Freitag der vierten Fastenwoche 2026

20 März 2026

Freitag der 4. Fastenwoche

Tageslesungen

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 29, 13-23:

Der Herr sagte: Weil dieses Volk sich mir nur mit Worten nähert und mich bloß mit den Lippen ehrt, sein Herz aber fern hält von mir, weil seine Furcht vor mir nur auf einem angelernten menschlichen Gebot beruht, darum will auch ich in Zukunft an diesem Volk seltsam handeln, so seltsam, wie es niemand erwartet. Dann wird die Weisheit seiner Weisen vergehen und die Klugheit seiner Klugen verschwinden.

Weh denen, die ihre geheimen Pläne vor dem Herrn verbergen, damit im Dunkel bleibt, was sie tun. Sie sagen: Wer sieht uns schon und wer kennt uns?

Weh euch, die ihr alles verdreht. Ist denn der Ton so viel wie der Töpfer? Sagt denn das Werk von dem, der es herstellt: Er hat mich nicht gemacht? Oder sagt der Topf von dem Töpfer: Er versteht nichts?

Nur noch kurze Zeit, dann verwandelt sich der Libanon in einen Garten und der Garten wird zu einem Wald. An jenem Tag hören alle, die taub sind, sogar Worte, die nur geschrieben sind, und die Augen der Blinden sehen selbst im Dunkeln und Finstern. Die Erniedrigten freuen sich wieder über den Herrn und die Armen jubeln über den Heiligen Israels.

Denn der Unterdrücker ist nicht mehr da, der Schurke ist erledigt, ausgerottet sind alle, die Böses tun wollen, die andere als Verbrecher verleumden, die dem Richter, der am Tor sitzt, Fallen stellen und den Unschuldigen um sein Recht bringen mit haltlosen Gründen.

Darum - so spricht der Herr zum Haus Jakob, der Herr, der Abraham losgekauft hat: Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen.

Wenn das Volk sieht, was meine Hände in seiner Mitte vollbringen, wird es meinen Namen heilig halten. Es wird den Heiligen Jakobs als heilig verehren und erschrecken vor Israels Gott.

Lesung aus dem Buch Genesis 12, 1-7:

Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.

Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.

Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran fortzog. Abram nahm seine Frau Sarai mit, seinen Neffen Lot und alle ihre Habe, die sie erworben hatten, und die Knechte und Mägde, die sie in Haran gewonnen hatten. Sie wanderten nach Kanaan aus und kamen dort an.

Abram zog durch das Land bis zur Stätte von Sichem, bis zur Orakeleiche. Die Kanaaniter waren damals im Land. Der Herr erschien Abram und sprach: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land. Dort baute er dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar.

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 14, 15-26:

Der Unerfahrene traut jedem Wort, der Kluge achtet auf seinen Schritt. Der Weise hat Scheu und meidet das Böse, der Tor lässt sich gehen und ist vermessen. Der Zornige handelt töricht, der Ränkeschmied ist verhasst.

Die Unerfahrenen verfallen der Torheit, die Klugen krönen sich mit Erkenntnis. Die Bösen müssen sich bücken vor den Guten und die Frevler an der Tür des Gerechten. Selbst seinem Nächsten ist der Arme verhasst, der Reiche aber hat viele Freunde.

Wer seinen Nächsten verachtet, sündigt; wohl dem, der Erbarmen hat mit den Notleidenden.

Gewiss geht in die Irre, wer Böses plant; Liebe und Treue erlangt, wer Gutes plant. Jede Arbeit bringt Erfolg, leeres Geschwätz führt nur zu Mangel.

Die Krone der Weisen ist ihre Klugheit, der Kranz der Toren ist ihre Narrheit. Ein verlässlicher Zeuge rettet Leben, wer Lügen zuflüstert, der täuscht. Der Gottesfürchtige hat feste Zuversicht, noch seine Söhne haben eine Zuflucht.

Hll. Hieromartyrer von Chersones

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis der Hll. Hieromartyrer von Chersónes im Bischofsstand Basilius, Ephraim, Kapiton, Eugenios, Etherios und anderer.

Alleluia:

Kondakion, 2. Ton, nach: Der in der Höhe du lebst:

Gekommen ist der lichtvolle Tag * der Hirten, die als Bischöfe * am Chersones so hell erstrahlten * der Leidenskämpfer, die für Christi Herde * ihr Leben gaben * und deren Fest wir nun begehn; * ihr hochgeweihten Martyrer * bittet den Oberhirten Christus * dass Er uns würdige * dereinst bei Seinen Schafen * zu Seiner Rechten zu stehen * auf dass wir euch entgegenrufen: * Seid gegrüßt ihr geheiligten Väter, ** die ihr für Christus euer Blut vergossen.

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