„Großer Kanon“ des Heiligen Andreas von Kreta

7. März 2022

Lesung des “Großen Kanon” in der Fastenzeit

Lesung des “Großen Kanon” in der Fastenzeit

Erster Abschnitt. Erste Ode

Zum Helfer, Beschützer ward mir zum Heile dieser mein Gott, darum will ich ihn preisen, der Gott meines Vaters, - ich will ihn erheben -. Denn herrlich ist er verherrlicht.

Womit soll ich beginnen, wenn ich meines armen Lebens Werke beweine? Welchen Anfang soll, Christus, ich geben dem gegenwärtigen Klagegesang? Wohlan, so schenk mir in deinem Erbarmen Verzeihung der Sünden.

Wohlan, arme Seele, samt deinem Fleische preise den Bildner aller und enthalte dich in Zukunft der früheren Verachtung und bringe Gott in Reue Tränen dar.

Dem ersten Menschen Adam hab ich nachgestrebt durch Übertretung und ich erkannte, dass ich nackt war Gottes und des ewigen Reiches der Wonne ob meiner Sünden.

O, wehe, arme Seele, warum warst der ersten Eva du ähnlich? Bös war dein Blick, und bitter warst du betört. Nach dem Baum hast du gelangt, keck hast du gekostet die sündige Frucht.

Statt der sinnlichen Eva ist mir die geistige Eva erstanden: der leidenschaftliche Trieb im Fleisch, der lehrt die süße Lust und immer kostet den bitteren Trank.

Mit Recht ward aus Eden Adam verbannt, da er dein einzig Gebot, o Heiland, nicht hielt. Was muss ich erst erleiden, der ich stets deine Leben bringenden Worte verworfen?

O Dreiheit, überwesentlich, verehrt in der Einheit, nimm fort von mir die Kettenlast der Sünden und gib in deiner Güte der Reue Tränen mir.

Gottesmutter, du Hoffnung und Hilfe derer, die dich in Hymnen besingen, nimm fort von mir die Kettenlast der Sünden und, Herrin, heilige, nimm mich, den Reuigen, auf.

Erster Abschnitt. Zweite Ode

Himmel, merk auf, und reden will ich und Christus in Hymnen besingen, der als Sohn der Jungfrau im Fleische gewohnt.

Himmel, merk auf, und reden will ich, Erde, lausche der Stimme, die zu Gott sich bekehrt und ihn in Hymnen erhebt.

Neig dich mir, Gott, mein Erbarmer, mit deinem gnädigen Antlitz und nimm auf mein heißes Bekenntnis.

Ich habe gesündigt mehr als alle Menschen, ich allein hab mich an dir versündigt. Wohlan, hab Erbarmen, Gott, Heiland, mit deinem Gebilde.

Gestaltet durch meiner Leidenschaften Missgestalt, entehrte meines Geistes Schönheit ich durch lusthaftes Streben.

Der Sünden Seesturm tobt um mich, erbarmungsvoller Herr. Wohlan, so wie dem Petrus streck auch mir entgegen deine Hand.

Befleckt hab ich mein Fleischgewand, besudelt dein Bild und Gleichnis, o Heiland. Verfinstert habe ich der Seele Lieblichkeit durch der Leidenschaften Lüste, mit einem Wort, ganz den Geist gemacht zu Erdenstaub.

Zerrissen hab ich jetzt mein erstes Kleid, das mir der Bildner im Anbeginn gewebt. Darum lieg ich hier in Blöße.

Mit dem zerrissenen Gewand bin ich bekleidet, das die Schlange mir gewebt durch ihren Rat, und muss mich schämen.

Auf die Zähren der Buhlerin beruf auch ich mich, o Erbarmer. In deiner Güte, Heiland, meiner dich erbarm.

Ich schaute auf des Baumes Schönheit, ließ täuschen meinen Sinn. Und nun liege ich hier nackt und muss mich schämen.

Auf meinem Nacken schmiedeten ihre Ränke all die Anstifter der Sünden und wälzten ihre Sünde auf mich ab.

Als einen Gott aller besinge in drei Personen ich dich als den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

Reine Gottesmutter, Jungfrau, allgepriesen allein, mit ausgespannten Armen fleh um unsere Rettung.

