Erster Fastensonntag 2026

01 März 2026

1. Fastensonntag

Tageslesungen

Lesung aus dem Brief des Hl. Apostels Paulus an die Hebräer 11, 24-26; 11, 32 - 12,2:

Aufgrund des Glaubens weigerte sich Mose, als er herangewachsen war, Sohn einer Tochter des Pharao genannt zu werden; lieber wollte er sich zusammen mit dem Volk Gottes misshandeln lassen, als flüchtigen Genuss von der Sünde zu haben; er hielt die Schmach des Messias für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er dachte an den künftigen Lohn.

Und was soll ich noch aufzählen? Die Zeit würde mir nicht reichen, wollte ich von Gideon reden, von Barak, Simson, Jiftach, David und von Samuel und den Propheten; sie haben aufgrund des Glaubens Königreiche besiegt, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft, Feuersglut gelöscht; sie sind scharfen Schwertern entgangen; sie sind stark geworden, als sie schwach waren; sie sind im Krieg zu Helden geworden und haben feindliche Heere in die Flucht geschlagen.

Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung zurückerhalten. Einige nahmen die Freilassung nicht an und ließen sich foltern, um eine bessere Auferstehung zu erlangen. Andere haben Spott und Schläge erduldet, ja sogar Ketten und Kerker. Gesteinigt wurden sie, verbrannt, zersägt, mit dem Schwert umgebracht; sie zogen in Schafspelzen und Ziegenfellen umher, Not leidend, bedrängt, misshandelt.

Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in den Höhlen und Schluchten des Landes. Doch sie alle, die aufgrund des Glaubens (von Gott) besonders anerkannt wurden, haben das Verheißene nicht erlangt, weil Gott erst für uns etwas Besseres vorgesehen hatte; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden.

Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.

Aus dem hl. Evangelium nach Johannes 1, 43-51:

Am Tag darauf wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach! Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus. Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs.

Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit.

Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.

Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!

Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen.

Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

Triumphes der Orthodoxie

Am 1. Fastensonntag feiern wir das Fest des Triumphes der Orthodoxie. Damit begehen wir das Gedächtnis der Wiederaufrichtung der heiligen und ehrwürdigen Ikonen.

Auferstehungstroparion vom Ton:

Ehre, 2. Ton: Vor Deinem allreinen Bilde fallen wir nieder, o Gütiger * und bitten um Vergebung unserer Sünden, Christus o Gott; * denn Dir gefiel es, freiwillig im Fleische das Kreuz zu besteigen, * um Deine Geschöpfe * der Knechtschaft des Feindes zu entreißen. * Deshalb rufen wir dankbar Dir zu: * mit Freude hast Du, unser Retter, alles erfüllt, ** da die Welt zu retten Du kamst.

Jetzt, Theotokion: Deine Geheimnisse, o Gottesgebärerin * sind alle unbegreiflich * und gehen alle über die Vernunft hinaus; * denn als in Reinheit versiegelte * und in Jungfräulichkeit bewahrte Mutter, * wirst untrüglich du erkannt, * auch nachdem du uns den wahren Gott geboren; * nun bitte Ihn, ** dass Er unsere Seelen errette.

Kondakion, Idiomelon, 8. Ton:

Das unumschriebene WORT des Vaters * ließ Sich in dir, Gottesgebärerin, * fleischgeworden, umschreiben, * um das befleckte Abbild * gemäß dem Urzustande zu erneuern * und mit Göttlicher Schönheit wieder zu verbinden; * wir aber bekennen das Heil im Wort und im Werk ** und stellen im Bilde es dar.

Aufrufe: 30
Ratings: 0/5
Votes: 0
Mehr zum thema
Artikel zum Thema
Comment