
Aus dem zweiten Brief des hl. Apostels Paulus an die Korinther 5, 10-15:
Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.
So versuchen wir, erfüllt von Ehrfurcht vor dem Herrn, Menschen zu gewinnen; Gott aber kennt uns durch und durch. Ich hoffe, dass auch euer Urteil über mich sich zur vollen Wahrheit durchgerungen hat.
Damit wollen wir uns nicht wieder vor euch rühmen, sondern wir geben euch Gelegenheit, rühmend auf uns hinzuweisen, damit ihr denen entgegentreten könnt, die sich nur rühmen, um ihr Gesicht zu wahren, ihr Herz aber nicht zeigen dürfen.
Wenn wir nämlich von Sinnen waren, so geschah es für Gott; wenn wir besonnen sind, geschieht es für euch. Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben. Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Markus 1, 9–15:
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herab kam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
Danach trieb der Geist Jesus in die Wüste. Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Am heutigen Tag feiern wir in der Kirche das Gedächtnis der Hll. sieben Jünglinge von Ephesus.
Troparion, 4. Ton:
Groß sind die Wunder des Glaubens; * denn die sieben Jünglinge * weilten in ihrer Höhle * wie in einer königlichen Halle: * Sie starben, ohne die Verwesung zu sehn, * und wiederum nach langen Zeiten * standen sie wie vom Schlafe auf * als Vorbild der Auferstehung aller Menschen: ** Auf ihre Fürbitten erbarm’ Dich unser, Christus, o Gott.
Kondakion, 4. Ton, nach: Freiwillig:
Die die Dinge dieser Welt als vergänglich durchschaut * und unvergängliche Gaben statt dessen empfangen, * blieben, obwohl gestorben, * ausgenommen von der Verwesung. * Deshalb standen sie auf nach vielen Jahren * und begruben dadurch den Unglauben der Bösen: * Sie in Lobgesängen heut erhebend * lasst uns, ihr Gläubigen ** Christus besingen.