
Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 8, 2–13:
Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes. Weil das Gesetz, ohnmächtig durch das Fleisch, nichts vermochte, sandte Gott seinen Sohn in der Gestalt des Fleisches, das unter der Macht der Sünde steht, zur Sühne für die Sünde, um an seinem Fleisch die Sünde zu verurteilen; dies tat er, damit die Forderung des Gesetzes durch uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben.
Denn alle, die vom Fleisch bestimmt sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht, alle, die vom Geist bestimmt sind, nach dem, was dem Geist entspricht. Das Trachten des Fleisches führt zum Tod, das Trachten des Geistes aber zu Leben und Frieden. Denn das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott; es unterwirft sich nicht dem Gesetz Gottes und kann es auch nicht. Wer vom Fleisch bestimmt ist, kann Gott nicht gefallen.
Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm. Wenn Christus in euch ist, dann ist zwar der Leib tot aufgrund der Sünde, der Geist aber ist Leben aufgrund der Gerechtigkeit.
Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten. Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die (sündigen) Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 10, 16–22:
Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!
Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt. Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Heute begehen wir das Gedächtnis unseres Vaters unter den Hll. Mitrophanes, Patriarchen von Konstantinopel.
Troparion, 4. Ton:
Als Richtschnur des Glaubens, * als Vorbild der Enthaltsamkeit und Meister der Zucht * erweist dich deiner Herde * die Wahrheit deiner Werke. * Deshalb wird deine Demut mit Erhöhung belohnt * und deine Armut mit Reichtum. * Heiliger Vater Mitrophanes * bitt Christus, unsern Gott ** dass Er unsere Seelen errette.
Kondakion, 2. Ton, nach: Das Höhere suchend:
Den Glauben an Christus hast du klar gelehrt * und zugleich hast du ihn bewahrt; * deine Herde hast du zu einer großen Schar gemacht, * deswegen freust du dich mit den Engeln, * o Mitrophanes ** und flehst unaufhörlich zu Christus für uns alle.
Wir feiern auch das Gedächtnis des ehrwürdigen Methodios, Igumen von Peschnoscha.
Troparion, 8. Ton:
In Gottesliebe von Jugend an entflammt,* alle weltlichen Güter verabscheuend* liebtest du allein Christus* und ließest dich deshalb in der Wüste nieder,* gründetest dort ein Kloster* und versammeltest um dich viele Mönche,* empfingst von Gott die Gabe der Wunder, Vater Methodios,* und warst in Christus Mitstreiter und Mitasket des heiligen Sergij,* bittest mit ihm Christus Gott um Gesundheit und Erlösung der orthodoxen Christen** und für unsere Seelen das große Erbarmen.
Kondakion, 4. Ton:
Als des Gehorsams gütiger Liebhaber,* hast du die körperlosen Feinde durch deine tränenreichen Gebete zutiefst beschämt,* bist zur Wohnstätte der Allerheiligsten Dreieinigkeit geworden,* die du, o Seliger, klar erkanntest,* Gottweiser, ehrwürdiger Methodios* empfingst von Ihr die Gabe, Wunder zu wirken.* So heilst du die Krankheiten derer, die im Glauben zu dir kommen,* linderst ihren Kummer** und betest unaufhörlich für uns alle.