Hl. Priestermärtyrer Michail (Plyschewskij)

29. August 2022

Hl. Priestermärtyrer Michail

(Erzpriester Michail Petrowitsch Plyschewskij, 1862 - 1937)

Gedenktage: 16./ 29. August und 15./28. Oktober

Geboren wurde Vater Michail 1862 im Dorf Woronitschi, Bezirk Igumenskij, Gouvernement Minsk. Er stammte aus einer angestammten Priesterfamilie. Nachdem er seine Grundschulbildung erhalten hatte, trat er in das Minsker Theologische Seminar ein und wurde nach seinem Abschluss zum Priester geweiht und zum Vorsteher der Kirche des Heiligen Propheten Elias in Schatsk, Bezirk Igumenskij, ernannt.

Mit der Machtübernahme der Bolschewiki wurde Pater Michail mehrmals verhaftet. 1929-1930 war er anderthalb Jahre inhaftiert. 1932 wurde drei Monate lang ein "Ermittlungsverfahren" gegen ihn durchgeführt. 1933 wurde er für drei Wochen inhaftiert. Damit wollte man ihn einschüchtern und ihn vom Priestertum abbringen. Dies geschah jedoch nicht. Trotz seines fortgeschrittenen Alters und der damit verbundenen körperlichen Gebrechen blieb Vater Michail seiner Berufung und seinem Gewissen treu.

Zuletzt wurde er am 17. Juli 1937 festgenommen. Kurz zuvor war Erzpriester Michail Plyschewskij dreiundsiebzig Jahre alt geworden. Ihm wurde vorgeworfen, Mitbürger aufgerufen zu haben, sich während der Allunionsvolkszählung als Gläubige zu registrieren und Unterschriften für die Eröffnung einer zuvor geschlossenen Kirche in Schatzk zu sammeln.

Zusammen mit Vater Michail verhaftete man aufgrund derselben Anklage den 1874 geborenen Kirchenvorsteher Alexander Schpakowskij, der im Dorf Goloje Boloto, Kreis Schatzk lebte.

Beide Verhafteten wurden im Tscherwenskij Gefängnis des NKWD der BSSR inhaftiert.

Nur wenige Tage später wurden beide zum Tode verurteilt.

Erzpriester Michail Plyshewskij und Alexander Schpakowskij starben am Fest der Verklärung des Herrn, dem 19. August 1937, als Märtyrer. Sie starben mit Gebeten auf ihren Lippen, in denen sie Gott für alles dankten.

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