Klostermaus Lisa: Wochenrückblick 19

7. September 2022

wochenrueckblick

Im heutigen Wochenrückblick erinnern wir an einige Neumärtyrer der belarussischen orthodoxen Kirche, derer wir in den letzten Tagen und Wochen gedacht haben.

Nehmen wir ihr Gedächtnis zum Anlass, sie um die Stärkung unseres Glaubens und unserer Liebe zur Kirche zu bitten, der sie in ihrer Nachfolge Christi bis zum Tod die Treue hielten.

Hl. Märtyrer Serafim von Schirowitschi

Ikone zum Fest des Heiligen im Kloster Schirowitschi

Ikone zum Fest des Heiligen im Kloster Schirowitschi

Der Hl. Märtyrermönch Archimandrit Serafim (Schachmut) wurde am 15. Juli 1901 im Dorf Podlesie in der Familie eines armen Bauern geboren. Im Jahr 1916 trat er in das Minsker Heilig-Geist-Kloster als Novize ein. Im Jahr 1922 kam er in das Hl. Maria Entschlafungs- Kloster, wo er zum Mönch geweiht wurde. Im August 1941 wurde er entsandt, um die Gemeindearbeit zu organisieren, die in den Vorkriegsjahren zerstört worden waren. Er wurde zusammen mit seinem Freund, dem Priester Grigorij Kudarenko, am 6. September 1944 in Grodno verhaftet. Die Missionare wurden am 7. Juli 1945 zu 5 Jahren Lagerhaft verurteilt. Nach weniger als einem Jahr später starb Archimandrit Seraphim im Gulag.

Hl. Priestermärtyrer Michail Plyschewskij

Ikone des Hl. Priestermärtyrers Dimitrij (Plyschewskij)

Ikone des Hl. Priestermärtyrers Dimitrij (Plyschewskij)

Der Priestermärtyrer Dimitrij Plyschewskij wurde 1880 in dem Dorf Dubinez im Pinsker Bezirk geboren. Sein Vater war auch Priester. Der zukünftige Heilige Märtyrer studierte am Minsker Priesterseminar, das er 1905 abschloss. Nach seinem Abschluß wurde er zum Priester geweiht und erhielt seine erste Stelle. In diesem Dorf wurde er um 1930 zum ersten Mal verhaftet und mehrere Wochen lang im Gefängnis festgehalten. 1937 wurde Vater Dimitrij erneut verhaftet, weil er seinen Gemeindemitglieder Heiligenleben zu lesen gab. Er wurde mehrere Male verhört und am 19. November 1937 zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung erfolgte am 19. Januar 1938.

Hl. Priestermärtyrer Ioann Woronez

Ikone des Hl. Priestermönches Ioann (Woronez)

Ikone des Hl. Priestermönches Ioann (Woronez)

Priestermärtyrer Erzpriester Ioann Woronez wurde 1864 als Sohn eines Dorfpriesters geboren. Der künftige heilige Märtyrer studierte am Seminar in Minsk und war danach als Psalmenleser tätig.Im Jahr 1888 wurde Ioann zum Priester geweiht und in die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Smilowitschi gesandt. Das erste Mal wurde er 1930 verhaftet und nach Tschernigow verbannt. Dann kehrte er nach Smilowitschi zurück. Doch schon bald wurde seine Kirche geschlossen, und er hielt im Geheimen Gottesdienste. 1937 wurde er erneut verhaftet und schließlich zum Tode verurteilt. Am 19. August 1937 wurde er erschossen.

Hl. Priestermärtyrer Dimitrj Pawskij

Ikone des Hl. Priestermärtyrer Dimitrij (Pawskij)

Ikone des Hl. Priestermärtyrer Dimitrij (Pawskij)

Erzpriester Dimitrij Pawskij wurde 1874 in einer Priesterfamilie im Gebiet Tula geboren. Seine theologische Ausbildung erhielt er am Theologischen Seminar in Twer, danach schrieb er sich an der Theologischen Akademie in Kasan ein, die er 1899 als Kandidat der Theologie abschloss. Im Jahr 1903 wurde er zum Priester geweiht und im Folgejahr 1904 wurde Vater Dimitrij nach Minsk versetzt, wo er die Aufsicht über die kirchlichen Schulen übernahm und dem Klerus der Peter-und-Paul-Kathedrale zugeteilt wurde. Ab März 1912 arbeitete er als Theologiedozent am Priesterseminar in Minsk. 1937 wurde er unter dem Vorwurf "konterrevolutionärer Spionagetätigkeit" verhaftet und am 14. August 1937 erschossen.

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