
Aus der Apostelgeschichte 19, 1–8:
Während Apollos sich in Korinth aufhielt, durchwanderte Paulus das Hochland und kam nach Ephesus hinab. Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes. Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus. Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen.
Paulus legte ihnen die Hände auf und der Heilige Geist kam auf sie herab; sie redeten in Zungen und weissagten. Es waren im ganzen ungefähr zwölf Männer.
Er ging in die Synagoge und lehrte drei Monate lang freimütig und suchte sie vom Reich Gottes zu überzeugen.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Johannes 14, 1–11:
Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr.
Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!

Wir begehen heute das Fest der Reliquienübertragung unseres Vaters unter den Hll. Nikolaus von Myra nach Bari.
Troparion, 4. Ton:
Gekommen ist der Tag des leuchtenden Festes * die Stadt Bari, freuet sich; * zusammen mit ihr frohlockt auch die Welt * in Hymnen und geisterfüllten Liedern; * denn heute ist das heilige Fest * da die heiligen und heilenden Gebeine * unseres Hohenpriesters und Wundertäters Nikolaus nach Bari übertragen werden: * Wie eine ewige Sonne leuchtet und strahlet er; * und vertreibt die Finsternis der Nöte und Versuchungen * von allen, die da gläubig rufen: ** Rette uns, großer Nikolaus, sei unser Helfer.
Kondakion, 3. Ton, nach: Die Jungfrau:
Deine Gebeine, o Hoherpriester Nikolaus * zogen wie ein Stern vom Osten nach dem Westen * das Meer aber ward durch deinen Durchzug geheiligt * und die Stadt Bari empfängt durch dich Gnade: ** denn bei uns ruhend, erscheinest du als vortrefflicher, wunderbarer und gnädiger Wundertäter.
Wir gedenken auch des Hl. Propheten Jesaja.
Troparion, 2. Ton:
Da wir feiern das Gedächtnis Deines Propheten Jesaja * bitten wir Dich, o Herr ** unsere Seelen auf seine Fürbitten zu retten.
Kondakion vom Propheten, 2. Ton, nach: Die in Fürbitten:
Allen hast du die Fleischwerdung des Herrn geoffenbart, * o Prophet, Martyrer und Gotteskünder Isaias, * nachdem du die Gabe der Prophetie empfangen; * zu allen Enden der Erde * hast du mit lauter Stimme gerufen: ** Siehe die Jungfrau wird in ihrem Schoße empfangen.