Heiliger und Großer Samstag der Leidenswoche 2026

11 April 2026

Karsamstag 2026

Tageslesungen

Die alttestamentlichen Lesungen in der Vesper des heutigen Tages finden Sie hier: https://obitel-minsk.org/de/die-alttestamentlichen-lesungen-am-grossen-und-heiligen-samstag

Lesung aus dem Brief des hl. Apostel Paulus an die Römer 6, 3-11:

Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf Seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit Ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.

Wenn wir nämlich Ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit Ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein. Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.

Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit Ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über Ihn. Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott. So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 28, 1-20:

Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.

Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.

Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag. Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt.

Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

Noch während die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, dass dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist.

Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was Ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

die Grabesruhe und das Hinabsteigen in den Hades unseres Herrn

Am Heiligen und Großen Samstag feiern wir die Grabesruhe und das Hinabsteigen in den Hades unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus, durch den die Vergänglichkeit unseres Geschlechtes verwandelt worden ist in ewiges Leben.

Troparion, 2. Ton:

Der edle Joseph * von Arimathäa * nahm vom Holze des Kreuzes * Deinen makellosen Leib, * wickelte ihn in reines Linnen, * deckte ihn mit duftenden Kräutern ** und legte ihn in ein neues Grab.

Ehre: Als Du hinabstiegst zum Tode, unsterbliches Leben, * da hast Du die Macht der Hölle durch den Glanz Deiner Gottheit überwunden;* als Du auch die Toten aus der Unterwelt erwecktest, * riefen alle himmlischen Mächte: ** Christus, Lebenspender, unser Gott, Ehre sei Dir.

Jetzt: Den balsamtragenden Frauen * rief der am Grabe stehende Engel zu: * Balsam ziemet den Toten, ** doch Christ ist fremd der Verwesung.

Kondakion, 6. Ton:

Der den Abgrund einst verschlossen,* wird nun als Toter erblickt * und, eingewickelt in Balsam und Linnen, * wird der Unsterbliche wie ein Sterblicher ins Grab gelegt; * Frauen aber kamen, Ihn mit Myrrhe zu salben * und weinten und riefen bitterliche: * Dies ist der Sabbat, der hochgesegnete, * an dem Christus, nachdem Er entschlafen, ** am dritten Tage auferstehen wird.

Gottesmutter - Hymnus, 6. Ton:

Wehklage nicht über mich, o Mutter,* die du den Sohn im Grabe siehst,* den du jungfräulich empfangen im Schoss.* Denn ich werde auferstehn* und werde verherrlicht sein.* Und mit Ehre ohne Ende* werde ich als Gott jene erhöhen,** die in Glauben und Liebe dich preisen.

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