Fest der Verkündigung

7. April 2022

Festlich geschmueckte Kirche zum Feiertag

Festlich geschmückte Kirche zum Feiertag

Hochfest der Verkündigung unserer Allheiligen Herrin, der Gottesgebärerin und Immerwährenden Jungfrau Maria.

Troparion, 4. Ton:

Heut ist unseres Heiles Beginn * und das von Ewigkeit verborgene Geheimnis wird offenbar: * Gottes Sohn wird einer Jungfrau Kind * und Gabriel verkündet die Gnade * deshalb rufen auch wir mit ihm zur Gottesgebärerin: * Sei gegrüßt, voll der Gnaden ** der Herr ist mit dir.

Kondakion, 8. Ton:

Der siegreichen Herzogin als Siegespreis * weihen dies Dankeslied, vom Übel befreit * wir deine Diener dir, Gottesgebärerin. * Bei dir ist Macht unüberwindlich * so befrei uns aus jeder Gefahr, auf dass wir dir rufen: ** Sei gegrüßt unvermählte Braut.

 

Details der Königlichen Türen mit Darstellung der Verkündigung

Details der Königlichen Türen mit Darstellung der Verkündigung

Die Sinngebung des Verkündigungsfestes durch das Geheimnis der Menschwerdung Gottes

und Seiner Menschenfreundlichkeit macht das Synaxarion zum 25. März deutlich:

Der menschenfreundliche und erbarmungsreiche Gott, der allezeit als liebevoller Vater für das Menschengeschlecht sorgt, sah, wie das Werk Seiner Hände vom Teufel versklavt und tyrannisiert wurde und wie es den ehrlosen Leidenschaften unterlegen und dem Götzendienst unterworfen war. Da beschloß er, Seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, in die Welt zu senden, um es aus den Fängen des Teufels zu befreien. Da er seine Absicht aber nicht nur vor dem Satan, sondern selbst vor den himmlischen Mächten geheimgehalten wollte, vertraute Er nur einem einzigen Erzengel, dem ruhmreichen Gabriel, das Mysterium an. Bei Seinem Heilswerk sorgte Er auch dafür, dass die Heilige Jungfrau zuvor durch den Heiligen Geist geläutert wurde, um einer solchen Gnade würdig zu sein. Der Engel kam in die Stadt Nazareth und sprach zu ihr: Freue dich, Begnadete, der Herr ist mit dir! Sie entgegnete ihm: Wie soll mir das geschehen? Er erwiderte: Heiliger Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten dich überschatten. Da sprach sie: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort. Während des Gespräches zwischen dem Erzengel und ihr empfing sie auf übernatürliche Weise durch die Überschattung Gottes und die Herabkunft des Heiligen Geistes in ihrem makellosen Schoß den Sohn und das WORT Gottes, Seine personhafte Weisheit und wesenhafte Macht. Von nun an wurden die Mysterien Gottes des WORTES entsprechend Seinem Heilswillen zu unserer Rettung und Erlösung vollzogen.

Koenigliche Tueren

Königliche Türen

Stichiren zu Fest

Das seit Ewigkeit verborgene Geheimnis

wird heute offenkundig:

Der Sohn Gottes wird ein Sohn des Menschen,

damit Er in der Annahme des Schlechteren

mir schenke das Bessere.

Einst wurde Adam betrogen:

Als er begehrte, Gott zu werden, wurde er es nicht.

Doch Gott wird Mensch,

damit Er zu Gott den Adam mache.

Jubeln soll die Schöpfung!

Denn der Erzengel tritt mit Furcht

vor die Jungfrau und bringt ihr

das “Freue dich!”, den Gegensatz zur Trauer.

Wegen deines herzinnigen Erbarmens Mensch geworden,

unser Gott, Ehre sei Dir!

 

Den seit Ewigkeit verborgenen Ratschluss

dir, Mädchen, zu offenbaren, nahte Gabriel dir;

herzlich begrüßte er dich und rief dir zu:

Freue dich, unbesätes Land.

Freue dich, nicht verbrennender Dornbusch.

Freue dich, unauslotbare Tiefe.

Freue dich, Brücke, die zum Himmel führt.

Freue dich, in Himmelshöhen reichende Leiter, die Jakob erblickte.

Freue dich, göttliches Gefäß für das Manna.

Freue dich, Lösung des Fluchs.

Freue dich, Heimrufung Adams, mit dir ist der Herr!

Ikone der Verkuendigung

Ikone der Verkündigung (von Ustjug)

Gesandt war aus dem Himmel

der Erzengel Gabriel, zu verkünden

der Jungfrau die Empfängnis.

Nach Nazareth gekommen, überlegte er bei sich

erschrocken über das Wunder:

Wie kann der, der in den Höhen der Unbegreifliche ist,

aus der Jungfrau geboren werden!

Er hat ja zum Thron den Himmel

und als Fußschemel die Erde,

und doch findet Er Platz im Schoße einer Frau!

Zu dem die sechs flügeligen Seraphim

und die vieläugigen Cherubim nicht aufschauen können,

ihm gefiel es durch ein einziges Wort

aus ihr Fleisch anzunehmen!

Gottes WORT ist hier zugegen.

Warum stehe ich nun da,

und sage nicht zu dem Mädchen:

Freue dich, reine Jungfrau.

Freue dich, unvermählte Braut.

Freue dich, Mutter des Lebens.

Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!

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