
Aus dem ersten Brief des hl. Apostels Paulus an die Korinther 3, 18 - 23:
Keiner täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List. Und an einer anderen Stelle: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig.
Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört euch; Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch; ihr aber gehört Christus und Christus gehört Gott.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 13, 36 – 43:
Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.
Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!

Wir feiern heute das Gedächtnis der Erscheinung der Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin von Tichwin.
Troparion, 4. Ton:
Heute erstrahlte, o Herrin, deine hl. Ikone * wie eine hellerglänzende Sonne hoch über uns in den Lüften; * mit ihren Gnadenstrahlen erleuchtet sie die Welt, * das große Russland aber nimmt sie wie ein Göttliches Geschenk von oben fromm entgegen, * verherrlicht dich, o Gottesmutter und Gebieterin des Alls, * und preiset hoch vor Freude Christus, unsern Gott, * Ihn aber bitte, Herrin, Königin, Gottesgebärerin, * dass Er uns’re Städte und Gemeinden vor allen Nöten und Gefahren unversehrt bewahre * und dass alle Er errette, die da gläubig * vor Seinem Göttlichen und deinem hehren Bilde niederfallen, ** o du unvermählte Jungfrau.
Kondakion, 8. Ton:
Lasset uns ziehen, ihr Menschen zur Jungfrau, zur Gottesgebärerin und Königin * und lasset uns Dank sagen Christus, unserm Gott * ihre wundertätige Ikone aber lasst uns ergriffen betrachten * und lasst uns niederfallen und also zu ihr rufen: * O Gebieterin Maria, die du dieses Land * durch die wunderbare Erscheinung deines heiligen Bildes heimgesucht * rette in Frieden und Wohlstand alle Christen * und erweise sie als Erben des himmlischen Lebens * denn zu dir rufen wir voll Vertrauen: ** Sei gegrüßt, o Jungfrau, du Heil der Welt!