Freitag der dritten Fastenwoche 2026

13 März 2026

Freitag der 3. Fastenwoche

Tageslesungen

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 13, 2-13:

Stellt auf einem kahlen Berg ein Feldzeichen auf, erhebt die Stimme und ruft meine Helden herbei! Winkt mit der Hand: Sie sollen einziehen durch die Tore der Edlen.

Ich selbst habe meine heiligen Krieger aufgeboten, ich habe sie alle zusammengerufen,meine hochgemuten, jauchzenden Helden, damit sie meinen Zorn vollstrecken.

Horch, es dröhnt im Gebirge wie der Lärm von zahllosen Menschen. Horch, ganze Königreiche brausen heran, viele Völker kommen zusammen. Der Herr der Heere mustert die Truppen. Sie kommen aus einem fernen Land, vom Ende des Himmels: der Herr und die Waffen seines Zorns, um das ganze Land zu verwüsten.

Schreit auf, denn der Tag des Herrn ist nahe; er kommt wie eine zerstörende Macht vom Allmächtigen. Da sinken alle Hände herab und das Herz aller Menschen verzagt.

Sie sind bestürzt; sie werden von Krämpfen und Wehen befallen, wie eine Gebärende winden sie sich. Einer starrt auf den andern, wie Feuer glüht ihr Gesicht.

Seht, der Tag des Herrn kommt, voll Grausamkeit, Grimm und glühendem Zorn; dann macht er die Erde zur Wüste und die Sünder vertilgt er.

Die Sterne und Sternbilder am Himmel lassen ihr Licht nicht mehr leuchten. Die Sonne ist dunkel, schon wenn sie aufgeht, der Mond lässt sein Licht nicht mehr scheinen.

Dann bestrafe ich den Erdkreis für seine Verbrechen und die Bösen für ihre Vergehen. Dem Hochmut der Stolzen mache ich ein Ende und werfe die hochmütigen Tyrannen zu Boden. Die Menschen mache ich seltener als Feingold, die Menschenkinder rarer als Golderz aus Ofir. Dann wird der Himmel erzittern und die Erde beginnt an ihrem Ort zu wanken wegen des Grimms des Herrn der Heere am Tag seines glühenden Zorns.

Lesung aus dem Buch Genesis 8, 4-21:

Am siebzehnten Tag des siebten Monats setzte die Arche im Gebirge Ararat auf. Das Wasser nahm immer mehr ab, bis zum zehnten Monat. Am ersten Tag des zehnten Monats wurden die Berggipfel sichtbar.

Nach vierzig Tagen öffnete Noach das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ einen Raben hinaus. Der flog aus und ein, bis das Wasser auf der Erde vertrocknet war.

Dann ließ er eine Taube hinaus, um zu sehen, ob das Wasser auf der Erde abgenommen habe. Die Taube fand keinen Halt für ihre Füße und kehrte zu ihm in die Arche zurück, weil über der ganzen Erde noch Wasser stand. Er streckte seine Hand aus und nahm die Taube wieder zu sich in die Arche.

Dann wartete er noch weitere sieben Tage und ließ wieder die Taube aus der Arche.

Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück, und siehe da: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Olivenzweig. Jetzt wusste Noach, dass nur noch wenig Wasser auf der Erde stand. Er wartete weitere sieben Tage und ließ die Taube noch einmal hinaus. Nun kehrte sie nicht mehr zu ihm zurück.

Im sechshundertersten Jahr Noachs, am ersten Tag des ersten Monats, hatte sich das Wasser verlaufen. Da entfernte Noach das Verdeck der Arche, blickte hinaus, und siehe: Die Erdoberfläche war trocken. Am siebenundzwanzigsten Tag des zweiten Monats war die Erde trocken.

Da sprach Gott zu Noach: Komm heraus aus der Arche, du, deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne! Bring mit dir alle Tiere heraus, alle Wesen aus Fleisch, die Vögel, das Vieh und alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen. Auf der Erde soll es von ihnen wimmeln; sie sollen fruchtbar sein und sich auf der Erde vermehren.

Da kam Noach heraus, er, seine Söhne, seine Frau und die Frauen seiner Söhne. Auch alle Tiere kamen, nach Gattungen geordnet, aus der Arche, die Kriechtiere, die Vögel, alles, was sich auf der Erde regt.

Dann baute Noach dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar. Der Herr roch den beruhigenden Duft und der Herr sprach bei sich: Ich will die Erde wegen des Menschen nicht noch einmal verfluchen; denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe.

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 10, 31 - 11, 12:

Der Mund des Gerechten bringt Weisheit hervor, eine Zunge voll Falschheit aber wird abgeschnitten. Die Lippen des Gerechten achten auf das, was gefällt, der Mund der Frevler aber auf das, was verkehrt ist.

Falsche Waage ist dem Herrn ein Gräuel, volles Gewicht findet sein Gefallen. Kommt Übermut, kommt auch Schande, doch bei den Bescheidenen ist die Weisheit zu Hause.

Die Redlichen leitet ihre Lauterkeit, die Verräter richtet ihre Falschheit zugrunde. Reichtum hilft nicht am Tag des Zorns, Gerechtigkeit aber rettet vor dem Tod.

Dem Lauteren ebnet seine Gerechtigkeit den Weg, der Frevler aber kommt durch seine Bosheit zu Fall. Die Redlichen rettet ihre Gerechtigkeit, die Verräter schlägt ihre eigene Gier in Fesseln. Beim Tod des Frevlers wird sein Hoffen zunichte, die falsche Erwartung schwindet dahin.

Der Gerechte wird aus der Not gerettet, an seine Stelle tritt der Böse. Vom Mund des Ruchlosen droht dem Nächsten Verderben, die Gerechten befreien sich durch ihre Umsicht. Wenn es dem Gerechten gut geht, freut sich die Stadt; sie jubelt beim Untergang der Frevler. Eine Stadt kommt hoch durch den Segen der Redlichen, durch den Mund der Frevler wird sie niedergerissen. Wer den Nächsten verächtlich macht, ist ohne Verstand, doch ein kluger Mensch schweigt.

Vater Basilios der Bekenner

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis unseres ehrwürdigen Vaters Basilios des Bekenners, Gefährte des Hl. Prokopios.

Troparion, 1. Ton:

Als Bürger der Wüste und Engel im Leibe * bist du zum Wundertäter geworden, gotttragender Vater Basilios. * Durch Fasten, Wachen und Beten * empfingest du himmlische Gaben; * die Kranken und die Seelen, die voll Glauben zu dir kamen * hast du geheilt. * Ehre sei dem, der dir Kraft gab! * Ehre dem, der dich krönte! ** Ehre dem, der durch dich allen Heilung bewirkt.

Kondakion, 2. Ton, nach: Das Höhere suchend:

Nachdem du aus der Höhe * die Göttliche Offenbarung empfangen, * schrittest hinaus du, o Weiser, * aus der Mitte der Lärmenden, * und nachdem du vorbildlich als Mönch gelebt, * empfingest du die Gabe des Wunderwirkens, * und der gnadenhaften Krankenheilung, ** o allseliger, hochheiliger Basilios.

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