
Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 12, 1–3:
Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.
Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.
Aufgrund der Gnade, die mir gegeben ist, sage ich einem jeden von euch: Strebt nicht über das hinaus, was euch zukommt, sondern strebt danach, besonnen zu sein, jeder nach dem Maß des Glaubens, das Gott ihm zugeteilt hat.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 10, 37 – 11, 1:
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.

Wir feiern heute das Gedächtnis der Hl. Martyrernonne Großfürstin Elisabeth Feodorowna.
Troparion, 1. Ton:
Mit deiner Demut verhülltest du die fürstliche Würde, * gottweise Elisabeth, * durch den von Herzen kommenden Dienst der Maria und Martha * hast du Christus geehrt; * und geläutert durch Barmherzigkeit, Geduld und Liebe * hast du dich Gott als wahres Opfer dargebracht; * wir aber, die wir dein tugendhaftes Leben * und deine Leiden verehren, * flehen inständig zu dir als einer wahren Lehrerin, * Heilige Martyrerin und Großfürstin Elisabeth, * bitt Christus, unsern Gott,** dass Er unsere Seelen errette und erleuchte.
Kondakion, 2. Ton:
Groß sind die Werke des Glaubens, * denn in der Tiefe der Erde, * als wie im licht-erhellten Paradiese * frohlockte mit den Engeln in Psalmen und in Liedern * die große Dulderin, die Großfürstin Elisabeth, * als sie den Tod gewaltsam erlitt * und über ihre Peiniger rief: * Herr, vergib ihnen diese Sünde, denn sie wissen nicht, was sie tun; * auf die Gebete Deiner Dienerin Elisabeth ** erbarm’ Dich, Christus, unser Gott und rette uns.

Gedächtnis der Erhebung der Gebeine des ehrwürdigen Sergij von Radonesch.
Troparion, 8. Ton:
Von Jugend an hast du Christus in deine Seele aufgenommen * zuvörderst hast du danach gestrebt die Eitelkeit dieser Welt zu meiden; * mannhaft hast du dich in der Wüste angesiedelt * und dabei die Kinder des Gehorsams, der Demut Früchte hervorgebracht; * deshalb wurdest du eine Wohnstatt der Dreifalt * und hast durch deine Wunder alle erleuchtet, die da gläubig zu dir kommen; * allen schenkest du reichlich Heilung, o unser Vater Sergij; * nun flehe zu Christus, unserm Gott, dass Er unsere Seelen errette.
Kondakion, 8. Ton:
Heute wurden deine ehrwürdigen Reliquien gefunden* gleich einer duftenden Blume; * sie leuchten auf Erden wie die strahlende Sonne, * und schenken in ihren Wundern den Gläubigen Heilung; * sie erfreuen die Herde deiner Auserwählten, * die du weise gesammelt und gut geweidet hast; * für sie stehst du jetzt vor der Heiligen Dreiheit * und erflehst uns den Sieg über die Feinde, ** auf dass wir dir alle rufen: Sei gegrüßt, o ehrwürdiger Sergij.