Dienstag der Zweiten Woche nach Pfingsten 2026

09 Juni 2026

Dienstag der 2. Woche nach Pfingsten

Tageslesungen

Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 4, 4–12:

Dem, der Werke tut, werden diese nicht aus Gnade angerechnet, sondern er bekommt den Lohn, der ihm zusteht. Dem aber, der keine Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.

Auch David preist den Menschen selig, dem Gott Gerechtigkeit unabhängig von Werken angerechnet: Selig sind die, deren Frevel vergeben und deren Sünden bedeckt sind. Selig ist der Mensch, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet.

Gilt nun diese Seligpreisung nur den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Wir haben gesagt: Abraham wurde der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. Wann wurde er ihm angerechnet: als er beschnitten oder als er unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war. Das Zeichen der Beschneidung empfing er zur Besiegelung der Glaubensgerechtigkeit, die ihm als Unbeschnittenem zuteil wurde; also ist er der Vater aller, die als Unbeschnittene glauben und denen daher Gerechtigkeit angerechnet wird, und er ist der Vater jener Beschnittenen, die nicht nur beschnitten sind, sondern auch den Weg des Glaubens gehen, des Glaubens, den unser Vater Abraham schon vor seiner Beschneidung hatte.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 7, 15–21:

Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.

Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.

Bekenner Johannes der Russe

Heute feiert die Kirche das Fest des gerechten Bekenners Johannes des Russen.

Troparion, 4. Ton:

Aus dem Land deiner Gefangenschaft,* berief dich der Herr in die himmlischen Wohnungen,* bewahrte deinen Leib unversehrt und schenkte dir Heilung, * gerechter Johannes.* Denn in Russland gefangen genommen und nach Asien verkauft, * hast du inmitten der muslimischen Irrlehre fromm und geduldig gelebt.* Und nachdem du hier unter Tränen gesät, * erntest du dort mit unaussprechlicher Freude. ** Darum bitte bei Christus, unserem Gott, unserer Seelen zu retten.

Kondakion, 8. Ton:

Am Tag deines verehrten Gedenkens, o Heiliger,* freut sich Russland über dich,* das dich in Frömmigkeit erzogen hat,* und Asien freut sich über deine Heilung schenkenden Reliquien,* wo den schmalen Pfad du einer leiderfüllten Gefangenschaft und eine Askese des Fastens durchschrittest, * bist du als ein ehrwürdiges Gefäß der Gnade Gottes erschienen,* darum bitten auch wir, die wir dich verehren und zu dir rufen: **Freue dich, Johannes, der du die Gnade im Namen trägst.

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