
Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 9, 1–5:
Ich sage in Christus die Wahrheit und lüge nicht und mein Gewissen bezeugt es mir im Heiligen Geist: Ich bin voll Trauer, unablässig leidet mein Herz. Ja, ich möchte selber verflucht und von Christus getrennt sein um meiner Brüder willen, die der Abstammung nach mit mir verbunden sind. Sie sind Israeliten; damit haben sie die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen, sie haben die Väter und dem Fleisch nach entstammt ihnen der Christus, der über allem als Gott steht, er ist gepriesen in Ewigkeit. Amen.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 9, 18–26:
Während Jesus so mit ihnen redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig.
Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern. Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt.
Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf.
Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Wir feiern heute das Gedächtnis der Reliquienübertragung der Hll. Wundertäter und uneigennützigen Ärzte Kyros und Johannes.
Troparion, 5. Ton:
Du hast uns die Wunder Deiner Martyrer * als unüberwindlichen Schutzwall gegeben, Christus, o Gott; * auf ihre Fürbitte zerstreue die Pläne der Heiden, * festige die Staatsgewalt, ** einzig Gütiger und Menschenliebender Du.
Kondakion, 3. Ton, nach: Die Jungfrau:
Nachdem ihr, o Heilige * von der göttlichen Gnade die Gabe der Wunder empfangen * wirket ihr unablässig Wunder * mit unsichtbarer Chirurgie * trennt ihr ab alle unsere Leidenschaften * o gottseliger Kyros * mit dem göttlichen Johannes ** denn ihr seid göttliche Ärzte.