
Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 5, 16-25:
Doch der Herr der Heere ist erhaben, wenn er Gericht hält, durch seine Gerechtigkeit erweist der heilige Gott sich als heilig. Dann grasen dort Lämmer wie auf der Weide, in den Ruinen weiden fette Schafe.
Weh euch, die ihr die Strafe wie mit Ochsenstricken herbeizieht und die Sünde wie mit Wagenseilen. Ihr sagt: Was er tun will, das tue er schnell; er soll sich beeilen, damit wir es sehen;was der Heilige Israels plant, treffe bald ein; wir wollen es wissen.
Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen.
Weh denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst für klug halten.
Weh denen, die Helden sind, wenn es gilt, Wein zu trinken, und tapfer, wenn es gilt, starke Getränke zu brauen, die den Schuldigen für Bestechungsgeld freisprechen und dem Gerechten sein Recht vorenthalten.
Darum: Wie des Feuers Zunge die Stoppeln frisst und wie das Heu in der Flamme zusammen sinkt, so soll ihre Wurzel verfaulen und ihre Blüte wie Staub aufgewirbelt werden. Denn sie haben die Weisung des Herrn der Heere von sich gewiesen und über das Wort des Heiligen Israels gelästert.
Darum entbrennt der Zorn des Herrn gegen sein Volk; er streckt seine Hand aus gegen das Volk und schlägt zu. Da erzittern die Berge und die Leichen liegen auf den Gassen wie Abfall. Doch bei all dem lässt sein Zorn nicht nach, seine Hand bleibt ausgestreckt.
Lesung aus dem Buch Genesis 4, 16-26:
Dann ging Kain vom Herrn weg und ließ sich im Land Nod nieder, östlich von Eden.
Kain erkannte seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Henoch. Kain wurde Gründer einer Stadt und benannte sie nach seinem Sohn Henoch.
Dem Henoch wurde Irad geboren; Irad zeugte Mehujaël, Mehujaël zeugte Metuschaël und Metuschaël zeugte Lamech.
Lamech nahm sich zwei Frauen; die eine hieß Ada, die andere Zilla. Ada gebar Jabal; er wurde der Stammvater derer, die in Zelten und beim Vieh wohnen. Sein Bruder hieß Jubal; er wurde der Stammvater aller Zither- und Flötenspieler. Auch Zilla gebar, und zwar Tubal-Kajin, der die Geräte aller Erz- und Eisenhandwerker schmiedete. Die Schwester Tubal-Kajins war Naama. Lamech sagte zu seinen Frauen: Ada und Zilla, hört auf meine Stimme, ihr Frauen Lamechs, lauscht meiner Rede! Ja, einen Mann erschlage ich für eine Wunde und einen Knaben für eine Strieme. Wird Kain siebenfach gerächt, dann Lamech siebenundsiebzigfach.
Adam erkannte noch einmal seine Frau. Sie gebar einen Sohn und nannte ihn Set (Setzling); denn sie sagte: Gott setzte mir anderen Nachwuchs ein für Abel, weil ihn Kain erschlug.
Auch dem Set wurde ein Sohn geboren und er nannte ihn Enosch. Damals begann man den Namen des Herrn anzurufen.
Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 5, 15 - 6, 3:
Trink Wasser aus deiner eigenen Zisterne, Wasser, das aus deinem Brunnen quillt. Sollen deine Quellen auf die Straße fließen, auf die freien Plätze deine Bäche?
Dir allein sollen sie gehören, kein Fremder soll teilen mit dir. Dein Brunnen sei gesegnet; freu dich der Frau deiner Jugendtage, der lieblichen Gazelle, der anmutigen Gämse! Ihre Liebkosung mache dich immerfort trunken, an ihrer Liebe berausch dich immer wieder!
Warum solltest du dich an einer Fremden berauschen, den Busen einer andern umfangen? Denn der Weg eines jeden liegt offen vor den Augen des Herrn, er achtet auf alle seine Pfade. Der Frevler verfängt sich in der eigenen Schuld, die Stricke seiner Sünde halten ihn fest. Er stirbt aus Mangel an Zucht, wegen seiner großen Torheit stürzt er ins Verderben.
Mein Sohn, hast du deinem Nächsten Bürgschaft geleistet, hast du einem Fremden den Handschlag gegeben, hast du dich durch deine Worte gebunden, bist du gefangen durch deine Worte, dann tu doch dies, mein Sohn: Reiß dich los; denn du bist in die Hände deines Nächsten geraten. Geh eilends hin und bestürm deinen Nächsten!

In der Kirche feiern wir heute das Gedächtnis der Hll. Apostel Archippos und Philemon, von den Siebzig.
Alleluia
Kondakion, 4. Ton, nach: Erschienen:
Gleich einem großen Stern besitzt dich die Kirche, o Archippos * und ruft, durch die Strahlen deiner Wunder erleuchtet, zu dir: ** Errette alle, die im Glauben dein Gedächtnis begehn.