Erster Abschnitt. Dritte Ode

An deiner Satzung unerschütterlichem Felsen mach, Christus, deine Kirche stark. Feuer vom Herrn, o Seele, ließ der Herr einst regnen. So hat verbrannt er einstmals Sodoms Land.

Auf dem Berge Rettung suche, Seele, wie einst Lot. Hinauf nach Segor rette dich.

Fliehe, Seele, den Brand. Flieh Sodoms Feuersglut. Flieh das Verderben göttlicher Flammen-

Ströme.

Ich allein hab wieder dich gesündigt, gesündigt mehr als alle. Christus, Heiland, verachte mich nicht.

Du bist der gute Hirte. Such mich, das Schäflein. Verachte mich nicht, der sich verirrte.

Du bist Jesus, der süße, du bist mein Bildner. In dir, o Heiland, werd ich gerichtet.

Dir bekenne ich´s, Heiland. Maßlos hab ich gesündigt an dir. Sprich frei mich, verzeih mir, Erbarmer.

O Dreiheit, Einheit, o Gott. Errette uns vor der Lüge, vor Gefahren und Nöten.

Sei gegrüßt, du gottaufnehmender Schoß. Sei gegrüßt, Thron des Herrn. Sei gegrüßt, die unseres Lebens Mutter du bist.

Erster Abschnitt. Vierte Ode

Kunde hatte der Prophet von deinem Kommen, Herr, und er geriet in Furcht, weil du kommen wolltest als einer Jungfrau Kind, dich Menschen zeigen wolltest. Gesagt hat er: Vernommen hab ich deine Kunde und geriet in Furcht. Preis sei deiner Macht.

Verschmähe deine Werke nicht. Gerechter Richter, dein Gebild verachte nicht. Wenn ich allein als Mensch gesündigt mehr als alle Menschen, Menschenfreund, so hast du doch als aller Herr, die Sünden zu verzeihen, die Macht.

Es nähert, Seele, sich das Ende. Es nähert sich. Nicht bist du drum besorgt. Nicht machst du dich bereit. Es drängt die Zeit. Steh auf. Nah ist den Toren der Richter. Wie ein Traumbild, wie eine Blume eilt hin die Lebenszeit. Was lassen wir in Torheit uns verwirren?

Werde wieder nüchtern, meine Seele. Überdenke deine Werke, die du tatest, und führ sie dir vor Augen. Lass deine Tränentropfen rinnen. In Offenheit bekenne deine Taten, die Begierden Christus, lass dich von ihm richten.

Nicht geschah im Leben eine Sünde, eine Tat und eine Bosheit, die ich, Heiland, nicht verschuldet nach Wunsch und Plan und Wahl. Durch Lehre, Rat und Werk hab ich gefrevelt, wie nie ein anderer getan.

Drum ward ich auch verurteilt, drum ward ich Armer auch verdammt vom eigenen Gewissen. Und nichts ist drückender als dieses in der Welt. Mein Richter, mein Erlöser und mein Bürge, schon mein, beschirm mich Armen, rette mich.

Die Leiter, die der große Patriarch einst sah, Sinnbild, meine Seele, ist sie für den Fortschritt in der Tugend, für den Aufstieg im Erkennen. Willst also du in Werk, Erkenntnis leben und Beschauung, musst du dich erneuern.

Des Tages Sonnenbrand, tapfer hat ertragen ihn der Patriarch, den Reif der Nacht ertragen. Den Tag hindurch sann er auf Listen, weidend, ringend, dienend, um die beiden Frauen heimzuführen.

Zwei Frauen sind es, das musst du mir erkennen, das Werk und das Erkennen ist es im Schauen. Lea ist das Werk, reich ist sie an Kindern, Rachel das Erkennen, reich an Mühen. Denn ohne Mühen wird kein Werk, o Seele, keine Schau gelingen.

Als unteilbar im Wesen, als unvermischbar in den Personen bekenne ich dich, die dreifaltige, einzige Gottheit, in gleicher Macht, auf gleichem Thron. Ich singe dir den großen Gesang, der in den Höhen dreifaltig als Hymne erklingt.

