Freitag der fünften Fastenwoche 2026

27 März 2026

Freitag der 5. Fastenwoche

Tageslesungen

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 45, 11-17:

So spricht der Herr, der Heilige Israels und sein Schöpfer: Wollt ihr mir etwa Vorwürfe machen wegen meiner Kinder und Vorschriften über das Werk meiner Hände?

Ich habe die Erde gemacht und die Menschen auf ihr geschaffen. Ich habe den Himmel ausgespannt mit meinen Händen und ich befehle seinem ganzen Heer.

Ich habe ihn (Kyrus) aus Gerechtigkeit zum Aufbruch veranlasst. Alle Wege ebne ich ihm. Er baut meine Stadt wieder auf, mein verschlepptes Volk lässt er frei, aber nicht für Lösegeld oder Geschenke. Der Herr der Heere hat gesprochen.

So spricht der Herr: Die Ägypter mit ihren Erträgen, die Kuschiter mit ihrem Gewinn und die groß gewachsenen Sebaiter werden zu dir kommen und dir gehören; in Ketten werden sie hinter dir herziehen. Sie werfen sich nieder vor dir und bekennen: Nur bei dir gibt es einen Gott und sonst gibt es keinen.

Wahrhaftig, du bist ein verborgener Gott. Israels Gott ist der Retter. Schmach und Schande kommt über sie alle, die Götzenschmiede geraten in Schande. Israel aber wird vom Herrn gerettet, wird für immer errettet. Über euch kommt keine Schande und Schmach mehr für immer und ewig.

Lesung aus dem Buch Genesis 22, 1-18:

Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.

Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.

Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte. Als Abraham am dritten Tag aufblickte, sah er den Ort von weitem.Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück. Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander.

Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer?

Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter. Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz.

Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.

Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.

Abraham nannte jenen Ort Jahwe-Jire (Der Herr sieht), wie man noch heute sagt: Auf dem Berg lässt sich der Herr sehen. Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu und sprach: Ich habe bei mir geschworen - Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast, will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen. Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast.

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 17, 17 - 18, 5:

Der Freund erweist zu jeder Zeit Liebe, als Bruder für die Not ist er geboren. Ohne Verstand ist, wer Handschlag leistet, wer Bürgschaft übernimmt für einen andern.

Verbrechen liebt, wer Streit liebt; wer seine Tür zu hoch macht, will den Einsturz. Wer ein unaufrichtiges Herz hat, findet kein Glück, wer sich beim Reden verstellt, stürzt ins Unheil. Wer einen Toren zeugt, dem bringt es Gram; der Vater eines Narren kann sich nicht freuen. Ein fröhliches Herz tut dem Leib wohl, ein bedrücktes Gemüt lässt die Glieder verdorren.

Bestechung aus dem Gewandbausch nimmt der Frevler an, um die Pfade des Rechts zu verkehren. Vor dem Blick des Verständigen steht Weisheit, doch die Augen des Toren schweifen bis ans Ende der Erde.

Ein törichter Sohn bereitet seinem Vater Verdruss und Kummer seiner Mutter, die ihn geboren hat. Schon eine Geldstrafe für den Unschuldigen ist nicht gut, aber Edle schlagen zu lassen ist gegen das Recht. Wer sich zurückhält beim Reden hat tiefe Einsicht, wer kühl überlegt, ist ein verständiger Mann. Auch ein Tor kann als weise gelten, wenn er schweigt, als einsichtig, wenn er seine Lippen verschließt.

Der Abtrünnige sucht nach einem Vorwand, um loszubrechen mit aller Gewalt. Der Tor hat kein Gefallen an Einsicht, vielmehr daran, sein Herz zur Schau zu stellen. Kommt Frevel, kommt auch Verachtung und mit der Schandtat die Schmach. Tiefe Wasser sind die Worte aus dem Mund eines Menschen, ein sprudelnder Bach, eine Quelle der Weisheit.

Es ist nicht gut, einen Schuldigen zu begünstigen und den Unschuldigen abzuweisen vor Gericht.

Vater Benediktus von Nursia

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis unseres ehrwürdigen, gotttragenden Vaters Benediktus von Nursia.

Alleluia:

Kondakion, 6. Ton:

Reich wurdest du durch die Gnade Gottes * bewiesen hast du deine Berufung durch deine Taten * und erschienen bist du, o Freund Christi, unseres Gottes, * als ein in Fasten und Gebet * von den Gnadengaben des Gottesgeistes Erfüllter; * den Kranken warst du ein Heiler * den Feinden ein Widerstehender ** uns allen aber bist du ein Helfer.

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