
Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 41, 4-14:
Wer hat das bewirkt und vollbracht? Er, der von Anfang an die Generationen (ins Dasein) rief. Ich, der Herr, bin der Erste und noch bei den Letzten bin ich derselbe.
Die Inseln sehen es und geraten in Furcht, die Enden der Erde erzittern; sie nähern sich und kommen herbei.
Du, mein Knecht Israel, du, Jakob, den ich erwählte, Nachkomme meines Freundes Abraham: Ich habe dich von den Enden der Erde geholt, aus ihrem äußersten Winkel habe ich dich gerufen. Ich habe zu dir gesagt: Du bist mein Knecht, ich habe dich erwählt und dich nicht verschmäht.
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten. Schmach und Schande kommt über alle, die sich über dich erhitzen. Die Männer, die mit dir streiten, werden zunichte und gehen zugrunde. Du wirst sie suchen, aber nicht mehr finden, die Männer, die mit dir zanken. Sie werden zunichte und finden ihr Ende, die Männer, die dich bekriegen.
Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht, du armer Wurm Jakob, du Würmlein Israel! Ich selber werde dir helfen - Spruch des Herrn. Der Heilige Israels löst dich aus.
Lesung aus dem Buch Genesis 17, 1-9:
Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Geh deinen Weg vor mir und sei rechtschaffen! Ich will einen Bund stiften zwischen mir und dir und dich sehr zahlreich machen.
Abram fiel auf sein Gesicht nieder; Gott redete mit ihm und sprach: Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern. Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham (Vater der Menge) wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt. Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen. Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein. Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu Eigen und ich will ihnen Gott sein. Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation.
Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 15, 20 - 16, 6:
Ein kluger Sohn macht dem Vater Freude, nur ein törichter Mensch verachtet seine Mutter. Torheit macht dem Unverständigen Freude, der einsichtige Mann geht den geraden Weg. Wo es an Beratung fehlt, da scheitern die Pläne, wo viele Ratgeber sind, gibt es Erfolg.
Jeden freut es, wenn er (kluge) Antwort geben kann, und wie gut ist doch ein Wort zur rechten Zeit. Einen Lebenspfad zur Höhe gibt es für den Klugen, damit er der Totenwelt drunten entgeht. Das Haus der Stolzen reißt der Herr nieder, den Grenzstein der Witwe aber macht er fest. Die Pläne des Bösen sind dem Herrn ein Gräuel, aber freundliche Reden gefallen ihm. Wer sich durch Raub bereichert, zerstört sein Haus, wer Bestechung von sich weist, wird lange leben. Der Gerechte überlegt sich im Herzen jede Antwort, aber der Mund der Frevler sprudelt Schlechtes hervor. Fern ist der Herr den Frevlern, doch das Gebet der Gerechten hört er. Strahlende Augen erfreuen das Herz, frohe Kunde labt den Leib.
Ein Ohr, das auf heilsame Mahnungen hört, hält sich unter den Weisen auf.
Wer Zucht abweist, verachtet sich selbst; wer aber auf Mahnungen hört, erwirbt Verstand. Gottesfurcht erzieht zur Weisheit und Demut geht der Ehre voran.
Der Mensch entwirft die Pläne im Herzen, doch vom Herrn kommt die Antwort auf der Zunge. Jeder meint, sein Verhalten sei fehlerlos, doch der Herr prüft die Geister.
Befiehl dem Herrn dein Tun an, so werden deine Pläne gelingen. Alles hat der Herr für seinen Zweck erschaffen, so auch den Frevler für den Tag des Unheils.
Ein Gräuel ist dem Herrn jeder Hochmütige, er bleibt gewiss nicht ungestraft. Durch Liebe und Treue wird Schuld gesühnt, durch Gottesfurcht weicht man dem Bösen aus.

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis unseres Vaters unter den Hll. Gregorios Dialogos, Papstes von Rom.
Troparion, 4. Ton:
Der du Göttliche Gnade * aus der Höhe von Gott empfangen * und von Seiner Kraft, o ruhmreicher Gregorios, gestärkt * nach dem Evangelium zu wandeln beschlossen: * du empfingest dafür, o Allseliger * bei Christus den Lohn für alle deine Mühen; ** nun bitte Ihn, dass Er uns errette.
Kondakion, 4. Ton:
Den Vorsitzenden von Rom, den hochgeweihten Mystagogen * den weisen Nachfolger des Apostelfürsten Petrus * Gregorios, den Dialogen * den Mysten der Vorhergeweihten Liturgie * lasset uns alle * in Hymnen voller Liebe verherrlichen * denn unaufhörlich * bittet er bei Christus, ** dass wir gerettet werden.