Montag der ersten Fastenwoche 2026

23 Februar 2026

Montag der 1. Fastenwoche

Tageslesungen

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja 1,1-20:

Vision des Jesaja, des Sohnes des Amoz, über Juda und Jerusalem, die er zu der Zeit hatte, als Usija, Jotam, Ahas und Hiskija Könige von Juda waren.

Hört, ihr Himmel! Erde, horch auf! Denn der Herr spricht: Ich habe Söhne großgezogen und emporgebracht, doch sie sind von mir abgefallen. Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht. Weh dem sündigen Volk, der schuldbeladenen Nation, der Brut von Verbrechern, den verkommenen Söhnen! Sie haben den Herrn verlassen, den Heiligen Israels haben sie verschmäht und ihm den Rücken gekehrt.

Wohin soll man euch noch schlagen? Ihr bleibt ja doch abtrünnig. Der ganze Kopf ist wund, das ganze Herz ist krank: Vom Kopf bis zum Fuß kein heiler Fleck, nur Beulen, Striemen und frische Wunden, sie sind nicht ausgedrückt, nicht verbunden, nicht mit Öl gelindert.

Euer Land ist verödet, eure Städte sind niedergebrannt. Fremde verzehren vor euren Augen den Ertrag eurer Äcker; verödet wie das zerstörte Sodom ist euer Land.

Die Tochter Zion steht verlassen da wie eine Hütte im Weinberg, wie eine Wächterhütte im Gurkenfeld wie eine belagerte Stadt. Hätte der Herr der Heere nicht einen Rest für uns übrig gelassen, wir wären wie Sodom geworden, wir glichen Gomorra.

Hört das Wort des Herrn, ihr Herrscher von Sodom! Vernimm die Weisung unseres Gottes, du Volk von Gomorra!

Was soll ich mit euren vielen Schlachtopfern?, spricht der Herr. Die Widder, die ihr als Opfer verbrennt, und das Fett eurer Rinder habe ich satt; das Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke ist mir zuwider. Wenn ihr kommt, um mein Angesicht zu schauen - wer hat von euch verlangt, dass ihr meine Vorhöfe zertrampelt?

Bringt mir nicht länger sinnlose Gaben, Rauchopfer, die mir ein Gräuel sind. Neumond und Sabbat und Festversammlung - Frevel und Feste - ertrage ich nicht. Eure Neumondfeste und Feiertage sind mir in der Seele verhasst, sie sind mir zur Last geworden, ich bin es müde, sie zu ertragen. Wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut. Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun!

Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!

Kommt her, wir wollen sehen,wer von uns Recht hat, spricht der Herr. Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle. Wenn ihr bereit seid zu hören, / sollt ihr den Ertrag des Landes genießen. Wenn ihr aber trotzig seid und euch weigert, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Lesung aus dem Buch Genesis 1,1-13:

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.

Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.

Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser.Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: zweiter Tag.

Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es. Das Trockene nannte Gott Land und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war. Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es.

Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag.

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter 1,1-20:

Sprichwörter Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel: um Weisheit zu lernen und Zucht, um kundige Rede zu verstehen, um Zucht und Verständnis zu erlangen, Gerechtigkeit, Rechtssinn und Redlichkeit, um Unerfahrenen Klugheit zu verleihen, der Jugend Kenntnis und Umsicht. Der Weise höre und vermehre sein Wissen, der Verständige lerne kluge Führung, um Sinnspruch und Gleichnis zu verstehen, die Worte und Rätsel der Weisen.

Gottesfurcht ist Anfang der Erkenntnis, nur Toren verachten Weisheit und Zucht.

Höre, mein Sohn, auf die Mahnung des Vaters und die Lehre deiner Mutter verwirf nicht!

Sie sind ein schöner Kranz auf deinem Haupt und eine Kette für deinen Hals. Mein Sohn, wenn dich Sünder locken, dann folg ihnen nicht, wenn sie sagen: Geh mit uns, wir wollen darauf lauern, Blut zu vergießen, ohne Grund dem Arglosen nachzustellen; wie die Unterwelt wollen wir sie lebendig verschlingen, Männer in ihrer Kraft, als wären sie dem Grab verfallen. Manch kostbares Stück werden wir finden, mit Beute unsere Häuser füllen. Wirf dein Los in unserm Kreis, gemeinsam sei uns der Beutel.

Mein Sohn, geh nicht mit ihnen, halte deinen Fuß fern von ihrem Pfad! Denn ihre Füße laufen dem Bösen nach, sie eilen, Blut zu vergießen. Umsonst wird das Netz ausgespannt vor den Augen aller Vögel; sie aber lauern auf ihr eigenes Blut, sie trachten sich selbst nach dem Leben. So enden alle, die sich durch Raub bereichern: Wer ihn an sich nimmt, dem raubt er das Leben. Die Weisheit ruft laut auf der Straße, auf den Plätzen erhebt sie ihre Stimme.

Hl. Anna von Nowgorod

Am heutigen Tag begehen wir in der Kirche das Gedächtnis der Hl. Anna von Nowgorod.

Troparion, 1. Ton:

Im Westen aufgegangen wie ein himmelheller Stern * wardst du gewürdigt den rechten Glauben anzunehmen * und in ihm den Russischen Lande * ruhmreiche Früchte darzubringen; * denn Christus liebtest du aus ganzer Seele * und hieltest all Seine Gebote und Gesetze; * drum feiern heut auch wir * dein allheiliges Gedächtnis * heilige, rechtgläubige Fürstin Anna * und empfangen auf deine Fürbitte ** Vergebung unserer Sünden.

Kondakion, 4. Ton:

Heut an deinem strahlenden Gedächtnistag * ist fröhlich das große Nowgorod * und ruft alle Gläubigen zusammen * mit leuchtender Feier dein Gedächtnis zu begehn; * auch wir frohlocken jetzt in uns’rer Seele * rühmen dich voll Freude und bitten dich: * heilige, rechtgläubige Fürstin Anna * die vor der Heiligen Dreifaltigkeit du stehst: * bitte dass das große Nowgorod, * Russland und Schweden, deine Heimat * aus allen Nöten befreit * und vor allem Unglück bewahrt ** und wir alle errettet werden.

Aufrufe: 14
Ratings: 0/5
Votes: 0
Mehr zum thema
Artikel zum Thema
Comment