Donnerstag der dritten Woche nach Ostern 2026

30 April 2026

Donnerstag der 3. Woche nach Ostern

Tageslesungen

Aus der Apostelgeschichte 8, 26–39:

Ein Engel des Herrn sagte zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Sie führt durch eine einsame Gegend. Und er brach auf. Nun war da ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der ihren ganzen Schatz verwaltete. Dieser war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten, und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen.

Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest? Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen.

Der Abschnitt der Schrift, den er las, lautete: Wie ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt; und wie ein Lamm, das verstummt, wenn man es schert, so tat er seinen Mund nicht auf. In der Erniedrigung wurde seine Verurteilung aufgehoben. Seine Nachkommen, wer kann sie zählen? Denn sein Leben wurde von der Erde fortgenommen.

Der Kämmerer wandte sich an Philippus und sagte: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das? Von sich selbst oder von einem anderen?

Da begann Philippus zu reden und ausgehend von diesem Schriftwort verkündete er ihm das Evangelium von Jesus.

Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle. Da sagte der Kämmerer: Hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg? Er ließ den Wagen halten und beide, Philippus und der Kämmerer, stiegen in das Wasser hinab und er taufte ihn.

Als sie aber aus dem Wasser stiegen, entführte der Geist des Herrn den Philippus. Der Kämmerer sah ihn nicht mehr und er zog voll Freude weiter.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Johannes 6, 40–44:

Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.

Da murrten die Juden gegen ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen?

Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht! Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

Vater Sosima von Solowki

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis unseres ehrwürdigen Vaters Sosima, Abtes von Solowki.

Troparion, 4. Ton:

Nach dem Willen der göttlichen Vernunft * nahmst Wohnung du in der Wüste. * Dort erhobest du deinen Geist zu den himmlischen Wohnungen * und führtest den Engeln gleich dein Leben auf Erden. * Durch Gebet, Arbeit und Fasten warst ein Vorbild du für deine Jünger. * Deshalb hat Gott auch deinen guten Willen angesehn * und geistliche Kinder ständig neu dir zugeführt * in der Tränen getränkten Wüste. * Der bei Gott du freien Zugang hast, * gedenke der Herde, die du erwählt; * vergiß sie nicht, wie du versprochen, * sondern such heim deine Kinder; ** Sosima, ehrwürdiger Vater.

Kondakion, 8. Ton:

Durch Christi Liebe verwundet, o Ehrwürdiger, * nahmst Sein ruhmreiches Kreuz du auf die Schultern* als göttliche Waffe es tragend; * und das immerwährende Gebet gleich einem Speer in Händen haltend, * hast du die dämonische Streitmacht tapfer niedergeschlagen. * So rufen wir dir zu:** sei gegrüßt, ehrwürdiger Vater Sosima, du Zierde der Mönche.

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