Dienstag der zweiten Fastenwoche 2026

03 März 2026

Dienstag der 2. Fastenwoche

Tageslesungen

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 5, 7-16:

Ja, der Weinberg des Herrn der Heere ist das Haus Israel und die Männer von Juda sind die Reben, die er zu seiner Freude gepflanzt hat. Er hoffte auf Rechtsspruch - doch siehe da: Rechtsbruch, und auf Gerechtigkeit - doch siehe da: Der Rechtlose schreit.

Weh euch, die ihr Haus an Haus reiht und Feld an Feld fügt, bis kein Platz mehr da ist und ihr allein im Land ansässig seid. Meine Ohren hören das Wort des Herrn der Heere: Wahrhaftig, alle eure Häuser sollen veröden. So groß und schön sie auch sind: Sie sollen unbewohnt sein. Ein Weinberg von zehn Morgen bringt nur einen Bat Wein, ein Hómer Saatgut bringt nur ein Efa Korn.

Weh euch, die ihr schon früh am Morgen hinter dem Bier her seid und sitzen bleibt bis spät in die Nacht, wenn euch der Wein erhitzt. Bei ihren Gelagen spielt man Zither und Harfe, Pauken und Flöten; aber was der Herr tut, beachten sie nicht, was seine Hände vollbringen, sehen sie nicht. Darum muss mein Volk in die Verbannung; denn es hat keine Erkenntnis. Seine Reichen sterben vor Hunger, die Masse der Armen verschmachtet vor Durst.

Darum sperrt die Unterwelt ihren Rachen auf, maßlos weit reißt sie ihr Maul auf, sodass des Volkes Pracht und Reichtum hinab fährt, der ganze lärmende, johlende Haufen. Die Menschen müssen sich ducken, jeder Mann muss sich beugen, die stolzen Augen werden sich senken. Doch der Herr der Heere ist erhaben, wenn er Gericht hält, durch seine Gerechtigkeit erweist der heilige Gott sich als heilig.

Lesung aus dem Buch Genesis 4, 8-15:

Hierauf sagte Kain zu seinem Bruder Abel: Gehen wir aufs Feld! Als sie auf dem Feld waren, griff Kain seinen Bruder Abel an und erschlug ihn.

Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er entgegnete: Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?

Der Herr sprach: Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden. So bist du verflucht, verbannt vom Ackerboden, der seinen Mund aufgesperrt hat, um aus deiner Hand das Blut deines Bruders aufzunehmen.

Wenn du den Ackerboden bestellst, wird er dir keinen Ertrag mehr bringen. Rastlos und ruhelos wirst du auf der Erde sein. Kain antwortete dem Herrn: Zu groß ist meine Schuld, als dass ich sie tragen könnte. Du hast mich heute vom Ackerland verjagt und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen; rastlos und ruhelos werde ich auf der Erde sein und wer mich findet, wird mich erschlagen.

Der Herr aber sprach zu ihm: Darum soll jeder, der Kain erschlägt, siebenfacher Rache verfallen. Darauf machte der Herr dem Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage, der ihn fände.

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 5, 1-15:

Mein Sohn, merk auf meinen weisen Rat, neige meiner Einsicht dein Ohr zu, damit du Besonnenheit bewahrst und deine Lippen auf Klugheit achten.

Denn die Lippen der fremden Frau triefen von Honig, glatter als Öl ist ihr Mund. Doch zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert. Ihre Füße steigen zur Totenwelt hinab, ihre Schritte gehen der Unterwelt zu. Den ebenen Pfad zum Leben verfehlt sie, sie geht krumme Wege und merkt es nicht.

Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich, weicht nicht ab von den Worten, die mein Mund spricht. Halte deinen Weg von ihr fern, komm ihrer Haustür nicht nahe! Sonst schenkst du andern deine Kraft, deine Jahre einem Rücksichtslosen; sonst sättigen sich Fremde an deinem Besitz, die Frucht deiner Arbeit kommt in das Haus eines andern und am Ende wirst du stöhnen, wenn dein Leib und dein Fleisch dahinsiechen.

Dann wirst du bekennen: Weh mir, ich habe die Zucht gehasst, mein Herz hat die Warnung verschmäht; ich habe nicht auf die Stimme meiner Erzieher gehört, mein Ohr nicht meinen Lehrern zugeneigt. Fast hätte mich alles Unheil getroffen in der Versammlung und in der Gemeinde. Trink Wasser aus deiner eigenen Zisterne, Wasser, das aus deinem Brunnen quillt.

Hl. Leo, Papst von Rom

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis unseres Vaters unter den Hll. Leo, Papstes von Rom.

Troparion, 8. Ton:

Führer der Rechtgläubigkeit, der Frömmigkeit und Heiligkeit Lehrer, * Licht des Erdkreises, gottbegeisterte Zierde der Bischöfe, weiser Leo * durch deine Lehren hast du, o Harfe des Geistes, alle erleuchtet; ** bitt Christus, unsern Gott, unsere Seelen zu retten.

Kondakion, 3. Ton, nach: Die Jungfrau:

Sitzend auf dem ruhmreichen Thron des Priestertums * hast du mit deinen gotteingegebenen Lehren * über die verehrungswürdige Dreieinigkeit * den Rachen der menschlichen Löwen gestopft * und deiner Herde * das Licht der Gotterkenntnis leuchten lassen; * so wurdest du verherrlicht ** als gotterfüllter Myste der Göttlichen Gnade.

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