Klostermaus Lisa erzählt (Teil 11): In unserer Klosterschmiede

3. August 2021

Kirche

Kirche

Heute besuchen wir einen besonderen Ort. Vor zwanzig Jahren schenkte der Landkreis Minsk dem Kloster ein großes Stück Land. Die Schwestern schufen in den letzten Jahren eine Resozialisierungsstätte für Männer. Bis zu 200 Männer, Obdachlose, Kranke, ehemalige Strafgefangene, finden hier ein Zuhause. Die neu erbaute Kirche ist zum Lebensmittelpunkt geworden.

Speisesaal und Versammlungsraum, Küche und Gästezimmer

Speisesaal und Versammlungsraum, Küche und Gästezimmer

Das zweite wichtige Gebäude ist das Refektorium, der Speisesaal, der auch als Versammlungsraum genutzt wird. Hier befindet sich die Küche sowie einige Gästezimmer. Daneben befindet sich das Wohngebäude für die Brüder.

Wetterfahne

Wetterfahne

Jetzt sieht man schon auf einem kleinen weißen Häuschen diese geschmiedete Wetterfahne.

Natürlich sind wir neugierig, was sich im Innern befindet.

Eingangstür zur Schmiede

Eingangstür zur Schmiede

Schon haben wir die Eingangstür erreicht. Auch diese Beschläge an der Tür scheinen aus grauer Vorzeit zu stammen. Aber nein, sie sind ganz neu.

Frühstückspause – Zeit für einen Kaffee und Austausch über die Arbeit

Frühstückspause – Zeit für einen Kaffee und Austausch über die Arbeit

Dies versichern uns auch unsere beiden Schmiede, die wir gerade bei der Frühstückspause antreffen. Natürlich brauchen sie eine ganze Menge Kraft bei ihrer Arbeit und deshalb müssen sie sich ordentlich stärken.

Im Innern der Schmiede

Im Innern der Schmiede

Der Mittelpunkt der Schmiede ist der runde Kuppelofen mit mehreren Öffnungen. So können mehrere Schmiede gleichzeitig arbeiten. Jetzt wird erst einmal das Feuer entfacht.

Arbeit am offenen Feuer

Arbeit am offenen Feuer

Um das Eisen schmieden zu können, muß man es im Feuer erhitzen bis es glüht. Deshalb braucht man ein richtig großes Feuer.

Blick auf den Ofen und den Arbeitsbereich darum herum

Blick auf den Ofen und den Arbeitsbereich darum herum

Die Metallstangen, die zu bearbeiten sind, werden direkt ins Feuer gelegt.

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

Der Schmied greift mit einer Hand die Stange und hält mit der anderen den schweren Schmiedehammer.

Der Schmied lässt den Hammer tanzen

Der Schmied lässt den Hammer tanzen

Nun bearbeitet er sein Werkstück. Im Takt lässt er den Hammer auf das Eisen fallen, das sich durch die Wucht der Schläge verformt.

Das mechanische Hammerwerk

Das mechanische Hammerwerk

Einfache Gegenstände können mit einer Maschine bearbeitet werden. Hier muss der Schmied nicht mehr selbst den Hammer schwingen, sondern nur noch das Eisen wenden.

Einzelteile – Blätter für ein großes Objekt

Einzelteile – Blätter für ein großes Objekt

Größere Objekte bestehen aus vielen kleinen Einzelteilen, die miteinander verschweißt werden.

Fertige Einzelteile

Fertige Einzelteile

Aber zunächst wird im Kleinen gearbeitet, Detail für Detail wird ausgearbeitet.

So werden sie verbunden

So werden sie verbunden

Das Verschweißen ist natürlich eine neue Technik, aber so verschmelzen hier alte traditionelle Handwerkstechniken und neue Technologien.

Ein Meisterstück – oder?

Ein Meisterstück – oder?

Am Ende entsteht ein Kunstwerk, wie zum Beispiel dieser Baum. Aus Feuer und Stahl geboren hat er doch etwas sehr Lebendiges. Vielleicht ist es der Schweiß unserer Kunstschmiedemeister, der ihm Leben einhaucht.

Weitere Erzeugnisse aus der Schmiede

Weitere Erzeugnisse aus der Schmiede

Viele verschiedene Erzeugnisse entstehen unter den geschickten Händen unserer Meister: vom Kreuz bis hin zu Geländern.

Detail für einen Auftrag - ein Vögelchen

Detail für einen Auftrag - ein Vögelchen

Staunend betrachten wir das Vögelchen, das uns der Meister zum Abschluß präsentiert. Vielen Dank für Eure Mühen und all die schönen Arbeiten! Bis demnächst!

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