Donnerstag der Achten Woche nach Pfingsten 2026

23 Juli 2026

Donnerstag der 8. Woche nach Pfingsten

Tageslesungen

Aus dem ersten Brief des hl. Apostels Paulus an die Korinther 10, 28 - 11, 7:

Wenn euch aber jemand darauf hinweist: Das ist Opferfleisch!, dann esst nicht davon mit Rücksicht auf den, der euch aufmerksam gemacht hat, und auf das Gewissen; ich meine aber nicht das eigene Gewissen, sondern das des anderen; denn warum soll meine Freiheit vom Gewissen eines anderen abhängig sein? Wenn ich in Dankbarkeit mitesse, soll ich dann getadelt werden, dass ich etwas esse, wofür ich Dank sage? Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes! Gebt weder Juden noch Griechen, noch der Kirche Gottes Anlass zu einem Vorwurf! Auch ich suche allen in allem entgegenzukommen; ich suche nicht meinen Nutzen, sondern den Nutzen aller, damit sie gerettet werden.

Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme!

Ich lobe euch, dass ihr in allem an mich denkt und an den Überlieferungen festhaltet, wie ich sie euch übergeben habe. Ihr sollt aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi. Jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und dabei sein Haupt bedeckt hat, entehrt sein Haupt. Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt, entehrt ihr Haupt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen. Denn wenn eine Frau sich nicht verhüllt, soll sie sich doch gleich scheren lassen. Ist es aber für eine Frau eine Schande, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen. Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Bild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 16, 24-28:

Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten. Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn in seinem Reich kommen sehen.

Gedächtnis der Niederlegung des Gewandes

Wir feiern heute das Gedächtnis der Niederlegung des Gewandes unseres Herrn und Gottes Jesu Christi in Moskau.

Troparion, 4. Ton:

Ihr Gläubigen, heut’ lasst uns eilen, * zum Göttlichen und heilenden Gewand* uns’res Erlösers, uns’res Gottes, * der da geruhte, es im Fleisch zu tragen * und der am Kreuz für uns Sein heilig Blut vergoss, * wodurch Er von des Feindes Knechtschaft uns errettet; * wir aber rufen voller Dankbarkeit Ihm zu: * Rette, Herr, Dein Volk und Deine Kirche, * schütze sie durch Dein hochheilig Gewand * und auch uns errette; ** denn Du bist menschenliebend.

Kondakion, 4. Ton:

Als Kleid der Unverweslichkeit * und rettenden Heilung, * als Deinen Göttlichen Schatz * hast allen Menschen du, o Gebieter, * das verehrungswürdige Gewand: * Deinen Rock geschenkt, * mit welchem Du das lebentragende und heilige Fleisch * Deiner Menschwerdung zu bekleiden geruhtest; * voller Sehnsucht nehmen wir es in Empfang, * und begehen in Ehrfurcht und Liebe ein strahlendes Fest, * und unserm Wohltäter lobsingend, * rufen wir Dir, o Christe zu: * Behüt’ in Frieden unser Vaterland, * die Kirche und das ganze Volk ** nach Deinem großen Erbarmen.

Vater Antonij vom Kiever Höhlenkloster

Außerdem begehen wir das Fest unseres ehrwürdigen Vaters Antonij vom Kiever Höhlenkloster, Begründer des Mönchtums in Russland.

Troparion, 4. Ton:

Hinausgegangen aus dem Wirrwarr dieser Welt, * folgtest du durch Lossagung von ihr * gemäß dem Evangelium Christus nach, * und nachdem du das engelgleiche Leben geführt, * gelangtest du zum stillen Hafen des heil’gen Berges Athos * von wo du mit dem Segen der Väter * zum Berge von Kiew kamst, * wo, keine Mühen scheuend, dein Leben du vollendetest, * nachdem dein Vaterland du erleuchtet, * und einer Menge von Suchern der Einsamkeit * den Weg zum Himmelreich gewiesen * und sie so zu Christus hingeführt; * nun bitte Ihn, ehrwürdiger Antonij, ** dass Er unsere Seelen errette.

Kondakion, 8. Ton, nach: Der siegreichen:

Dem von Jugend an über alles geliebten Gott dich opfernd * folgtest du Ihm, o Ehrwürdiger, voll Liebe und aus ganzer Seele; * und da das Vergängliche dieser Welt du als ein Nichts erachtetest, * machtest du in der Erde dir eine Höhle, * um in ihr den guten Kampf gegen die Ränke des unsichtbaren Feindes zu kämpfen; * so gingst du auf wie eine leuchtende Sonne * und erstrahltest bis an die Enden der Erde * und gingst deshalb auch voll Fröhlichkeit * in die himmlischen Hallen hinüber; * und da mit den Engeln du vor dem Throne des Gebieters stehst, * gedenke unser, die wir dein Gedächtnis begehn, * auf dass wir dir entgegenrufen: Sei gegrüßt, ** Antonij, du unser Vater.

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