Du bist Mutter und Jungfrau und bleibst in beidem wirkliche Jungfrau. Das Kind schafft neu die Gesetze der Natur: Der Schoß gebiert ohne Zeugung. Wenn Gott es will, steht still die Ordnung der Natur. Denn er wirkt, was er will.

Erster Abschnitt. Fünfte Ode

Der aus der Nacht zu dir frühmorgens, Menschenfreund, erwacht, erleuchte ihn, ich bitte, und führ auch mich auf deiner Satzung Wegen und lehr mich, Heiland, deinen Willen tun.

In Nacht hab ich mein Leben stets verbracht. Denn zum Dunkel wurde mir, zur tiefen Nacht die Nacht der Sünde. Wohlan, mach, Heiland, mich zu einem Sohn des Tags.

Dem Ruben hab ich nachgestrebt, ich Unglückseliger, und Frevelhaftes, Unerlaubtes habe ich vollbracht wider den höchsten Gott. Mein Lager habe ich befleckt wie jener das des Vaters.

Dir bekenn ich´s, Christus, o König. Gesündigt, gesündigt habe ich: wie Josephs Brüder einst, so hab auch ich die Frucht der Reinheit und der Züchtigkeit verkauft.

Von den eigenen Brüdern ward preisgegeben die gerechte Seele. In Knechtschaft ward verkauft der Gute zum Vorbilde des Herrn. Du selber, Seele, wurdest gänzlich durch deine Sünden preisgegeben.

Ahm nach, o arme Seele, du verwerfliche, Josephs gerechten, züchtigen Sinn. Nicht gib in Zügellosigkeit dich widersinnigen Trieben hin, stets das Gesetz verletzend.

Hat Joseph einst, Gebieter, Herr, in der Zisterne auch gewohnt, geschah es doch, um auf dein Grab und deine Auferstehung hinzuweisen. Doch was von dieser Art will ich dir bieten einst?

Dich, Dreiheit, preisen wir, den einen Gott. Heilig, heilig, heilig bist du, Vater, Sohn und Geist, einfache Wesenheit, als Einheit stets verehrt.

Mit meinem Staubgewand, das er nahm aus dir, hat, Unversehrte, Reine, o Mutter-Jungfrau, Gott sich bekleidet, er, der erschuf die Äonen und mit sich vereinte der Menschen Natur.

Erster Abschnitt. Sechste Ode

Mit meinem ganzen Herzen schrie zu Gott ich, dem Erbarmer. Und aus der tiefsten Tiefe hat er mich gehört, aus der Verderbnis mein Leben mir erhöht.

Meines Angesichtes Tränen, Heiland, und die Seufzer aus der Tiefe biete ich in reiner Absicht dar. Es ruft das Herz: Gott, dir hab ich gesündigt, hab mit mir Erbarmen.

Entlaufen, Seele, bist du deinem Herrn wie Dathan und Abiron. Doch schreie „Schonung“ aus dem tiefsten Grund, damit dich nicht verschlinge der Erde Schlund.

Wie eine Färse, die wild ist, warst Ephraim du ähnlich. Der Gazelle gleich befrei dein Leben aus den Schlingen, versehn mit Schwingen in Tat und Sinn und Schau.

Des Moses Hand, sie wird uns lehren, Seele, wie Gott des Lebens Aussatz weiß und rein zu machen weiß. Gib dich nicht auf, auch wenn dich Aussatz traf.

Eine einfache Dreiheit bin ich, ungeteilt, in den Personen geschieden. Und eine Einheit bin ich, im Wesen geeint: der Vater, so heißt es, der Sohn und der göttliche Geist.

Dein Schoß hat Gott uns geboren in unserer Gestalt. Wohlan, den Schöpfer aller fleh an, Gottesmutter, dass durch deine Bitten wir Rechtfertigung finden.

Kondakion

Meine Seele, meine Seele, steh auf. Warum schläfst du? Es naht das Ende. Dann wirst du wehklagen. Sei also nüchtern, daß deiner schone Christus, der Gott, der in allen Orten zugegen, der alles erfüllt.

Erster Abschnitt. Siebente Ode

Wir haben gesündigt, gesetzlos gehandelt, Unrecht verübt vor deinem Angesicht. Nicht haben wir beachtet, nicht erfüllt deine Gebote. Wohlan, verwirf uns nicht am Ende, Gott der Väter.

