Nächstenliebe

2. Dezember 2021

Ein alter Schuster

In einem Dorf lebte einmal ein Schuster. Er erarbeitete sich mit seinem Handwerk sein tägliches Brot. Dieser Mann hatte ein gutes Herz. Er war sehr gläubig und liebte die Kirche.

Eines Nachts erschien ihm im Traum unser Herr Jesus Christus und sagte zu ihm: “Mein Sohn, Ich komme morgen zu Dir. Warte auf mich! Der Schuster erwachte mit einer unsagbaren Freude. Zunächst brachte er das Haus in Ordnung, zog sich feine Sachen an, setzte sich ans Fenster und erwartete die Ankunft des Gastes.

Plötzlich sah er eine arme Frau mit ihrem Kind im Arm. Der Schuster öffnete, bat sie ins Haus, gab ihr heißen Tee zu trinken, damit sie sich aufwärmen konnte. Als sie gegangen war, setzte er sich erneut ans Fenster. Um die Mittagszeit sah er durchs Fenster den Hausmeister, durchgefroren und hungrig. Der Schuster nahm auch den Hausmeister mit Liebe auf und tröstete ihn. Gegen Abend nahm der Schuster einen lahmen Soldaten bei sich auf, der an seinem Haus vorbei kam. Er gab ihm zu essen und der Soldat konnte sich bei ihm aufwärmen. So ging der ganze Tag vorüber. Betrübt darüber, dass er den Herrn nicht gesehen hatte, legte sich der Schuster hin, um auszuruhen. Er schlief ein und wieder erschien ihm im Traum der Erlöser. Er sagte: “Du hast mich so gut aufgenommen, mein Sohn! Deine Güte und Wärme, die du deinen Nächsten erwiesen hast, hast du in Wahrheit Mir erwiesen!”

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