Donnerstag der fünften Fastenwoche 2026

26 März 2026

Donnerstag der 5. Fastenwoche

Tageslesungen

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 42, 5-16:

So spricht Gott, der Herr, der den Himmel erschaffen und ausgespannt hat, der die Erde gemacht hat und alles, was auf ihr wächst, der den Menschen auf der Erde den Atem verleiht und allen, die auf ihr leben, den Geist:

Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein:blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.

Ich bin Jahwe, das ist mein Name; ich überlasse die Ehre, die mir gebührt, keinem andern, meinen Ruhm nicht den Götzen. Seht, das Frühere ist eingetroffen, Neues kündige ich an. Noch ehe es zum Vorschein kommt, mache ich es euch bekannt.

Singt dem Herrn ein neues Lied, verkündet seinen Ruhm bis ans Ende der Erde! Es jauchze das Meer und alles, was es erfüllt, die Inseln und ihre Bewohner. Die Wüste und ihre Städte sollen sich freuen, die Dörfer, die Kedar bewohnt. Die Bewohner von Sela sollen singen vor Freude und jubeln auf den Gipfeln der Berge. Sie sollen die Herrlichkeit des Herrn verkünden, seinen Ruhm auf den Inseln verbreiten. Der Herr zieht in den Kampf wie ein Held, er entfacht seine Leidenschaft wie ein Krieger. Er erhebt den Schlachtruf und schreit, er zeigt sich als Held gegenüber den Feinden. Ich hatte sehr lange geschwiegen, ich war still und hielt mich zurück. Wie eine Gebärende will ich nun schreien, ich schnaube und schnaufe.

Die Berge und Hügel dörre ich aus und lasse ihr Gras völlig vertrocknen. Flüsse mache ich zu festem Boden und Teiche lege ich trocken. Blinde führe ich auf Wegen, die sie nicht kennen, auf unbekannten Pfaden lasse ich sie wandern. Die Finsternis vor ihren Augen mache ich zu Licht; was krumm ist, mache ich gerade. Das sind die Taten, die ich vollbrachte, und ich lasse davon nicht mehr ab.

Lesung aus dem Buch Genesis 18, 20-33:

Der Herr sprach also: Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, ja, das ist laut geworden, und ihre Sünde, ja, die ist schwer. Ich will hinabgehen und sehen, ob ihr Tun wirklich dem Klagegeschrei entspricht, das zu mir gedrungen ist. Ich will es wissen.

Die Männer wandten sich von dort ab und gingen auf Sodom zu. Abraham aber stand noch immer vor dem Herrn. Er trat näher und sagte: Willst du auch den Gerechten mit den Ruchlosen wegraffen? Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt: Willst du auch sie wegraffen und nicht doch dem Ort vergeben wegen der fünfzig Gerechten dort?

Das kannst du doch nicht tun, die Gerechten zusammen mit den Ruchlosen umbringen. Dann ginge es ja dem Gerechten genauso wie dem Ruchlosen. Das kannst du doch nicht tun. Sollte sich der Richter über die ganze Erde nicht an das Recht halten?

Da sprach der Herr: Wenn ich in Sodom, in der Stadt, fünfzig Gerechte finde, werde ich ihretwegen dem ganzen Ort vergeben. Abraham antwortete und sprach: Ich habe es nun einmal unternommen, mit meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin.

Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf. Wirst du wegen der fünf die ganze Stadt vernichten? Nein, sagte er, ich werde sie nicht vernichten, wenn ich dort fünfundvierzig finde. Er fuhr fort, zu ihm zu reden: Vielleicht finden sich dort nur vierzig. Da sprach er: Ich werde es der vierzig wegen nicht tun. Und weiter sagte er: Mein Herr zürne nicht, wenn ich weiterrede. Vielleicht finden sich dort nur dreißig. Er entgegnete: Ich werde es nicht tun, wenn ich dort dreißig finde. Darauf sagte er: Ich habe es nun einmal unternommen, mit meinem Herrn zu reden. Vielleicht finden sich dort nur zwanzig. Er antwortete: Ich werde sie um der zwanzig willen nicht vernichten. Und nochmals sagte er: Mein Herr zürne nicht, wenn ich nur noch einmal das Wort ergreife. Vielleicht finden sich dort nur zehn. Und wiederum sprach er: Ich werde sie um der zehn willen nicht vernichten.

Nachdem der Herr das Gespräch mit Abraham beendet hatte, ging er weg und Abraham kehrte heim.

