
Aus der Apostelgeschichte 25, 13–19:
Einige Tage später trafen König Agrippa und Berenike in Cäsarea ein, um Festus ihre Aufwartung zu machen. Sie blieben mehrere Tage dort. Da trug Festus dem König den Fall des Paulus vor und sagte: Von Felix ist ein Mann als Gefangener zurückgelassen worden, gegen den die Hohenpriester und die Ältesten der Juden, als ich in Jerusalem war, vorstellig wurden. Sie forderten seine Verurteilung, ich aber erwiderte ihnen, es sei bei den Römern nicht üblich, einen Menschen auszuliefern, bevor nicht der Angeklagte den Anklägern gegenübergestellt sei und Gelegenheit erhalten habe, sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen.
Als sie dann zusammen hierher kamen, setzte ich mich gleich am nächsten Tag auf den Richterstuhl und ließ den Mann vorführen. Bei der Gegenüberstellung brachten die Kläger keine Anklage wegen solcher Verbrechen vor, die ich vermutet hatte; sie führten nur einige Streitfragen gegen ihn ins Feld, die ihre Religion und einen gewissen Jesus betreffen, der gestorben ist, von dem Paulus aber behauptet, er lebe.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Johannes 16, 23–33:
An jenem Tag werdet ihr Mich nichts mehr fragen. Amen, amen, Ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird Er euch in Meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in Meinem Namen erbeten. Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.
Dies habe Ich in verhüllter Rede zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der Ich nicht mehr in verhüllter Rede zu euch spreche, sondern euch offen den Vater verkünden werde. An jenem Tag werdet ihr in Meinem Namen bitten und Ich sage nicht, dass Ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr Mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass Ich von Gott ausgegangen bin. Vom Vater bin Ich ausgegangen und in die Welt gekommen; Ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.
Da sagten seine Jünger: Jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Gleichnissen. Jetzt wissen wir, dass Du alles weißt und von niemand gefragt zu werden brauchst. Darum glauben wir, dass Du von Gott gekommen bist. Jesus erwiderte ihnen: Glaubt ihr jetzt?
Die Stunde kommt und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und Mich werdet ihr allein lassen. Aber Ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei Mir. Dies habe Ich zu euch gesagt, damit ihr in Mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.

Heute feiert die Kirche das Gedächtnis unseres ehrwürdigen Vaters Pachomios des Großen.
Troparion, 8. Ton:
Durch die Bäche deiner Tränen brachtest du die dürre Wüste zum blühen; * durch dein tiefes Seufzen brachten deine Leiden hundertfältige Frucht; * durch deine Wunder wurdest du eine leuchtende Fackel für das All. * Seliger Vater Pachomios, ** bitt Christus, unseren Gott, unsere Seelen zu retten.
Kondakion, 2. Ton, nach: Das Höhere suchend:
Allen Enden der Welt bist du erschienen * als strahlender Leuchter * und hast die Wüste zu einer Stadt vieler Mönche gemacht; * hast das Kreuz auf deine Schultern genommen * und dich kreuzigend, * hast durch die Enthaltsamkeit deinen Leib du geschwächt ** und betest unaufhörlich für uns alle.