Ich habe gesündigt, gefrevelt und verworfen dein Gebot. Denn zu Sünden ließ ich mich verführen, fügte zu den Striemen mir noch Wunden. Doch du selber erbarm dich meiner in deinem Erbarmen, Gott der Väter.

Meines Herzens Heimlichkeiten, ich habe sie dir, meinem Richter, bekannt. Schau meinen Kleinmut, schau auch meine Bedrängnis, wende dich jetzt zu meinem Gericht. Du selber erbarm dich meiner in deinem Erbarmen, Gott der Väter.

Als Saul einst seines Vaters Eselinnen verloren, fand er obendrein noch das Reich, um es an sich zu reißen. Wohlan, schau zu, dass du, dich entscheidend für dein triebhaftes Streben, Christi Reich nicht verlierst.

Hat David auch einst, jener heilige Mann, meine Seele, zwiefach gefrevelt, von des Ehebruchs Pfeile durchbohrt und getroffen von der Mordsühne Speer, so leidest du selber an Schlimmerem als an den Werken, an freigewollten Trieben.

David verband einst mit der Sünde die Sünde. Denn mit dem Mord hat er den Ehebruch vereint, zwiefache Reue sogleich auch empfunden. Du aber, Seele, hast Schlimmeres getan, da du dich nicht zu Gott bekehrst.

David hat einst als Denkmal aufgerichtet, in einem Bilde gleichsam es zusammenfassend, die Hymne, in der er die Handlung verschmäht, die er getan, rufend: Erbarme dich mein. Denn dir alleine hab ich gesündigt, dem Gotte aller. Du selbst mach mich rein.

Als einfache Einheit, ungeteilt und gleicher Wesenheit, als Heilige Dreiheit, als Lichter und Licht, als Heilige Drei und Heiliges Eine, wird Gott, die Dreiheit, gepriesen in Hymnen. Wohlan denn, besinge in Hymnen, preise das Leben, die Fülle des Lebens, o Seele, ihn, der da ist aller Gott.

Dich besingen in Hymnen wir, dich rühmen, dich verehren wir, Gottes Mutter, die du aus der unzertrennlichen Dreiheit den Einen geboren, der dein Sohn ist, der Gott ist. Du hast uns Erdenbewohnern erschlossen die Himmel.

Erster Abschnitt. Achte Ode

Den die Heere der Himmel rühmend erheben, vor dem die Cherubim und die Seraphim beben, jeglicher Geist, jegliche Schöpfung, preist, rühmt und erhebet ihn in alle Äonen.

Erbarm dich, Heiland, des Sünders. Weck auf meinen Sinn, lenk ihn zur Umkehr. Nimm den Reuigen auf. Hab Mitleid mit dem, der da ruft: Dir hab ich gesündigt, errette mich. Gesetzlos hab ich gehandelt, hab Mitleid mit mir.

Als Wagenlenker bestieg Elias der Tugenden Wagen, wurde einst über die Erdendinge empor zu den Himmeln getragen. Seine Aufstieg, meine Seele, erwäge.

Als Elisäus einst das Schaffell des Elias nahm, empfing er eine doppelte Gnade vom Herrn. Du selbst, meine Seele, wardst der Gnade nicht teilhaft deiner Unenthaltsamkeit wegen.

Des Jordans Flut stand einst, als sie geschlagen wurde mit dem Schaffell des Elias, still nach allen Seiten ob des Elisäus. Du wurdest, meine Seele, nicht teilhaft dieser Gnade ob deiner Unenthaltsamkeit.

Die Sunamitin hat einst den Gerechten beherbergt, o Seele, in edler Gesinnung. Du nahmst keinen Fremdling, keinen Wandrer auf in dein Haus. Drum wirst du unter Wehgeschrei hinausgestoßen aus dem Brautgemach.

Giezis schmutzige Gesinnung hast du, arme Seele, immer nachgeahmt. Von seinem Geize laß, wenn auch im Alter erst. Haß der Hölle Glut. Laß ab von deinen Sünden.

