Donnerstag der Dritten Woche nach Pfingsten 2026

18 Juni 2026

Donnerstag der 3. Woche nach Pfingsten

Tageslesungen

Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 8, 22–27:

Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden. Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht?

Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld.

So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 10, 23–31:

Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.

Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn. Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen.

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.

Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Hl. Hieromartyrer Dorotheos

Wir feiern heute das Gedächtnis des Hl. Hieromartyrers Dorotheos, Bischofs von Tyra.

Troparion, 5. Ton:

Mit der Liebe zur Armut begnadet * und die Gabe der Enthaltsamkeit verströmend * wardst du des Genusses des Himmelreichs gewürdigt; * kämpfend-leidend nahmst du viele Nöte * um deiner Herde willen auf dich * und wurdest als Genosse der Apostel erfunden; * Vater und Hieromartyrer Dorotheos * bitt’ Christus, unsern Gott, ** dass Er unsere Seelen errette.

Kondakion, 5. Ton:

Heller als die Sonne * bist du aufgestrahlt in deinen Tugenden * und göttlichen Lehren; * in deinen Leiden erglänztest du auch, o Seliger * und hast die Erde erleuchtet, o Dorotheos, * denn die Finsternis der Vielgötterei * und die Raserei der Häresie hast du vertrieben; ** deshalb begehen wir dein leuchtendes Gedächtnis.

Außerdem feiern wir heute das Gedächtnis des Hl. Hieromartyrers Bonifatius, Erzbischof von Mainz, Apostel der Deutschen.

Troparion, 4. Ton:

Als Jünger der Apostel im Leben * und Nachfolger auf ihrem Thron * hast Gottbegeisterter du * die Lebensweise gefunden zur ewigen Schau * das Wort der Wahrheit hast du getreulich ausgeteilt * und im Glauben gekämpft bis aufs Blut; * Martyrerbischof Bonifatius, * tritt ein bei Christus, unserm Gott, ** dass Er unsere Seelen errette.

Kondakion, 4. Ton:

Unter den Hierarchen warst ein Frommer du * und bist den Weg der Zeugenschaft geschritten, * verbannt hast du die Götzenopfer * und warst ein Streiter für deine Herde, o Gottweiser. * Deshalb verehren wir dich und rufen gläubig dir zu: * Aus der Not befrei uns immerdar auf deine Fürbitte, ** heiliger Vater Bonifatius.

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