
Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 2,3-11:
Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem sein Wort.
Er spricht Recht im Streit der Völker, er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg. Ihr vom Haus Jakob, kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn.
Ja, du hast dein Volk, das Haus Jakob, verstoßen; denn es ist voll von Zauberern und Wahrsagern wie das Volk der Philister und überflutet von Fremden. Sein Land ist voll Silber und Gold, zahllos sind seine Schätze. Sein Land ist voll von Pferden, zahllos sind seine Wagen. Sein Land ist voll von Götzen. Alle beten das Werk ihrer Hände an, das ihre Finger gemacht haben. Doch die Menschen müssen sich ducken, jeder Mann muss sich beugen. Verzeih ihnen nicht! Verkriech dich im Felsen, verbirg dich im Staub vor dem Schrecken des Herrn und seiner strahlenden Pracht! Da senken sich die stolzen Augen der Menschen, die hochmütigen Männer müssen sich ducken, der Herr allein ist erhaben an jenem Tag.
Lesung aus dem Buch Genesis 1,24 - 2,3:
Dann sprach Gott: Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes. So geschah es.
Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, dass es gut war.
Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.
Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.
Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.
Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag. So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge.
Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.
Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 2,1-22:
Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote beherzigst, der Weisheit Gehör schenkst, dein Herz der Einsicht zuneigst, wenn du nach Erkenntnis rufst, mit lauter Stimme um Einsicht bittest, wenn du sie suchst wie Silber, nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Gottesfurcht begreifen und Gotteserkenntnis finden. Denn der Herr gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht. Für die Redlichen hält er Hilfe bereit, den Rechtschaffenen ist er ein Schild. Er hütet die Pfade des Rechts und bewacht den Weg seiner Frommen. Dann begreifst du, was Recht und Gerechtigkeit ist, Redlichkeit und jedes gute Verhalten; denn Weisheit zieht ein in dein Herz, Erkenntnis beglückt deine Seele. Besonnenheit wacht über dir und Einsicht behütet dich. Sie bewahrt dich vor dem Weg des Bösen, vor Leuten, die Verkehrtes reden, die den rechten Weg verlassen, um auf dunklen Pfaden zu gehen, die sich freuen am bösen Tun und jubeln über die Verkehrtheit des Schlechten, deren Pfade krumm verlaufen und deren Straßen in die Irre führen. Sie bewahrt dich vor der Frau des andern, vor der Fremden, die verführerisch redet, die den Gefährten ihrer Jugend verlässt und den Bund ihres Gottes vergisst; ihr Haus sinkt hinunter zur Totenwelt, ihre Straße führt zu den Totengeistern hinab. Wer zu ihr geht, kehrt nie zurück, findet nie wieder die Pfade des Lebens.
Darum geh auf dem Weg der Guten, halte dich an die Pfade der Gerechten; denn die Redlichen werden das Land bewohnen, wer rechtschaffen ist, wird darin bleiben. Die Frevler aber werden aus dem Land verstoßen, die Verräter aus ihm weggerissen.

Am heutigen Tag begehen wir in der Kirche das Gedächtnis der Ikone der Allhl. Gottesgebärerin von Iweron (genannt: von der Pforte).
Troparion, 1.Ton:
Deine hl. Ikone * o Herrin, Gottesgebärerin, * schenkt reichlich Heilung und Genesung, * allen, die da gläubig und voll Liebe * zu ihr gezogen kommen; * so such auch meine Schwäche heim * und erbarm dich meine Seele * und heil in deiner Barmherzigkeit auch meinen Leib ** o gütige Allreine.
Troparion, derselbe Ton:
Die Frechheit derer, die das Bild des Herren hassen * die Macht der Ungläubigen kam gottlos bis Nikäa * und ihre Abgesandten misshandeln dort unmenschlich eine Witwe, * die da fromm das Bild der Gottesgebärerin verehrt; * doch sie wirft mit ihrem Sohne nächtens die Ikone in Meer und ruft: * Ehre sie dir, o Allreine, * denn das undurchschreitbare Meer * leiht dir seine Schulter; * Ehre deinem glücklichen Durchzug, ** o einzig Unversehrte!
Kondakion, 8. Ton:
Obgleich deine heilige Ikone, Gottesgebärerin, ins Meer geworfen ward,* von einer Witwe, die sie nicht vor den Feinden retten konnte,* so erschien sie doch als Schützerin des Athos* und als Torhüterin des Iweronklosters, die Feinde abschreckend,* und das Orthodoxe Russische Land, das Dich verehrt,** befreist du von allem Elend und Übel.