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 16, 17 - 17, 17:

Böses zu meiden ist das Ziel der Rechtschaffenen; wer auf seinen Weg achtet, bewahrt sein Leben. Hoffart kommt vor dem Sturz und Hochmut kommt vor dem Fall. Besser bescheiden sein mit Demütigen, als Beute teilen mit Stolzen. Wer auf das Wort des Herrn achtet, findet Glück; wohl dem, der auf ihn vertraut.

Wer ein weises Herz hat, den nennt man verständig, gefällige Rede fördert die Belehrung.Wer Verstand besitzt, dem ist er ein Lebensquell, die Strafe der Toren ist die Torheit selbst. Das Herz des Weisen macht seinen Mund klug, es mehrt auf seinen Lippen die Belehrung. Freundliche Worte sind wie Wabenhonig, süß für den Gaumen, heilsam für den Leib. Manch einem scheint sein Weg der rechte, aber am Ende sind es Wege des Todes. Der Hunger des Arbeiters arbeitet für ihn, denn sein Mund treibt ihn an.

Ein Taugenichts ist ein Ofen voll Unheil, auf seinen Lippen ist es wie sengendes Feuer.

Ein tückischer Mensch erregt Streit, ein Verleumder entzweit Freunde. Der Gewalttätige verführt seinen Nächsten, er bringt ihn auf einen Weg, der nicht gut ist.

Wer mit den Augen zwinkert, sinnt auf Tücke; wer die Lippen verzieht, hat das Böse schon vollbracht. Graues Haar ist eine prächtige Krone, auf dem Weg der Gerechtigkeit findet man sie. Besser ein Langmütiger als ein Kriegsheld, besser, wer sich selbst beherrscht, als wer Städte erobert. Im Bausch des Gewandes schüttelt man das Los, doch jede Entscheidung kommt allein vom Herrn.

Besser ein trockenes Stück Brot und Ruhe dabei als ein Haus voll Braten und dabei Streit.

Ein kluger Knecht wird Herr über einen missratenen Sohn und mit den Brüdern teilt er das Erbe. Der Schmelztiegel ist für Silber da, der Ofen für Gold, die Herzen aber prüft der Herr. Der Übeltäter achtet auf böse Lippen, der Lügner horcht hin auf eine verderbte Zunge.

Wer den Armen verspottet, schmäht dessen Schöpfer, wer sich über ein Unglück freut, bleibt nicht ungestraft. Eine Krone der Alten sind Kindeskinder, der Kinder Ruhm sind ihre Väter. Dem Toren stehen hochtönende Worte nicht an, noch viel weniger dem Edlen die Sprache der Lüge. Bestechungsgeld ist ein Zauberstein in den Augen des Gebers; wohin er sich wendet, hat er Erfolg. Wer Fehler zudeckt, sucht Freundschaft; wer eine Sache weiterträgt, trennt Freunde.

Tadel erschüttert einen Verständigen mehr als hundert Schläge einen Toren. Der Böse trachtet nach Aufruhr, aber ein strenger Gerichtsbote wird gegen ihn ausgesandt.

Lieber einer Bärin begegnen, der man die Jungen geraubt hat, als einem Toren in seinem Unverstand. Vergilt einer Gutes mit Bösem, weicht das Unheil nicht von seinem Haus.

Wer Streit anfängt, entfesselt eine Wasserflut, drum halt ein, ehe der Zank ausbricht.

Wer Schuldige freispricht und wer Unschuldige verurteilt, beide sind dem Herrn ein Gräuel. Wozu denn Geld in der Hand des Toren? Etwa um Weisheit zu kaufen, da ihm doch der Verstand fehlt? Der Freund erweist zu jeder Zeit Liebe, als Bruder für die Not ist er geboren.

Heute singen wir den Dienst des Großen Kanons.

Kondakion, 6. Ton:

Meine Seele, meine Seele, * steh auf, warum schläfst du? * Es nahet das Ende. * Dann wirst du wehklagen.* Sei also nüchtern, dass Christus deiner schone, * der Gott, der an allen Orten zugegen ist, ** der alles erfüllet.

Hl. Nikiphoros, Patriarchen von Konstantinopel

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis der Reliquienübertragung unseres Vaters unter den Hll. Nikiphoros, Patriarchen von Konstantinopel.

Alleluia:

Kondakion, 1. Ton, nach: Der Chor der Engel:

Der Chor der Patriarchen * ehrt, o Nikiphoros * dein hl. Gedächtnis * mit Lob und mit Lied; * denn beim Hinübergang fandest du, o Ruhmreicher * deine Seele wieder; * deshalb erhebt preisend heut die verehrungswürdige Kirche * Christus, den König ** und rühmt den einzigen Menschenfreund.

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