Fest der Begegnung unseres Herrn Jesus Christus 2026

15 Februar 2026

Sonntag vom Jüngsten Gericht

Tageslesungen

Lesung aus dem Brief des Hl. Apostels Paulus an die Hebräer 7,7-17:

Zweifellos wird aber immer der Geringere von einem Höheren gesegnet. Und in dem einen Fall nehmen den Zehnten sterbliche Menschen, im andern aber einer, von dem bezeugt wird, dass er lebt. Und in Abraham hat sozusagen auch Levi, der den Zehnten nimmt, den Zehnten entrichtet; denn er war noch im Leib seines Stammvaters, als Melchisedek ihm entgegenging.

Wäre nun die Vollendung durch das levitische Priestertum gekommen - das Volk hat ja darüber gesetzliche Bestimmungen erhalten -, warum musste dann noch ein anderer Priester nach der Ordnung Melchisedeks eingesetzt werden und warum wurde er nicht nach der Ordnung Aarons benannt? Denn sobald das Priestertum geändert wird, ändert sich notwendig auch das Gesetz.

Der nämlich, von dem das gesagt wird, gehört einem anderen Stamm an, von dem keiner Zutritt zum Altar hat; es ist ja bekannt, dass unser Herr dem Stamm Juda entsprossen ist, und diesem hat Mose keine Priestersatzungen gegeben.

Das ist noch viel offenkundiger, wenn nach dem Vorbild Melchisedeks ein anderer Priester eingesetzt wird, der nicht, wie das Gesetz es fordert, aufgrund leiblicher Abstammung Priester geworden ist, sondern durch die Kraft unzerstörbaren Lebens. Denn es wird bezeugt: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.

Aus dem Hl. Evangelium nach Lukas 2,22-40:

Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.

Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten:

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.

Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit und seine Gnade ruhte auf ihm.

Fest der Begegnung unseres Herrn Jesus Christus

Am heutigen Tag begehen wir in der Kirche das Fest der Begegnung unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesu Christi.

Troparion, 1. Ton:

Sei gegrüßt gnadenerfüllte Gottesmutter und Jungfrau * denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit: Christus, unser Gott * um zu erleuchten alle, die da sind in Finsternis * frohlocke auch du, gerechter Greis * denn in deine Arme nimmst du unsern Befreier ** der uns die Auferstehung schenkt.

Kondakion, 1. Ton:

Den Schoß der Jungfrau hast durch Deine Geburt Du geheiligt, * die Hände Simeons, wie es Dir zukam, gesegnet, * und nun uns vorauseilend errettet, * Christus, unser Gott: * wohlan schenk Frieden Deiner Gemeinde, * und stärke die Frommen, die Du liebst, ** einziger Menschenfreund.

Außerdem begehen wir den 3. Vorfastensonntag, den Sonntag der Fleischentsagung oder Sonntag vom Jüngsten Gericht.

Auferstehungstroparion, 3. Ton.

Kondakion, 1. Ton:

Wenn auf die Erde Du kommen wirst, o Gott, in Herrlichkeit, * wenn alles erbebt und ein Feuerfluß vor Deinem Richterstuhle sich hinzieht, * wenn die Bücher aufgeschlagen und alle Heimlichkeiten bekannt gemacht werden, * dann laß mich dem Ewigen Feuer entgehn * und würdige mich, zu Deiner Rechten zu stehn, ** o gerechtester Richter.

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