Freitag der Achten Woche nach Pfingsten 2026

24 Juli 2026

Freitag der 8. Woche nach Pfingsten

Tageslesungen

Aus dem ersten Brief des hl. Apostels Paulus an die Korinther 11, 8-22:

Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann. Deswegen soll die Frau mit Rücksicht auf die Engel das Zeichen ihrer Vollmacht auf dem Kopf tragen.

Doch im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau. Denn wie die Frau vom Mann stammt, so kommt der Mann durch die Frau zur Welt; alles aber stammt von Gott.

Urteilt selber! Gehört es sich, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet? Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für den Mann eine Schande, für die Frau aber eine Ehre ist, lange Haare zu tragen? Denn der Frau ist das Haar als Hülle gegeben. Wenn aber einer meint, er müsse darüber streiten: Wir und auch die Gemeinden Gottes kennen einen solchen Brauch nicht.

Wenn ich schon Anweisungen gebe: Das kann ich nicht loben, dass ihr nicht mehr zu eurem Nutzen, sondern zu eurem Schaden zusammenkommt. Zunächst höre ich, dass es Spaltungen unter euch gibt, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt; zum Teil glaube ich das auch. Denn es muss Parteiungen geben unter euch; nur so wird sichtbar, wer unter euch treu und zuverlässig ist.

Was ihr bei euren Zusammenkünften tut, ist keine Feier des Herrenmahls mehr; denn jeder verzehrt sogleich seine eigenen Speisen, und dann hungert der eine, während der andere schon betrunken ist. Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder verachtet ihr die Kirche Gottes? Wollt ihr jene demütigen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 17, 10–18:

Da fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

Als sie zurückkamen, begegneten sie einer großen Zahl von Menschen. Da trat ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Immer wieder fällt er ins Feuer oder ins Wasser. Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Dann drohte Jesus dem Dämon. Der Dämon verließ den Jungen, und der Junge war von diesem Augenblick an geheilt.

Hl Großfürstin Olga

Wir feiern heute das Gedächtnis der Heiligen Großfürstin Olga.

Troparion, 4. Ton:

Nachdem du, o gottweise Olga, * den Trug der Idole verlassen, * folgtest du Christus nach, * deinem unsterblichen Bräutigam, * in dessen Brautgemach du frohlocken darfst, * so bitt’ Ihn unaufhörlich * für alle, die da gläubig und voller Liebe ** dein heiliges Gedächtnis ehren.

Kondakion, 4. Ton, nach: Erschienen:

Heut lasst uns besingen * Gott, den Wohltäter aller, * Ihn der da in Russland * die gottweise Olga verherrlicht hat, * auf dass durch ihre Fürbitte * Vergebung der Sünden ** Er uns schenke.

Hl. Großmartyrin Euphemia der Vielgelobten

Außerdem begehen wir das Gedächtnis des Wunders der Hl. Großmartyrin Euphemia der Vielgelobten.

Troparion, 4. Ton:

Da Christus deinen Bräutigam, du liebtest, * deine Lampe strahlend hell breit hieltst * und in deinen Tugenden erglänztest, * o allberühmte Euphemia, * durftest du mit Ihm zur Hochzeit ziehn, * nachdem den Siegeskranz für deinen Leidenskampf * von Ihm du empfangen, * wohlan, befreie uns aus aller Not, ** die wir getreulich dein Gedächtnis ehren.

Kondakion, 6. Ton, nach: Nachdem du das Heilswerk:

Prüfungen im Leidenskampf, * Prüfungen für den Glauben * hast du für Christus, deinen Bräutigam, * tapfer ausgestanden, * wohlan, jetzt bitte durch die Gottesgebärerin, * dass wie einst die irrigen Lehren * jetzt das Anrennen des Feindes * der Rechtgläubigkeit unter die Füße geworfen werde, * die von den sechshundertdreißig gotterfüllten Vätern du * die Glaubensformel empfangen * und sie bewahret hast, ** o hochgepriesene Euphemia.

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