Donnerstag der Vierten Woche nach Pfingsten 2026

25 Juni 2026

Donnerstag der 4. Woche nach Pfingsten

Tageslesungen

Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 11, 13–24:

Euch, den Heiden, sage ich: Gerade als Apostel der Heiden preise ich meinen Dienst, weil ich hoffe, die Angehörigen meines Volkes eifersüchtig zu machen und wenigstens einige von ihnen zu retten. Denn wenn schon ihre Verwerfung für die Welt Versöhnung gebracht hat, dann wird ihre Annahme nichts anderes sein als Leben aus dem Tod. Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist es auch der ganze Teig; ist die Wurzel heilig, so sind es auch die Zweige. Wenn aber einige Zweige herausgebrochen wurden und wenn du als Zweig vom wilden Ölbaum in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest und damit Anteil erhieltest an der Kraft seiner Wurzel, so erhebe dich nicht über die anderen Zweige. Wenn du es aber tust, sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.

Nun wirst du sagen: Die Zweige wurden doch herausgebrochen, damit ich eingepfropft werde. Gewiss, sie wurden herausgebrochen, weil sie nicht glaubten. Du aber stehst an ihrer Stelle, weil du glaubst. Sei daher nicht überheblich, sondern fürchte dich! Hat Gott die Zweige, die von Natur zum edlen Baum gehören, nicht verschont, so wird er auch dich nicht verschonen. Erkenne die Güte Gottes und seine Strenge! Die Strenge gegen jene, die gefallen sind, Gottes Güte aber gegen dich, sofern du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du herausgehauen werden. Ebenso werden auch jene, wenn sie nicht am Unglauben fest halten, wieder eingepfropft werden; denn Gott hat die Macht, sie wieder einzupfropfen.

Wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgehauen und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest, dann werden erst recht sie als die von Natur zugehörigen Zweige ihrem eigenen Ölbaum wieder eingepfropft werden.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 11, 27–30:

Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

Hl. Petros vom Berg Athos

Wir begehen heute das Gedächtnis unseres ehrwürdigen Vaters Onuphrios des Großen und des Hl. Petros vom Berg Athos.

Troparion, 4. Ton:

Gott unserer Väter * immer handelst du an uns nach Deiner Güte * wende nicht von uns Dein Erbarmen * sondern lenke auf ihre Fürbitte hin ** unser Leben in Frieden.

Kondakion vom ehrwürdigen Onuphrios, 3. Ton, nach: Die Jungfrau:

Vom Lichte des Allheiligen Geistes erleuchtet * hast du, o Gottweiser * die Eitelkeit dieses Lebens verlassen * und bist in die Wüste gegangen * und hast dort, o ehrwürdiger Vater * Gott den Schöpfer, der über allem waltet, erfreut; * und deshalb hat dich, o Seliger ** Christus, der große Spender aller Gaben, verherrlicht.

Kondakion vom Hl. Petros, 2. Ton, nach: Das Höhere suchend:

Nachdem du dich vom Leben der menschlichen Gesellschaft entfernt, * lebtest du in Felsenhöhlen und in Schluchten, * aus Göttlicher Sehnsucht und aus Liebe zu deinem Herrn, * von Dem du auch die Krone, * o Petrus, empfangen hast; * nun bitte unaufhörlich ** dass wir errettet werden.

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