
Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 5, 17 – 6, 2:
Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus.
Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen, die Leben gibt. Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden. Das Gesetz aber ist hinzugekommen, damit die Übertretung mächtiger werde; wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden.
Denn wie die Sünde herrschte und zum Tod führte, so soll auch die Gnade herrschen und durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben führen, durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Heißt das nun, dass wir an der Sünde fest halten sollen, damit die Gnade mächtiger werde? Keineswegs! Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 9, 14–17:
Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten.

Wir feiern heute das Gedächtnis des Ehrwürdigen Vaters Barlaam von Chutynsk.
Troparion, 3. Ton:
Auf dem Boden schlafend,* durch Fasten und Nachtwachen* hast du deinen Körper ausgezehrt, Ehrwürdiger,* hast alle fleischlichen Gedanken abgetötet* und schenkst reichlich ausströmend Heilungen* für alle die gläubig zu Dir, unserem Vater Warlaam, kommen* bitte Christus Gott,** unsere Seelen zu retten.
Kondakion, 8. Ton:
Wie ein zweiter Elias hast du, Vater, Regen vom Himmel fallen lassen,* hast Feuer entfacht und den Fürst in Erstaunen versetzt,* du erfreutest dein Volk* und bereitetest ihm ein Festmahl.* Denn du bist der Stolz Groß-Nowgorods,* weil hier deine heiligen Reliquien ruhen;* so bewahre uns vor den Feinden, die wir zu dir rufen:** Sei gegrüßt, unser ehrwürdiger Vater Barlaam.