
Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 26, 21 - 27, 9:
Denn der Herr verlässt den Ort, wo er ist, um die Erdenbewohner für ihre Schuld zu bestrafen. Dann deckt die Erde das Blut, das sie trank, wieder auf und verbirgt die Ermordeten nicht mehr in sich.
An jenem Tag bestraft der Herr mit seinem harten, großen, starken Schwert den Leviatan, die schnelle Schlange, den Leviatan, die gewundene Schlange. Den Drachen im Meer wird er töten.
An jenem Tag gibt es einen prächtigen Weinberg. Besingt ihn in einem Lied!
Ich, der Herr, bin sein Wächter, immer wieder bewässere ich ihn. Damit niemand ihm schadet, bewache ich ihn bei Tag und bei Nacht. Ich habe jetzt keinen Zorn mehr. Fände ich Dornen und Disteln darin, ich würde sie alle bekämpfen, ich würde sie alle zusammen verbrennen, es sei denn, man sucht bei mir Schutz und schließt mit mir Frieden, ja Frieden mit mir. In künftigen Tagen schlägt Jakob wieder Wurzel, Israel blüht und gedeiht und der Erdkreis füllt sich mit Früchten.
Hat er sie geschlagen, wie er ihre Schläger schlug? Hat er sie umgebracht, wie er ihre Mörder umgebracht hat? Du hast sie aufgescheucht und verjagt und so gegen sie den Rechtsstreit geführt. Mit einem heftigen Sturm jagte er sie am Tag des Ostwinds davon. Darum sei dadurch Jakobs Schuld wieder gesühnt, darin bestehe die volle Befreiung von seiner Sünde, dass er alle Altarsteine vernichtet, wie man Kalksteine zerschlägt. Nie mehr soll man Kultpfähle und Rauchopferaltäre errichten.
Lesung aus dem Buch Genesis 9, 18 - 10, 1:
Die Söhne Noachs, die aus der Arche gekommen waren, sind Sem, Ham und Jafet. Ham ist der Vater Kanaans. Diese drei sind die Söhne Noachs; von ihnen stammen alle Völker der Erde ab. Noach wurde der erste Ackerbauer und pflanzte einen Weinberg.
Er trank von dem Wein, wurde davon betrunken und lag entblößt in seinem Zelt. Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und erzählte davon draußen seinen Brüdern.
Da nahmen Sem und Jafet einen Überwurf; den legten sich beide auf die Schultern, gingen rückwärts und bedeckten die Blöße ihres Vaters. Sie hatten ihr Gesicht abgewandt und konnten die Blöße des Vaters nicht sehen.
Als Noach aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was ihm sein zweiter Sohn angetan hatte, sagte er: Verflucht sei Kanaan. Der niedrigste Knecht sei er seinen Brüdern.
Und weiter sagte er: Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems, Kanaan aber sei sein Knecht.
Raum schaffe Gott für Jafet. In Sems Zelten wohne er, Kanaan aber sei sein Knecht.
Noach lebte nach der Flut noch dreihundertfünfzig Jahre. Die gesamte Lebenszeit Noachs betrug neunhundertfünfzig Jahre, dann starb er.
Das ist die Geschlechterfolge nach den Söhnen Noachs, Sem, Ham und Jafet. Ihnen wurden nach der Flut Söhne geboren.
Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 12, 23 - 13, 9:
Ein kluger Mensch verbirgt sein Wissen, das Herz der Toren schreit die Narrheit hinaus.
Die Hand der Fleißigen erringt die Herrschaft, die lässige Hand muss Frondienste leisten.
Kummer im Herzen bedrückt den Menschen, ein gutes Wort aber heitert ihn auf. Der Gerechte findet fette Weide, der Weg der Frevler führt in die Irre.
Bequemlichkeit erjagt sich kein Wild, kostbare Güter erlangt der Fleißige. Der Pfad der Gerechtigkeit führt zum Leben, der Weg der Abtrünnigen führt zum Tod.
Ein weiser Sohn ist die Frucht der Erziehung des Vaters, der zuchtlose aber hört nicht auf Mahnung. Von der Frucht seiner Worte zehrt der Gute, aber die Verräter begehren Gewalttat. Wer seine Lippen hütet, bewahrt sein Leben, wer seinen Mund aufreißt, den trifft Verderben. Das Verlangen des Faulen regt sich vergebens, das Verlangen der Fleißigen wird befriedigt. Verlogene Worte hasst der Gerechte, der Frevler handelt schändlich und schimpflich. Gerechtigkeit behütet den Schuldlosen auf seinem Weg, Frevler bringt die Sünde zu Fall. Mancher stellt sich reich und hat doch nichts, ein anderer stellt sich arm und hat großen Besitz. Der Reichtum eines Mannes ist das Lösegeld für sein Leben, der Arme jedoch hört nichts von Loskauf. Das Licht der Gerechten strahlt auf, die Lampe der Frevler erlischt.

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis des Hl. Martyrers Konon von Isaurien.
Alleluia
Kondakion, 3. Ton:
In Lauterkeit wie ein Engel auf Erden lebend, * wurdest du gewürdigt, zum Gefährten der Engel zu werden * und deine Eltern zur Erkenntnis Christi zu führen; * und als du den einzigen Gott * in der Dreiheit bekanntest, * da musstest, o Martyrer Konon, * bis aufs Blut du kämpfen; ** nun bitte Ihn unaufhörlich für uns alle.