
Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheos 4, 9-22:
Beeil dich, komm bald zu mir! Demas hat mich aus Liebe zu dieser Welt verlassen und ist nach Thessalonich gegangen; Kreszenz ging nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Nur Lukas ist noch bei mir. Bring Markus mit, denn er wird mir ein guter Helfer sein. Tychikus habe ich nach Ephesus geschickt.
Wenn du kommst, bring den Mantel mit, den ich in Troas bei Karpus gelassen habe, auch die Bücher, vor allem die Pergamente. Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses getan; der Herr wird ihm vergelten, wie es seine Taten verdienen. Nimm auch du dich vor ihm in Acht, denn er hat unsere Lehre heftig bekämpft.
Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten; alle haben mich im Stich gelassen. Möge es ihnen nicht angerechnet werden. Aber der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.
Der Herr wird mich allem Bösen entreißen, er wird mich retten und in sein himmlisches Reich führen. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.
Grüße Priska und Aquila und die Familie des Onesiphorus! Erastus blieb in Korinth, Trophimus musste ich krank in Milet zurücklassen. Beeil dich, komm noch vor dem Winter! Es grüßen dich Eubulus, Pudens, Linus, Klaudia und alle Brüder.
Der Herr sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch!
Lesung aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas 21, 5-7; 10-11; 20-24:
Als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.
Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt?
Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.
Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von einem Heer eingeschlossen wird, dann könnt ihr daran erkennen, dass die Stadt bald verwüstet wird. Dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; wer in der Stadt ist, soll sie verlassen, und wer auf dem Land ist, soll nicht in die Stadt gehen. Denn das sind die Tage der Vergeltung, an denen alles in Erfüllung gehen soll, was in der Schrift steht. Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn (Gottes) wird über dieses Volk kommen. Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Länder verschleppen und Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen.

In der Kirche begehen wir heute das Gedächtnis der Hl. Großmartyrin Barbara.
Troparion, 4. Ton:
Allselige Jungfrau Barbara, * vom dreisonnnigen Lichte der Hl. Dreiheit göttlich überstrahlt * und im Bad der Taufe befestigt, * hast du durch die Flucht vor der Bosheit des Vaters * den Glauben an Christus bekannt; * deshalb verlieh dir Gott auch, o Allehrwürdige von oben Seine Gnade * alle Krankheiten und Gebrechen zu heilen; * nun bitte Ihn, o Großmartyrin, ** dass Er unsere Seelen errette.
Kondakion, 4. Ton, nach: Freiwillig:
Nachdem du, o Siegesträgerin, * dem in der Dreiheit fromm besungenen Gott gefolgt, * machtest die Heiligtümer der Idole du zunichte, * kämpfend inmitten einer Grube aber, o Barbara, * hattest vor der Drohung der Folterer * du keine Furcht, o Mannesmutige, * sondern sangest allezeit mit lauter Stimme: * Ich verehre die Dreiheit, ** die einzige Gottheit!