Anfangloser Vater, gleichanfangloser Sohn, guter Tröster, gerechter Geist, des Gottesworts Zeuger, des anfanglosen Vaters Wort, belebender, aufbauender Geist, Dreieinheit, erbarme dich mein.

Wie aus Fäden, in Meerpurpur getaucht, o Reine, ward das geistige Purpurgewand, des Emmanuel Fleisch drinnen in deinem Schoße gewebt. Drum verehren wir dich als Gottesmutter in Wahrheit.

Erster Abschnitt. Neunte Ode

Unerforschbar ist die Geburt nach jungfräulicher Empfängnis, jungfräulich die Mutterschaft der Frau, die keinen Mann gekannt. Denn Gottes Geburt macht neu die Geschöpfe. Drum preisen wir, alle Geschlechter, in rechtem Glauben dich als unsres Gottes jungfräuliche Mutter.

Verwundet ist der Verstand, der Leib verweichlicht, krank der Geist. Kraftlos war das Wort, getötet ist das Leben. Vor den Toren steht das Ende. Drum, arme Seele, was wirst du tun, wenn der Richter kommt, um deinen Werken nachzuspüren?

Dargestellt hab ich dir, Seele, des Moses Schrift über das Werden der Welt und von ihm jede Stelle, die dir von Gerechten kündet und von Ungerechten. Unter ihnen, Seele, hast du nachgestrebt den Letzten, nicht den Ersten, indem du wider Gott gesündigt hast.

Das Gesetz erwies sich als kraftlos. Ohne Wirkung bleibt das Evangelium. Die ganze Schrift, in dir ist unbeachtet sie geblieben. Schwach erwiesen die Propheten sich und jedes Wort aus des Gerechten Munde. Deine Wunden, Seele, mehrten sich. Kein Arzt war da, der dich ließ gesunden.

Des Neuen Bundes Bilder führe ich dir vor, o Seele, dich zur Reue zu bewegen. So ahme also die Gerechten nach, wend ab dich von den Schlechten. Und Christus suche zu versöhnen dir durch Flehn und Fasten, durch Reinheit und durch Ehrbarkeit.

Als Mensch kam Christus, rief zur Umkehr Räuber, Huren. Kehr um, o Seele. Schon offen steht zum Reich das Tor. Es reißen´s an sich Pharisäer, Zöllner und Buhlen, die ihr Leben ändern.

Christus ward ein Kind. Im Fleisch ward er mit dir vereint. Und alles, was zur Fleischnatur gehört, freiwillig hat er es erfüllt, die Sünde ausgenommen, seiner Herablassung, o Seele, dir zeigend Beispiel und Bild.

Die Magier hat Christus gerettet, zusammengerufen die Hirten, der Säuglinge Scharen zum Martyrium bestimmt. Den Greis und die bejahrte Frau hat er verherrlicht. Nicht ahmtest, Seele, du nach ihren Glauben, ihr Leben. Doch wehe dir im Gericht.

Vierzig Tage hat in der Wüste gefastet der Herr. Dann hat ihn gehungert. So hat er gezeigt sich als Mensch. Seele, verlier nicht den Mut, wenn der Feind dich bestürmt. Durch Beten und Fasten wirf weit ihn zurück.

Preisen laßt uns den Vater, erheben den Sohn, treu laßt uns verehren den Heiligen Geist, die unzertrennliche Dreiheit, die Einheit im Wesen, das Licht und die Lichter, das Leben und die Fülle des Lebens, die Leben spendet und Licht den Enden der Welt.

Deine Stadt bewache, Gebärerin Gottes, Allreine. Denn in dir ist gläubig sie Königin, in dir ist sie stark. Und durch dich siegend, wendet sie ab jegliche Prüfung, vernichtet sie die Feinde und lenkt die Untertanen.

Ikone des Hl. Andreas von Kreta

Ikone des Hl. Andreas von Kreta

Troparion des Heiligen

Andreas, verehrungswürdiger, dreimal glückseliger Vater, Kretas Hirte, unaufhörlich bitte für die, die dich in Hymnen besingen, daß bewahrt wir bleiben vor allem Zorne, vor Bedrängnis, Verderben, und der Sünden Vergebung erlangen, die wir stets dein Gedächtnis ehrend begehn.

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