauben ** und verehren dich in Liebe.
Kondakion, 3. Ton, nach: Die Jungfrau:
Als du, o Ruhmreiche, zusammen mit vielen anderen * am Kreuze des Erlösers und bei der Mutter des Herrn, * die da gleichfalls litt und Tränen vergoss, standest, * da brachtest diesen Ausruf du als Lobpreis dar: * Was für ein unbegreiflich Wunder ist dies? * Der da die ganze Schöpfung hält, * Er beschloss zu leiden? ** O Ehre Deiner Allmacht!