
Aus dem ersten Brief des hl. Apostels Paulus an die Korinther 1, 3-9:
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
Ich danke Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung Jesu Christi, unseres Herrn, wartet.
Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag Jesu, unseres Herrn. Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 19, 3–12:
Da kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen?
Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein?
Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, dass man (der Frau) eine Scheidungsurkunde geben muss, wenn man sich trennen will?
Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so. Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch.
Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten.
Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.

Heute begeht die Kirche das Gedächtnis der Reliquienübertragung des Hl. Erstmartyrers und Erzdiakons Stephanos.
Troparion, 4. Ton:
Mit königlichem Diadem * wurde dein Haupt gekrönt * um der vielen Kämpfe willen, die du , o Vorkämpfer der Martyrer, * für Christus bestanden; * Denn du hast den Wahn der Juden überführt * und deinen Erlöser * zur Rechten des Vaters gesehn; ** nun bitt Ihn allezeit für unsere Seelen.
Kondakion, 6. Ton:
Als erster wurdest du, allgepriesener Stephanos * vom himmlischen Sämann in die Erde gesät, * denn als Erster vergossest du, o Seliger * für Christus dein Blut auf Erden. * Deshalb wurdest du auch als Erster von Ihm * im Himmel mit dem Kranz des Sieges gekrönt, * Anfang du, der Leidendulder, * Gekrönter unter den Martyrern, ** Erster der Zeugen.