
Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 9, 6–19:
Es ist aber keineswegs so, dass Gottes Wort hinfällig geworden ist. Denn nicht alle, die aus Israel stammen, sind Israel; auch sind nicht alle, weil sie Nachkommen Abrahams sind, deshalb schon seine Kinder, sondern es heißt: Nur die Nachkommen Isaaks werden deine Nachkommen heißen.
Das bedeutet: Nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Nachkommen anerkannt; denn es ist eine Verheißung, wenn gesagt wird: In einem Jahr werde ich wiederkommen, dann wird Sara einen Sohn haben. So war es aber nicht nur bei ihr, sondern auch bei Rebekka: Sie hatte von einem einzigen Mann empfangen, von unserem Vater Isaak, und ihre Kinder waren noch nicht geboren und hatten weder Gutes noch Böses getan; damit aber Gottes freie Wahl und Vorherbestimmung gültig bleibe, nicht abhängig von Werken, sondern von ihm, der beruft, wurde ihr gesagt: Der Ältere muss dem Jüngeren dienen; denn es steht in der Schrift: Jakob habe ich geliebt, Esau aber gehasst.
Heißt das nun, dass Gott ungerecht handelt? Keineswegs! Denn zu Mose sagt er: Ich schenke Erbarmen, wem ich will, und erweise Gnade, wem ich will.
Also kommt es nicht auf das Wollen und Streben des Menschen an, sondern auf das Erbarmen Gottes. In der Schrift wird zum Pharao gesagt: Eben dazu habe ich dich bestimmt, dass ich an dir meine Macht zeige und dass auf der ganzen Erde mein Name verkündet wird. Er erbarmt sich also, wessen er will, und macht verstockt, wen er will.
Nun wirst du einwenden: Wie kann er dann noch anklagen, wenn niemand seinem Willen zu widerstehen vermag?
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 10, 32–36; 11, 1:
Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.
Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.
Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.

Heute begehen wir das Gedächtnis unseres ehrwürdigen Vaters Bessarion, des Wundertäters sowie des ehrwürdigen Ilarion des Neuen vom Dalmatos-Kloster.
Troparion, 4. Ton:
Gott unserer Väter * immer handelst du an uns nach Deiner Güte * wende nicht von uns Dein Erbarmen * sondern lenke auf ihre Fürbitte hin ** unser Leben in Frieden.
Kondakion des ehrwürdigen Bessarion, 2. Ton, nach: Die festen:
Ein Leben nach Art der Vögel hast du geführt * und dabei den Scharen im Himmel nachgeeifert; * alles Zeitliche hast du dem Vergessen anheim gegeben, * in dauernder Sehnsucht warst du hingezogen * zur himmlischen Schönheit Christi, des Königs, * bis endlich zu Ihm du gelangtest; ** bitt unaufhörlich für uns alle.
Kondakion des ehrwürdigen Ilarion, 2. Ton, nach: Die festen:
Durch die rettende Umfriedung deiner Weiden * hast deine Herde als Hirt du unversehrt bewahrt; * durch die Erhabenheit deiner Taten * bist hervorragend du erschienen, * o Ilarion, Du der Neue, * wegen deiner Frömmigkeit hast du große Qualen und Trübsale erduldet, * deswegen bist du eingegangen * in das Leben der Freude im höchsten Sion; ** bitte für uns, o Ehrwürdiger.