Mittwoch der Ersten Woche nach Pfingsten 2026

03 Juni 2026

Mittwoch der 1. Woche nach Pfingsten

Tageslesungen

Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 1, 18–27:

Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.

Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart.

Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen. Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.

Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 5, 20–26:

Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.

Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe. Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.

Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helena

Am heutigen Tag feiert die Kirche das Fest der Begegnung der Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin von Wladimir.

Troparion, 4. Ton:

Heut ist festlich geschmückt Moskau, die ruhmvolle Stadt * da sie deine wundertätige Ikone * wie einen Sonnenstrahl, o Gebieterin empfangen; * auch wir kommen jetzt zu ihr gezogen * und bitten dich und rufen also: * o allwunderbare Gebieterin, Gottesgebärerin! * bitt Christus, unsern Gott * der aus dir Sein Fleisch annahm * dass Er uns und alle Christen * vor allen Angriffen des Feindes * unversehrt bewahre * und in Seiner Barmherzigkeit ** uns alle errette!

Kondakion, 8. Ton, nach: Der siegreichen:

Der siegreichen Herzogin als Siegespreis * weihen dies glänzende Fest der Begegnung wir dir * wir, deine Diener, dir, der Gottesgebärerin; * denn wir werden vom Übel befreit durch die Ankunft * deines hehren Bildes, o Gebieterin: * und so rufen wir dir wie immer zu: ** Sei gegrüßt, unvermählt Vermählte!

Außerdem begehen wir das Fest des Hl. und apostelgleichen Kaisers Konstantin und seiner Mutter Helena.

Troparion, 8. Ton:

Als er das Zeichen des Kreuzes am Himmel gesehn * und wie Paulus den ruf, der nicht von Menschen erging, vernommen hatte, * da hat, o Herr, Dein Apostel unter den Herrschern * die Hauptstadt in Deine Hand übergeben. * Umschirme sie allezeit mit Frieden ** auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, einzig Menschenliebender, Du.

Kondakion, 3. Ton, nach: Die Jungfrau:

Heute zeigt Konstantin zusammen mit seiner Mutter Helena * das allehrwürdige Holz des Kreuzes; * dieses ist eine Schmach für alle Juden, * eine Waffe, aber, für alle gläubigen Könige * gegen die Feinde: * Denn für uns ist es erschienen * und es ist in allen Kriegen ** ein großes und furchtbares Zeichen.

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